Niedersächsische Tafeln erhalten kaum noch Geldspenden

Nachricht 02. Juli 2003

Oldenburg (epd). Die 38 "Tafeln" in Niedersachsen erhalten kaum noch Geldspenden. Zwar lieferten nach wie vor viele Firmen Lebensmittel an die Umsonstläden für Bedürftige, doch blieben Geld- und Sachspenden aus. "Die goldenen Zeiten, in denen Firmen fragen, ob ich 10.000 Mark für die Tafel gebrauchen könne, sind endgültig vorbei", sagte Margrit Bengen von der Landesvertretung der niedersächsischen Tafeln am Mittwoch in Oldenburg dem epd.

Dabei sind laut Bengen immer mehr Menschen auf die Hilfe der "Tafeln" angewiesen. Allein in Oldenburg habe der Verein bereits 1.050 "Tafelpässe" ausgegeben. Bundesweit versorgten die "Tafeln" täglich kostenlos mit rund 160 Tonnen Lebensmitteln etwa 180.000 Menschen - die Hälfte von ihnen Kinder.

Jede Tafel habe ihr eigenes Kontrollsystem, um die Bedürftigkeit ihrer "Kunden" festzustellen, sagte Bengen. Das werde von den Finanzämtern verlangt, um die Gemeinnützigkeit festzustellen. Die erste "Tafel" wurde 1963 in Phoenix/Arizona in den Vereinigten Staaten gegründet. In Deutschland wurde die erste "Tafel" vor zehn Jahren von der Initiativgruppe Berliner Frauen in der Hauptstadt gegründet. (epd Niedersachsen-Bremen/b2039/02.07.03)
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