Feuerwerk

Bild: Jens Schulze

Zurück denken: Das Jahr 2013

Tagesthema 30. Dezember 2013

„Jesus Christus gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit"

Willehadi Christus nach dem Brand
Ein Bild des Jahres 2013: Die Christusfigur aus der Willehadi-Kirche in Garbsen nach dem Brand (Bild: Dr. G. Seeber / Willehadi): „Jesus Christus gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit. Lasst euch nicht durch mancherlei und fremde Lehren umtreiben, denn es ist ein köstlich Ding, dass das Herz fest werde, welches geschieht durch Gnade.“

„Menschen – Bilder – Emotionen“ – Fernsehsender, der Spiegel, die Süddeutsche Zeitung, der Focus, Tages- und Wochenzeitungen wie die Evangelische Zeitung haben Rückblicke auf das Jahr 2013 gebracht. Anscheinend brauchen wir das, um eine Zäsur zu setzen und die Flut an Erlebnissen zu sortieren. Selbst mein Facebook-Profil arbeitet ungefragt für mich heraus, was angeblich die Höhepunkte meines Jahres 2013 waren. Erstaunlich, was dabei herauskommt. Der letzte Tag des Jahres verleitet dazu, Bilanz zu ziehen. Die persönlichen Rückblicke fallen dabei sicher oft ganz anders aus als die von RTL und ZDF.

„Jesus Christus gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit. Lasst euch nicht durch mancherlei und fremde Lehren umtreiben, denn es ist ein köstlich Ding, dass das Herz fest werde, welches geschieht durch Gnade.“ (Hebr. 13, 8-9b). Über diesen Predigttext wird am Altjahrsabend in den Gottesdiensten nachgedacht. Eine wichtige, wenn nicht die wichtigste Übung bei unseren privaten Bilanzen könnte an diesem Abend sein: Alle Erinnerung an das Gelungene und das Misslungene, an das Fröhliche und das Traurige des letzten Jahres unter diesen Bogen zu stellen, den der Bibelvers zeichnet. Um dann zu sehen, was mit unseren Gedanken passiert.

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Bild: Jens Schulze

Manchmal muss man ein ganzes Jahr bei Gott lassen, weil es so ein schweres und verkorkstes Jahr war. So sehr, dass man nur noch auf ein neues Jahr hoffen kann, auf neue Ideen, eine neue Perspektive. Nichts wird sich in dieser einen Nacht von 2013 auf 2014 ändern. Lösungen fallen nicht vom Himmel. Aber wäre es nicht einen Versuch wert, in alle Bilanzen einzusprechen: Gott war da und er wird da sein? Kein Augenblick der Vergangenheit ist ohne seinen Blick. Mein Gestern und sein Gestern gehören zusammen. Und so wird es auch für mein Morgen sein. In den Stunden der Bilanz brauchen wir mehr denn je einen Größeren, der gegen unsere Erfahrungen und Sorgen hält und uns so wieder Luft zum Atmen verschafft. Allzu schnell vergessen wir ihn bei unserem täglichen Rackern und Tun. Doch heute: Ablegen bei ihm und das Leben von ihm neu in die leeren Hände gelegt bekommen. Und dann: Perspektiven ahnen, für den ersten Monat, das erste Vierteljahr. Probleme werden nicht gleich kleiner, aber in kleineren Proportionen werden sie überschaubarer. Das Gestern bleibt in gnädigen Händen zurück. Und wir haben die Chance, mit gefestigtem Herzen das Heute zu achten und das Morgen nicht zu verpassen.

Pastorin Silvia Mustert

Ein Versprechen zum Schluss

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 wir-e.de

Die Ideen für unsere Seiten zum Jahresrückblick stammen aus der Redaktion der Evangelischen Zeitung und der Redaktion des Evangelischen Kirchenfunks Niedersachsen (ekn): Erinnerungen an Themen, über die die Redaktionen berichtet haben. 

Und was ist mit den vielen tollen, nachdenklichen und bedenkenswerten Erinnerungen der Gemeinden an das Jahr 2013, wird in unserem Forum - zu Recht - gefragt. Die sollen nicht vergessen sein, aber die haben ihren Ort auf unserer Internetseite „wir-sind-evangelisch.de“.

Ein Versprechen für 2014: Wenn auf „wir-sind-evangelisch.de“ bis Freitag, 10. Januar, Jahresrückblicke über die Momente des Jahres 2013 in Kirchengemeinden, Kirchenkreisen, Einrichtungen und Werken entstehen und die Verantwortlichen mich per EMail darauf hinweisen (siehe Kontaktbox in der Marginalspalte), machen wir am zweiten Wochenende daraus ein Tagesthema. Versprochen!

Direkt zu unserem Internetportal "wir sind evangelisch"

Die Internetredaktion für die Tagesthemen und die Internetabteilung im Evangelischen MedienServiceZentrum der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers wünscht all ihren Userinnen und Usern, allen online-Leserinnen und -Hörern ein sensationell gutes Jahr 2014 mit vielen, vielen, vielen - etwa 365 - neuen Tagesthemen.

Silvester und Neujahr

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Zum Jaheswechsel läuten in vielen Gemeinden die Glocken. Bild: Jens Schulze

Der letzte Tag des Jahres verdankt seinen Namen Papst Silvester I. Der Bischof von Rom starb am 31. Dezember 335. Als er später heiliggesprochen wurde, erhielt sein Todestag seinen Namen. Der 1. Januar war schon zuvor im Zuge der Kalenderreform Julius Caesars im Jahr 45/46 vor Christus als Jahresbeginn festgelegt worden. Das Kirchenjahr beginnt zwar bereits am 1. Advent, aber auch die christlichen Kirchen begehen den Jahreswechsel mit Gottesdiensten sowohl am Altjahresabend wie auch am Neujahrstag.

Der Jahreswechsel war schon früh von Riten und Volksbräuchen begleitet. So sollten etwa böse Geister des alten Jahres durch Lärm vertrieben werden. Im Blick auf das neue Jahr wurde die Zukunft gedeutet. Beide Traditionen leben fort in Feuerwerken, Horoskopen und Bleigießen. In den christlichen Kirchen finden am Silvesterabend Andachten zum Jahreswechsel statt. In den Städten beginnen kurz vor Mitternacht die Glocken der großen Kirchen zu läuten. Auch am Neujahrstag werden vielerorts Gottesdienste gefeiert.

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Bild: ekn

Jahresrückblicke in den Medien sind wie Bilanzen am Silvesterabend: Bei jeder und jedem sehen sie anders aus:

Die einen erinnern sich an das Gemeindefest in der eigenen Kirchengemeinde, andere an den spannenden Abend bei der Bundestagswahl. Für manche gehört zum Jahresrückblick der Dank an das unvorstellbare Engagement der Ehrenamtlichen und wieder andere bitten vorsichtig, auch den Einsatz der Hauptamtlichen, der Ordinierten und Nicht-Ordinierten in der Kirche nicht zu vergessen. Der eine denkt daran, wie die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers sich auf dem Kirchentag präsentiert hat und eine andere wippt mit dem Fuß, in Erinnerung an den Tag der Niedersachsen. Vielen sind Momente des 850jährigen Jubiläums des Kloster Loccums unvergesslich: Günter Grass, der aus "Zwiebel häuten" liest oder Mousse T, der das Kloster rockt oder an eine Führung durch die alten und sehr ehrwürdigen Gemäuer ...

Momente des Jahres 2013

Für alle, die in „wir-e“ einen Jahresrückblick gestalten