Margot Käßmann für Gelassenheit in Abendmahls-Frage

Nachricht 02. Juni 2003

Berlin (epd). Die hannoversche Landesbischöfin Margot Käßmann hat für Gelassenheit in der Frage des gemeinsamen Abendmahls plädiert. Mit Blick auf die Feier am Donnerstagabend in der Berliner Gethsemane-Kirche sagte die evangelische Theologin: "Hier ist etwas passiert, was es anderenorts und zu anderen Zeiten auch gibt." Sie warnte davor, das Ereignis als Provokation zu stilisieren.

Die Bischöfin sprach sich für weitere Schritte der Konfessionen zueinander aus. "Christen wollen Gemeinschaft und wollen die dogmatischen Hürden überwinden", sagte Käßmann am Rande des Ökumenischen Kirchentages bei einer Veranstaltung der Kirchenpresse. "In einer Stadt wie Berlin verbindet mich mit jedem Katholiken mehr als mit der säkularen Gesellschaft."

Angesichts des nächsten evangelischen Kirchentages, der 2005 in Hannover stattfinden soll, sagte die gastgebende Bischöfin, sie werde alle Teilnehmer des Berliner Großereignisses dazu einladen. Anders als beim Ökumenischen Kirchentag werde es in Hannover wieder Feierabendmahle und einen Schlussgottesdienst mit Abendmahl geben, zu dem alle Anwesenden eingeladen würden. Die evangelischen Kirchentage seien für ein protestantisches Profil weiterhin nötig. (epd Niedersachsen-Bremen/b1628/30.05.03)

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