Hildesheimer Diakonie steigt in Schwangeren- beratung ein

Nachricht 17. März 2002

Hildesheim (epd). Die evangelische Kirche ist in die gesetzliche Schwangeren-Konfliktberatung in Hildesheim eingestiegen. Eine Beratungsstelle beim Diakonischen Werk Hildesheim hat Anfang des Jahres ihre Arbeit aufgenommen und stellt auch Beratungsscheine aus, gab Superintendent Ulrich Stoebe vor Journalisten am Mittwoch bekannt: "Nach dem Ausstieg der katholischen Kirche aus der staatlich anerkannten Beratung verzeichnen wir eine gesteigerte Nachfrage von Frauen, die Ansprechpartner suchen."

Bisher unterstützte die Hildesheimer Diakonie Schwangere im Rahmen ihrer allgemeinen Sozialberatung. Die neue Beratungsstelle verfolgt laut Stoebe einen "integralen Ansatz": Die psychologische Kompetenz der Ehe-, Familien- und Lebensberatung wird ebenso in die Schwangeren-Konfliktberatung einbezogen wie seelsorgerliche Angebote. Juristische und medizinische Fachberatung soll bei Bedarf von außen herangezogen werden.

"Wir suchen nach Möglichkeiten, wie eine Schwangerschaft trotz schwieriger Umstände ausgetragen werden kann", sagte Stoebe. Den Gesetzesvorgaben entsprechend werde jedoch die Entscheidung der Frau respektiert und keinerlei Druck ausgeübt. Mit der Beratung ist die Sozialarbeiterin Gisela Sowa beauftragt, die sich hierfür speziell fortbilden ließ. Finanziert wird die kostenlose Beratung zum großen Teil über Fallpauschalen des Landes Niedersachsen. (epd Niedersachsen-Bremen/b0700/20.03.02)
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