Medienkampagne: Fernsehen macht Spaß - aber ohne Gewalt!?

Nachricht 12. September 2002

Am 20. September 2002, dem Weltkindertag startet eine Medienkampagne der Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen.
Unter dem Titel "Fernsehen macht Spaß - aber ohne Gewalt!?" wendet sie sich an Erzieherinnen in Tageseinrichtungen für Kinder sowie an Eltern und Erziehungsberechtigte.

Nicht erst seit dem Amoklauf von Erfurt diskutieren Pädagogen und Erzieher mit Schülern und Kindern in Tageseinrichtungen über das Thema Gewalt.
Dabei spielt die alltägliche Gewalt im Fernsehen eine große Rolle. Schon Drei- bis Fünfjährige sitzen im Schnitt 96 Minuten täglich vor dem Fernseher und sind den oft gewalttätigen Bildern allein ausgesetzt.

In Zusammenarbeit mit der Niedersächsischen Landesmedienanstalt für den privaten Rundfunk (NLM), sowie "Blickwechsel e.V. - Verein für Medien und Kulturpädagogik", der Evangelischen Erwachsenenbildung und der Fachberatung für evangelische Tageseinrichtungen für Kinder, nimmt die Konföderation diesen Problemkreis in den Blick. Bewusst stellt sie die Kampagne in den größeren Zusammenhang der "Dekade zur Überwindung von Gewalt" des Ökumenischen Rates der Kirchen.

Die Medienkampagne steht auf zwei Säulen: der Fortbildung von Erzieherinnen in Tageseinrichtungen im Bereich Medienpädagogik und den medienpädagogischen Projekten zum Thema 'Kinder, Fernsehen und Gewalt', z.B. das medienpädagogische Projekt "Wir machen unser Fernsehen selbst".

Stichwort "Weltkindertag":
1954 empfahlen die Vereinten Nationen ihren Mitgliedsstaaten, einen "Universal Children´s Day"
einzuführen, um damit ein weltweites Zeichen für Kinderrechte zu setzen. 130 Länder haben heute einen Weltkindertag. In Deutschland ist es der 20. September. In über 400 Städten finden Feste, Kinderdemos, Kunstaktionen und vieles mehr statt. Der Weltkindertag erlangt so bundesweit Beachtung und unterstreicht: Kinder haben Rechte.

-> Termin der Pressekonferenz