Schülerin aus Hildesheim gewinnt Wettbewerb der Kirchen

Nachricht 07. Juli 2003

Hannover (epd). Rund 360 Jugendliche aus 31 Schulen haben sich beim dritten Schülerwettbewerb der evangelischen Kirchen in Niedersachsen mit dem Thema "Fremde Religionen in der Nachbarschaft" auseinandergesetzt. Den ersten Preis bei den Einzelbeiträgen erhielt am Montag in Hannover Annemarie Schmidt vom Gymnasium Andreanum in Hildesheim. Sie hatte eine Arbeit über die Jüdische Gemeinde Hildesheim erstellt. Der Wettbewerb war mit insgesamt 3.000 Euro dotiert.

Bei den Gruppenbeiträgen ging der erste Preis an Janina Diehr und Frauke Hein vom Lessing-Gymnasium Uelzen für eine Arbeit über "Die fünf Säulen des Islam". Bei den Kursbeiträgen gewann ein Kurs der Elsa-Brändström-Schule in Hannover, der sich mit der christlichen koptischen Gemeinde in Hannover-Bemerode auseinandersetzte. Insgesamt wurden 69 Arbeiten eingereicht: zehn von einzelnen Schülern, zehn von Kursen und 49 von Gruppen. 73 Prozent der Teilnehmenden waren Mädchen.

Ein gutes Drittel der Beiträge befasste sich mit Glaubensgemeinschaften aus dem christlichen Umfeld, ein Viertel mit dem Islam, ein Zehntel mit asiatischen Religionen. Weitere Preisträger kommen vom Gymnasium Nordhorn und von der Paul-Gerhardt-Schule Dassel, vom Gymnasium Ernestinum Celle und von der Fritz-Reuter-Schule in Bad Bevensen sowie vom Hölty-Gymnasium Wunstorf und von der Robert-Bosch-Gesamtschule in Hildesheim.

Landesbischöfin Käßmann sagte bei der Preisverleihung, die Auseinandersetzung mit fremden Religionen sei von großer Bedeutung, weil die Angst vor ihnen "Öl ins Feuer von Konflikten" gieße. Andere Religionen würden oft als bedrohlich wahrgenommen, erst recht, wenn man mit der eigenen Religion nicht vertraut sei. Sie rief dazu auf, die eigene Religion kennenzulernen und dann in den Dialog mit anderen Religionen zu treten, um so Konflikte zu entschärfen, statt sie zu verschärfen. (epd Niedersachsen-Bremen/b2047/07.07.03)

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