Freiwilligen- und Hilfsdienste suchen Wege, trotz Corona ihre Hilfe aufrecht zu erhalten.

Weiter helfen, egal wie

Freiwilligen- und Hilfsdienste suchen nach Wege, trotz Corona zu arbeiten. (Bilder: Diakoniekatastrophenhilfe (3), privat)

Deutschland ist in der Corona-Krise bisher vergleichsweise gut weggekommen. Aber in vielen anderen Ländern verschärft der Virus die ohnehin vorhandenen Probleme wie Armut und Hungersnöte. Auf Haiti etwa haben viele Menschen nach Sturmfluten noch immer kein sauberes Trinkwasser zur Verfügung. In Indien versuchen Millionen Wanderarbeiter*innen hunderte Kilometer zu Fuß nach Hause zu laufen, bei 40 Grad im Schatten. Und weil viele Schulen weltweit geschlossen sind, bekommen Kinder keine warme Mahlzeit mehr. Hilfsorganisationen wollen solches Leid lindern - doch wie kann die Hilfe jetzt noch funktionieren?

Hier erzählt eine Freiwilligendienstlerin, die ihren Einsatz abbrechen musste, dass es sich falsch anfühlt, Sambia "verlassen" zu haben. Ihr Betreuer beim Missionswerk, der deutsche Jugendliche sonst in alle Welt schickt, sieht die Projekte in ihrem Bestehen gefährdet. Das Forum Ziviler Friedensdienst fürchtet, dass viel Arbeit dahin ist: Länder könnten destabilisiert, mühsam aufgebaute Friedensprozesse zurückgeworfen werden. Und die Diakonie Katastrophenhilfe sattelt eine ,Corona-Komponente' auf ihre Projekte obendrauf: sie verteilt unter anderem Wassertanks, Seife und Informationen über das Virus.