EKD-Synode tagte in Leipzig / Barbara Rinke zur Präses gewählt

Nachricht 24. Mai 2003

Die Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) tagte vom 22. bis 25. Mai in Leipzig.

Die gesamten Berichte zur Synode finden Sie auf den Seiten der EKD: www.ekd.de/synode2003/

Die Zusammensetzung des Präsidiums finden Sie -> hier. Aus der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers ist die Synodale Gesine Lickfett als Beisitzerin im Präsidium vertreten.

Landessuperintendent Eckhard Gorka aus der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers hielt die Einbringungsrede zum Kundgebungsentwurf der Synode Das Sachthema der 1. Tagung dieser Synode heißt "Der Seele Raum geben - Kirchen als Orte der Besinnung und Ermutigung." -> Die Rede im Wortlaut

Das Referat zum Sachthema hielt Prof. Dr. Fulbert Steffensky -> Das Referat im Wortlaut

Synode wählt Thüringer SPD-Oberbürgermeisterin Barbara Rinke zur Präses
L e i p z i g (idea) – Erstmals steht eine Frau an der Spitze der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Das „Kirchenparlament“ von 26,3 Millionen Kirchenmitgliedern wählte am 23. Mai in Leipzig die Oberbürgermeisterin von Nordhausen (Thüringen) zur Nachfolgerin von Jürgen Schmude, der nach 18jähriger Amtszeit nicht mehr kandidierte.

Die 55jährige SPD-Politikerin erhielt im zweiten Wahlgang 67 von 118 abgegeben Stimmen. Ihr Gegenkandidat, der CDU-Bundestagsabgeordnete Herrmann Gröhe konnte 50 Stimmen auf sich vereinigen. Ein Mitglied des Kirchenparlaments enthielt sich der Stimme. Im ersten Wahlgang hatte keiner der drei nominierten Kandidaten die erforderliche absolute Mehrheit der 120 Synodalen erreicht. Frau Rinke erhielt 58 Stimmen, drei weniger als erforderlich, und Gröhe 40. Der dritte Kandidat, der Journalist Robert Leicht (Berlin), zog seine Kandidatur zurück, nachdem er im ersten Wahlgang 20 Stimmen erhalten hatte.

Frau Rinke war bereits Vizepräses der EKD-Synode. Sie gehört jetzt kraft ihres Amtes auch dem Rat der EKD an. Sie kann auf lange kirchliche Erfahrungen von der Gemeindearbeit bis zur Mitarbeit in der Kirchenleitung der Kirchenprovinz Sachsen zurückschauen. Von 1997 bis 1999 war sie Präsidentin des Deutschen Evangelischen Kirchentags. In ihrer Vorstellungsrede sagte sie unter anderem, die Kirche müsse deutlich machen, daß sie „Gemeinde der Heiligen“ sei und nicht nur eine Institution. Frau Rinke ist verheiratet und hat vier Kinder.

Der scheidende Präses, der mit anhaltendem stehendem Applaus verabschiedet wurde, sagte, er blicke mit Freude und Dankbarkeit auf seine Amtszeit mit interessanten und wichtigen Aufgaben zurück. Schmude, früherer SPD-Bundesminister, würdigte das gute Miteinander im Synodenpräsidium und mit dem EKD-Kirchenamt.

Das Amt des Synodenpräses gilt als das zweithöchste in der EKD nach dem Ratsvorsitzenden. Zu Schmudes und Rinkes Vorgängern gehört unter anderen der frühere Bundespräsident Gustav Heinemann.

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