kopf_bischofsbericht_2

Bild: Jens Schulze

kopf_allgemein_2

Bild: Jens Schulze

kopf_allgemein_1

Bild: Jens Schulze

Nicht nur Notizen aus der Provinz

Tagesthema

Der hannoversche Landesbischof Ralf Meister forderte vor der Landessynode eine neue Flüchtlingspolitik in Europa. Er ging auf die Situation der Landwirtschaft ebenso ein, wie auf das innerkirchlich umstrittene Thema der Segnung homosexueller Paare.

Hannoverscher Landesbischof fordert neue Flüchtlingspolitik

meister_berichtzweihand
Landesbischof Ralf Meister hält den Bischofsbericht. Bild: Jens Schulze

Der hannoversche Landesbischof Ralf Meister hat angesichts des Flüchtlingsdramas vor der Mittelmeerinsel Lampedusa eine neue europäische Flüchtlingspolitik gefordert. „Lampedusa entscheidet über die Humanität in Europa“, sagte Meister am Mittwoch vor der Landessynode in Hannover. „Es braucht europäische Verantwortung für ein gemeinsames Verfahren der Aufnahme von politisch Verfolgten“, betonte er: „Zum anderen braucht es viel stärkere Unterstützung der Regionen, aus denen die Menschen auswandern.“

In seinem Bericht vor dem Kirchenparlament kritisierte Meister außerdem eine zu intensive Tierhaltung und die Massenproduktion von Fleisch. Es sei mit Nachhaltigkeit der Erzeugung und dem bewussten Umgang mit natürlichen Grundlagen nicht zu vereinbaren, wenn der Fleischexport „unter fragwürdigen Haltungsbedingungen und mit Export in afrikanische Länder“ erfolge. Meister forderte zugleich langfristige Perspektiven, damit die Landwirte ihre Existenz sichern können. Er würdigte die bäuerliche Landwirtschaft, die auch die Zukunft der folgenden Generationen im Blick habe. 

zuhoerer_bericht
Bild: Jens Schulze

Mit Blick auf die öffentliche Debatte um Kirche und Geld unterstrich Meister erneut die Transparenz der landeskirchlichen Finanzen. Er sei froh darüber, dass sich in der Diskussion um die Staatsleistungen für die Kirchen Politikerinnen und Politiker hinter diese Rechtsverpflichtungen gestellt hätten. „Von der Politik aus allen Fraktionen höre ich eine große Akzeptanz und Respekt für das umfangreiche Engagement der Kirchen in unserer Gesellschaft.“

Auch zu dem innerkirchlich umstrittenem Thema „Homosexualität“ bezog der Bischof deutlich Position. Er sprach sich erneut für die Segnung gleichgeschlechtlicher Paare aus. Kirchliche Liturgieexperten arbeiteten an einer Ordnung für solche Segnungsgottesdienste. Die Angst, dass der Ehe mit der Segnung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften etwas genommen werde, könne er nicht nachvollziehen: „Meine Ehe wird doch nicht relativiert, nur weil ein gleichgeschlechtliches Paar, das seine Partnerschaft in Verantwortung und Treue führen will, den Segen Gottes zugesprochen bekommt.“ Meister betonte aber auch, dass kein Pastor gegen seine Überzeugung homosexuelle Paare segnen müsse.

In den 20 evangelischen deutschen Landeskirchen sind die Regelungen zur Segnung homosexueller Partnerschaften unterschiedlich. Während in einigen Landeskirchen eigene Segnungsgottesdienste üblich sind, ist andernorts nur eine seelsorgerliche Begleitung des Paares mit Segnung vorgesehen.

epd

Notizen aus der Provinz
vor dem dreifachen Halleluja

bericht_schriftstueck
Zum Mitlesen. Bild: Jens Schule

Seinem traditionellen bischöflichen Halleluja schickte der Landesbischof Notizen aus der Provinz voraus: Er grüßte die neuen leitenden Geistlichen in Leer und Braunschweig. Eine weitere Notiz aus der Provinz kam aus Rom: Es gebe viel Anlass zur Freude über den Bischof in Rom....

Zum Weiterlesen

Wir sind evangelisch