Jetzt geht's los

Tagesthema 30. April 2013

Wohngemeinschaft auf Zeit - und auf ein Ziel hin

Sieben junge Leute haben in der Hamburger Kirchentags-Wohngemeinschaft ihr Freiwilliges Soziales Jahr absolviert. Die 140qm große Wohnung in Hamburgs Hafencity bietet genug Platz für Partys und gesellige Abende mit der großen Kirchentags-Familie. Tagsüber arbeiten die sieben Mitbewohner in der Geschäftsstelle des Kirchentages. Für Sie ist - wie für viele andere Mitarbeitende - am 1. Mai Start des Höhepunktes, auf den sie über Monate zugearbeitet haben. Ein Kamerateam des Evangelischen Kirchenfunks Niedersachsen (ekn) hat sie kurz vor dem Start besucht.

Nina Hagen, Peer Steinbrück und viele andere

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 Das rote Sofa

SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück und Deutschlands „Godmother of Punk“, Nina Hagen, sind Gäste des Hamburger Kirchentages, die auf dem „Roten Sofa“ Platz nehmen. Sie gehören zu den Prominenten des Talk-Sofas der evangelischen Zeitungen. Auch Bundestagsvizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt (Grüne) und Kabarettist und Talkmaster Eckart von Hirschhausen werden dazu erwartet, kündigte der Evangelische Medienverband in Deutschland am Montag an.

Auch kirchenleitende Persönlichkeiten werden über Gott und die Welt reden. Dazu gehören der EKD-Ratsvorsitzende Nikolaus Schneider, der Vorsitzende der Kirchenleitung der Nordkirche, Bischof Gerhard Ulrich, der katholische Hamburger Erzbischof Werner Thissen und Kirchentagspräsident Gerhard Robbers. Eher nachdenklich könnte das Interview mit Samuel Koch stimmen: Der bei der TV-Show „Wetten, dass...?“ im Jahr 2010 schwer verunglückte Schauspielstudent hat seine Erfahrungen in dem Buch „Zwei Leben“ verarbeitet.

Die Bühne mit dem „Roten Sofa“ steht - mitten im Kirchentagsgeschehen – auf dem Vorplatz des Congress Centrum Hamburg (CCH, Marseiller Str. 2, Nähe Bahnhof Dammtor). Vom 2. bis 4. Mai (Donnerstag bis Samstag) zwischen 11 und 18 Uhr nehmen die Gäste auf dem markanten Sitzmöbel Platz. Und nun steht auch fest, wer dort sitzt und interviewt wird.

Zum Programm vom „Roten Sofa“

Kirchentag hat geankert

Hafen, Reeperbahn, Landungsbrücken: Der Kirchentag hat in der Hansestadt geankert. Für fünf Tage ist die freie und Hansestadt Hamburg Gastgeber des größten Protestantentreffens in Europa:

Der evangelische Kirchentag findet seit mehr als 60 Jahren an wechselnden Orten statt. Vom 1. bis 5. Mai ist der 34. Deutsche Evangelische Kirchentag in Hamburg zu Gast. Er steht unter dem biblischen Leitwort „Soviel du brauchst“. In der Hansestadt werden mehr als 100.000 Dauerteilnehmer erwartet. Der nächste Kirchentag ist für 2015 in Stuttgart geplant.

Präsident des Kirchentages ist derzeit der Trierer Rechtswissenschaftler Gerhard Robbers. Der 62-Jährige übernahm das Amt von der Grünen-Politikerin Katrin Göring-Eckardt, die dem Kirchentag in Dresden vor zwei Jahren vorstand.

Gegründet wurde der evangelische Kirchentag 1949 in Hannover. Gemeinsam mit Freunden initiierte der Theologe Reinhold von Thadden-Trieglaff (1891-1976) die von der Amtskirche unabhängige Bewegung. Bis 1964 war er auch ihr Präsident.

Bis 1954 fand der Kirchentag jährlich statt, seit 1957 wird er alle zwei Jahre gefeiert. Mit dem zeitlichen Abstand sollte ein jährlicher Wechsel mit dem Katholikentag ermöglicht werden. In Zusammenarbeit mit dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken gab es 2003 in Berlin erstmals einen Ökumenischen Kirchentag, 2010 folgte der zweite in München.

Von den Deutschen Evangelischen Kirchentagen gingen viele Anregungen und Initiativen aus. 1961 begann in Berlin der Dialog zwischen Juden und Christen, 1965 fand in Köln das evangelisch-katholische Gespräch statt. Auch Diskussionen zur Überwindung der deutschen Teilung sowie zu Friedens- und Umweltthemen nahmen hier ihren Ausgang.

heavenraDIO sendet vom Kirchentag in Hamburg

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HeavenRadio

Reportagen, Interviews und Nachrichten vom Kirchentag – heavenraDIO, das Radiprogramm der evangelischen Privatfunkredaktionen in Deutschland, sendet vom 1. bis 5. Mai 2013 vom Deutschen Evangelischen Kirchentag in Hamburg. Rund um die Uhr präsentiert der Sender in dieser Zeit die Highlights vom Kirchentag.

Das Programm vom Kirchentag auf heavenraDIO wird wie schon in den vergangenen Jahren von den evangelischen Privatfunkredaktionen in Deutschland produziert. Die Reporter sind immer vor Ort, wenn auf dem Kirchentag die Promis zu Besuch sind, wenn auf den Bühnen die großen Konzerte steigen oder wenn Jugendgruppen aus ganz Deutschland sich treffen, diskutieren und feiern.

Die Redaktion von heavenraDIO will damit allen, die nicht in Hamburg
zu Gast sein können, die Gelegenheit geben, mehr vom Kirchentag zu erfahren, als es über andere Radiosender möglich ist. heavenraDIO hat seinen Sendebetrieb zum evangelischen Kirchentag in Köln 2007 aufgenommen und ist seitdem rund um die Uhr im Internet zu empfangen. Das Webradio der aer unterstützt zugleich die Ausbildung von jungen Radiojournalisten, die bei heavenraDIO Erfahrungen sammeln und mit eigenen Themen auf Sendung gehen können.

Die aer ist ein Zusammenschluss von derzeit 15 evangelischen Redaktionen, die den privaten Rundfunksendern in ihrem jeweiligen Gebiet neben kirchlichen Verkündigungsbeiträgen und -sendungen auch aktuelle Beiträge zu sozialen, gesellschaftlichen und kirchlichen Themen zuliefern. Sie decken dabei das gesamte Bundesgebiet zwischen Nordsee und Alpen ab und erreichen wöchentlich bis zu 25 Millionen Hörerinnen und Hörer.

Täglich informiert

Die Kirchentagszeitung, herausgegeben von der Evangelischen Zeitung der Nordkirche, der Evangelischen Zeitung der niedersächsichen Kirchen und der Kirchenzeitung Mecklenburg-Vorpommern: auf dem Kirchentag erscheint sie täglich in einer Auflage von 30.000 Exemplaren - online kann auch mitgelesen werden.

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