Celler Ausstellung zeigt Judentum in christlicher Kunst

Nachricht 12. August 2003

Celle (epd). Eine Ausstellung über das Verhältnis von Christentum und Judentum ist vom 5. September bis zum 2. November in der Synagoge in Celle zu sehen. Unter dem Titel "Ecclesia und Synagoga" werden mehr als 70 Bilder und Texttafeln ausgestellt. Sie verdeutlichten an Beispielen der sakralen Kunst aus Europa die Auseinandersetzung der Kirche mit dem Judentum, teilten die Veranstalter am Donnerstag mit.

"Seit dem Mittelalter war dieses Verhältnis durch Diffamierung, Entrechtung, Ausgrenzung und Verfolgung geprägt", sagte der Vorsitzende der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Celle, Michael Stier. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen die beiden allegorischen Frauengestalten "Ecclesia" und "Synagoga". Sie symbolisieren die christliche Kirche und das Judentum.

In den Darstellungen werde Ecclesia in den Himmel erhoben und Synagoga verstoßen, sagte Stier. Die Figuren finden sich seit dem 9. Jahrhundert in Miniaturen ebenso wie an den Portalen von Domen und Kathedralen. Autor der Ausstellung ist der katholische Theologe und Dozent Judaistik an der Universität des Saarlandes, Herbert Jochum.

Veranstalter in Celle sind die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit, das Stadtarchiv, der evangelisch-lutherische Kirchenkreis und die jüdische Gemeinde. Die Synagoge hat dienstags bis donnerstags von 15 bis 17 Uhr, freitags von 9 bis 11 Uhr und sonntags von 11 bis 13 Uhr geöffnet.

(epd Niedersachsen-Bremen/b2380/07.08.03)
Copyright: epd-Landesdienst Niedersachsen-Bremen
E-Mail: epd@lvh.de