5. Braucht Kirche so viele Ländereien?

Nachricht 31. Mai 2018

In der Landeskirche verteilen sich 40.000 Hektar auf 1300 Gemeinden. Das ist
üppig. Diese Landflächen sind ein Relikt aus Zeiten, in denen der Flächenbestand weitgehend zur Finanzierung von Pfarrgehältern diente. Wenige Landeskirchen der EKD haben noch mehr Ländereien als wir, die meisten deutlich weniger.

Wir haben Regeln für die Verpachtung und mühen uns um ökologische Verwendung. Das ist richtig. Doch wie verwenden wir die Ländereien? Warum sind wir an dieser Stelle nicht führend in der Zur-Verfügung-Stellung von ökologischen Ausgleichsflächen? Wo sind die Innovationen, die im Flächentausch Ausgleichsflächen zum Beispiel für die Elbauen zur Verfügung stellen oder mit der Ansiedlung von gefährdeten Tier- und Pflanzenarten nicht nur zukunftsfähig Schöpfungsverantwortung übernehmen, sondern damit sogar – als ökologische Ausgleichsfläche – Erträge erwirtschaften können?

Innovative Vorschläge, die bei überzeugenden Konzepten zu Einnahmeverlusten der Kirchengemeinden führen, müssten aus einem Fond der Landeskirche ausgeglichen werden. Hier stehen wir erst am Anfang. Sollte sich in diesem Bereich in den kommenden Jahren nichts signifikant verändern, verlieren wir als Kirche viel Glaubwürdigkeit in Sachen Schöpfungsgerechtigkeit.

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