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 Bild: NLM

Drei Preise für ekn

Tagesthema 05. Dezember 2013

Landesmedienanstalt vergibt Niedersächsischen Medienpreis

Fünf Journalisten des Evangelischen Kirchenfunks Niedersachsen (ekn) sind am Donnerstagabend in drei Sparten mit dem Niedersächsischen Medienpreis 2013 geehrt worden. Der Kirchenfunk war damit die erfolgreichste Redaktion bei der Preisverleihung, die zum 19. Mal in Hannover stattfand. Insgesamt wurden zwölf Autorinnen und Autoren aus Funk und Fernsehen und ein Schüler-Team ausgezeichnet. Bischof Ralf Meister beglückwünschte die ekn-Journalisten im Namen der evangelischen Kirchen in Niedersachsen. Zu den ersten Gratulanten bei der Preisverleihung gehörte der Vorsitzende des Aufsichtsrates von ekn, der Geistliche Vizepräsident im Landeskirchenamt Hannover, Arend de Vries.

Konfrontation: Eins gegen eins

Mark Eickhorst aus der ekn-Redaktion erhielt den Preis in der Kategorie „Politik / Soziales / Kultur“ für seine Sendereihe „Eins gegen eins“. Laudator Frank Hoffmann, Geschäftsführer von RTL, lobte die direkte Konfrontation im 15-Sekunden-Rhythmus bei dieser auf dem niedersächsischen Privatsender ffn ausgestrahlten Sendereihe. Der Moderator spiele sich nicht in den Vordergrund, sondern lasse die Kontrahenten aufeinander prallen.

Mit dem Pastor aus der Kiste

Mareike Bohrenkämper und Christian von Scheve wurden in der Kategorie „Unterhaltung“ für die Hörfunkreihe „Glauben heißt nicht Wissen“ ausgezeichnet. Laudatorin für diese Sendereihe, die bei ffn ausgestrahlt wird, war die frühere Landesbischöfin und heute Botschafterin des Rates der EKD für das Reformationsjubiläum, Margot Käßmann. Sie lobte, mit welchem Humor in der Reihe mit dem „Pastor aus der Kiste“ theologische Begriffe wie „das letzte Gericht“ oder „Nächstenliebe“ erklärt werden. Redakteurin Mareike Bohrenkämper versteht, wie sie im Gespräch mit dem Moderator äußerte, die Reihe nicht als Verkündigung und bekam dafür von Margot Käßmann eine kurze lateinisch gehaltene Belehrung, dass die Reihe alle Kategorien von Verkündigung, die Martin Luther sich gewünscht habe, erfülle.

„Crossmedial“ hat neue Bedeutung bekommen

Den Sonderpreis „Wirtschaft“ konnten außerdem Lukas Schienke und Tobias Glawion für den Film „Koscheres Knäckebrot knabbern“ entgegennehmen. Ortrud Wendt als Vorsitzende der Versammlung der NLM kommentierte die Entscheidung der Jury, diesen Film mit dem Sonderpreis auszuzeichnen, mit der Bemerkung, dass für sie das Wort „crossmedial“ nun eine neue Bedeutung habe: „Crossmedial“ war der Beitrag schon deshalb, weil er sowohl als Video wie auch als Audio produziert wurde - „cross“ war auch der Inhalt: Das weltweit einzige Knäckebrot, das nach jüdischen Reinheitslehren - und damit „koscher“ produziert wird, kommt aus Celle.

„Das ganze Team des Kirchenfunks ist überglücklich über diese großartige Anerkennung,“ erklärt der ekn-Chefredakteur und Preisträger Tobias Glawion, „zeigen diese drei Preise doch auf wunderbare Weise, dass die Radio- und Fernsehmacher des ekn es auch nach über 25 Jahren im Privatfunk noch immer schaffen, Menschen mit ihren Themen auf zeitgemäße Weise zu erreichen und zu berühren.“

Zwei Fernseh-Preise gingen an Journalisten von RTL Nord: Larissa Mass und Suana Meckeler setzten sich in der Kategorie „Politik/Soziales/Kultur“ durch, Gislind von Vegesack erhielt einen Förderpreis für Volontäre. Der zweite Förderpreis ging an Markus Pettelkau von Radio Jade. Joyce Kuhn und Kristin Moldenhauer von Radio Tonkuhle siegten bei den Beiträgen für Kinder.

Mark T. Hofmann vom Kanal h1 gewann den Fernseh-Preis in der Kategorie Unterhaltung. Ein weiterer Sonderpreis für Schul- und Internetradio ging an Grundschulen aus Hagen und Georgsmarienhütte bei Osnabrück.

Der Geschäftsführer des Evangelischen Kirchenfunks, Christof Vetter, dankte den Kirchen der Konföderation, dass sie mit ihren Zuschüssen für ekn seit 25 Jahren professionelle redaktionelle Arbeit ermöglichten. Die Preise bestätigten die Entscheidung der Kirchen, sich im dualen Rundfunk-System zu engagieren.

epd / Red.

Ralf Meister gratuliert

bischof meister
Landesbischof Ralf Meister

Der Ratsvorsitzende der Konföderation, Landesbischof Ralf Meister (Hannover) gratulierte:

„Im Namen der Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen gratuliere ich Chefredakteur Tobias Glawion und seinem Team zu den Auszeichnungen der niedersächsischen Landesmedienanstalt! Wir sind stolz auf den Evangelischen Kirchenfunk Niedersachsen! Er zeigt kirchliche Medienarbeit in ausgezeichneter Professionalität und erreicht die Hörerinnen und Hörer mit gesellschaftlichen, politischen und christlichen Themen. Mit kreativen neuen Formaten erreicht der ekn eine hervorragende Qualität, darüber freuen wir uns sehr!“

Ralf Meister