Landesbischöfin bei Bildungskongress: Religion gehört dazu

Nachricht 03. Oktober 2003

Hannover (epd). Die Auseinandersetzung mit der Religion gehört -für die hannoversche Landesbischöfin Margot Käßmann untrennbar zur Bildung. Der Mensch brauche Wurzeln und einen Orientierungsrahmen, um ein eigenes Urteilsvermögen zu entwickeln. Dafür sei das Christentum eine hervorragende Grundlage, sagte sie am Donnerstag in Hannover vor mehr als 600 Teilnehmern eines Bildungskongresses. Die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers hatte dazu unter dem Motto "Das Leben begreifen - Bildung braucht Religion" eingeladen.

Der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) appellierte an die "erste Verantwortung" der Eltern für die Bildung der Kinder: "Schwierige Kinder sind in der Regel das Ergebnis erziehungsunfähiger oder erziehungsunwilliger Eltern."

Am Rande des Kongresses teilte die Schuldezernentin der hannoverschen Landeskirche Kerstin Gäfgen-Track mit, dass die Kirche sich an der Ganztagsbetreuung der Schüler beteiligen wolle. Denkbar seien Schülercafés, Musik oder Training gegen Gewalt. Ministerialrat Rolf Bade, Mitinitiator der Kongresses, hielt auch die Verlegung des Konfirmandenunterrichts in die schulischen Nachmittagsstunden für möglich.

Käßmann berichtete von vermehrten Anfragen nach Schulpastoren als Gesprächspartner für Schüler und Lehrer. Sie begrüßte es, dass das Fach Werte und Normen in Niedersachsen jetzt verbindlich sei für Schülerinnen und Schüler, die nicht am Fach evangelische oder katholische Religion teilnehmen. (epd Niedersachsen-Bremen/b2893/02.10.03)

Kirche beteiligt sich an schulischer Ganztagsbetreuung
Hannover (epd). Die hannoversche Landeskirche will sich an der Gantztagsbetreuung der Schüler beteiligen. Denkbar seien Schülercafés, Musik oder Training gegen Gewalt, sagte Schuldezernentin Kerstin Gäfgen-Track am Rande eines kirchlichen Bildungskongresses in Hannover am Donnerstag. Ministerialrat Rolf Bade, Mitinitiator der Kongresses, hielt auch die Verlegung des Konfirmandenunterrichts in die schulischen Nachmittagsstunden für möglich.

Landesbischöfin Margot Käßmann berichtete von vermehrten Anfragen nach Schulpastoren als Gesprächspartner für Schüler und Lehrer. Sie begrüßte es, dass das Fach Werte und Normen in Niedersachsen jetzt verbindlich sei für Schülerinnen und Schüler, die nicht am Fach evangelische oder katholische Religion teilnehmen.

Zu dem Kongress "Das Leben begreifen - Bildung braucht Religion" hatte die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers eingeladen. Unter den mehr als 600 Teilnehmern waren auch fast 200 Schülerinnen und Schüler. (epd Niedersachsen-Bremen/b2887/02.10.03)

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