Landesbischöfin hofft auf 100.000 Teilnehmer bei Kirchentag

Nachricht 08. Juli 2003

Hannover (epd). Die hannoversche Landesbischöfin Margot Käßmann hofft auf 100.000 Dauerteilnehmer beim Kirchentag in zwei Jahren in Hannover. Nach dem ökumenischen Kirchentag in Berlin sei der 30. Deutsche Evangelische Kirchentag vom 25. bis 29. Mai 2005 eine besondere Herausforderung, sagte Käßmann am Dienstag bei der Vorstellung der fünf regionalen Kirchentags-Mitarbeiter in Hannover. Die niedersächsische Landeshauptstadt, in der 1949 der erste Kirchentag stattfand, ist zum vierten Mal Gastgeberin.

Käßmann betonte, dass sie sowohl Protestanten als auch Katholiken und Menschen, die keiner Kirche angehörten, nach Hannover einlade. Sie wünsche sich für die kirchliche Großveranstaltung eine Art "Welt-Ethik-Forum". "Immer mehr Christen aus Afrika, Asien und Lateinamerika haben den Eindruck, dass nur die Wirtschaft die Belange der Welt bestimmt", sagte die evangelische Theologin. Es könne jedoch nicht nur um die Öffnung der Grenzen für Waren gehen, sondern es müsse auch Mindeststandards für die Menschen geben.

Die Kirchentage hätten immer auch wichtige gesellschaftspolitische Impulse gegeben und zu den ethischen, politischen und sozialen Diskussionen beigetragen. Jeder Kirchentag stehe unter einer Losung, die oft als Zeitansage verstanden worden sei. Die Losung für Hannover werde vom Präsidium des Kirchentages in Fulda im Januar bekannt gegeben, sagte Käßmann. Sie war bis zu ihrer Wahl als Landesbischöfin 1999 fünf Jahre lang Generalsekretärin des Kirchentages.

Die regionale Arbeitsstelle wird von Pastor Michael Riedel-Schneider geleitet. Sie bereitet die hannoversche Landeskirche auf den Kirchentag vor und wirbt in den Kirchengemeinden und Institutionen dafür, sich aktiv zu beteiligen. Traditionell sorgt die gastgebende Landeskirche für die Unterbringung der Gäste und richtet das Begrüßungsfest in der hannoverschen Innenstadt nach dem Eröffnungsgottesdienst aus. (epd Niedersachsen-Bremen/b2092/08.07.03)
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