"Haus kirchlicher Dienste": Vom Amt zum Dienstleister

Nachricht 29. August 2002

Hannover (epd). Das "Amt für Gemeindedienst" in Hannover wird zum "Haus kirchlicher Dienste". Die über 20 Werke und Verbände der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers wollten mit der Umbenennung ihrer Zentrale zum 1. September ihr neues Selbstverständnis als "Dienstleister und Kompetenzzentrum" für Kirche und Gesellschaft deutlich machen, sagte Direktorin Dine Fecht am Mittwoch vor Journalisten.

Die Aufgaben der einzelnen Dienste reichen von der Arbeitswelt über Kindergottesdienst bis zu Weltanschauungsfragen. Zwischen ihnen habe sich in den letzten Jahren eine fachübergreifende Zusammenarbeit entwickelt, sagte Pastorin Fecht. Für die Aufgaben in Kirche und Gesellschaft wolle man die vorhandenen Kompetenzen bündeln und für eine Vernetzung in der ganzen Landeskirche zwischen Ostfriesland und Göttingen sorgen.

Jugend-, Frauen- und Männerarbeit, der Kirchliche Dienst auf dem Lande oder für Handwerk und Handel gehören zu den Diensten, die sowohl Kirchengemeinden beraten und Fortbildung anbieten als auch eigene Impulse setzen wollen. Von den 270 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sind rund 100 dezentral in den acht Sprengeln der Landeskirche tätig. Unter den Angeboten für die Öffentlichkeit in Hannover sind eine Familienbildungsstätte und ein Zentrum für Medien, Kunst und Kultur.

Das Amt für Gemeindedienst war 1941 gebildet worden, um bis dahin selbstständige Werke und Einrichtungen der Kirche anzugliedern und sie damit der nationalsozialistischen Gleichschaltung zu entziehen. Seinen neuen Namen erhält es mit einem Fest am Freitag, dem 30. August. (epd Niedersachsen-Bremen/b1943/28.08.02)

Copyright: epd-Landesdienst Niedersachsen-Bremen
E-Mail: epd@lvh.de