Bischöfin zieht positive Bilanz für "Babykörbchen"

Nachricht 08. März 2002

Hannover (epd). Die hannoversche Landesbischöfin Margot Käßmann hat eine positive Bilanz der Aktion "Babykörbchen" gezogen. Ein Jahr nach Beginn des Projektes "Mirjam - Ein Netzwerk für das Leben" sagte sie am Montag dem Diakonischen Werk in Hannover, dass das Netzwerk ein wichtiges Angebot für in Not geratene Frauen sei. Seit März vergangenen Jahres haben 16 schwangere Frauen die Hilfe von "Mirjam" in Anspruch genommen.

In sieben Fällen hätten sich die Mütter entschieden, ihr Kind offen zur Adoption freizugeben, teilte die Diakonie mit. Weitere Schwangere, die nach einem geschützten Ort gesucht hätten, seien von der diakonischen Einrichtung Birkenhof aufgenommen worden. Einige Frauen hätten sich nach Gesprächen mit der Schwangerschafts-Konfliktberatung des Diakonischen Werks entschieden, mit ihrem Kind zu leben.

Im Juni hatte man einen Säugling vor der Eingangspforte des Friederikenstiftes entdeckt. Die Mutter hatte das Babykörbchen nach Angaben der Diakonie offensichtlich nicht gefunden. Inzwischen sei die Beschilderung wesentlich verbessert worden.

Der Erstkontakt zu den Frauen in Not entstehe in der Regel über das Telefon mit der Nummer 0800/60 500 40, das von 20 Ehrenamtlichen rund um die Uhr betreut werde. - Im Projekt Mirjam werden unterschiedliche diakonische Einrichtungen in Hannover in einem Netzwerk miteinander verknüpft. Insgesamt seien das Angebot der Landeskirche und der Diakonie, Müttern vor und nach der Schwangerschaft niedrigschwellig und anonym zu helfen, auf großes Interesse gestoßen, heißt es. (epd Niedersachsen-Bremen/b0543/04.03.02)
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