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Fasten - aber richtig

Tagesthema 18. Februar 2013

Mut zum Risiko - Evangelische Kirche startet „7 Wochen Ohne“

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Unter dem Motto „Sieben Wochen ohne Vorsicht“ ruft die Evangelische Kirche in diesem Jahr dazu auf, in der Fastenzeit von Aschermittwoch bis Ostern, Mut zu Veränderungen im Leben aufzubringen und Ungewöhnliches zu wagen. Bild: epd-Bild

Die evangelische Kirche hat am Sonntag Invocavit  ihre bundesweite Fastenaktion „7 Wochen Ohne“ eröffnet. Unter dem Motto „Riskier was, Mensch! Sieben Wochen ohne Vorsicht“ ruft sie dazu auf, in der Fastenzeit von Aschermittwoch bis Ostern Mut zu Veränderungen im Leben aufzubringen und Ungewöhnliches zu wagen. „Raus aus der Bequemlichkeit, aus dem sicheren Hafen - hinaus ins, ja, manchmal feindliche Leben“, riet die Münchner Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler im Eröffnungsgottesdienst in Fulda, der live vom ZDF übertragen wurde.

Gewiss sei es richtig, nicht jedes Risiko blindwütig auf sich zu nehmen, sagte Breit-Keßler, die dem Kuratorium der Kampagne vorsteht. Doch allzu oft präge übertriebene Vorsicht das menschliche Handeln und blockiere Veränderungen, führte sie in ihrer Predigt aus: „Es ist ein Risiko, deutlich zu sagen, was man will und was nicht.“ Doch nur so nehme man andere ernst, „ich bleibe ehrlich und stehe zu mir, ich halte an meinen Überzeugungen fest und trete entschlossen für sie ein“.

Dabei könnten die Menschen auf Gott vertrauen. „Ich will mit Gottes Hilfe über das Wasser gehen und nicht klammheimlich nach trittfesten, sicheren Steinen unter der Oberfläche suchen“, sagte Breit-Keßler in der Christuskirche.

„7 Wochen Ohne“ ist die jährliche Fastenaktion der evangelische Kirche. Die Kampagne wurde vor 30 Jahren gegründet. Daran beteiligen sich nach Angaben der Organisatoren inzwischen knapp drei Millionen Menschen, die versuchen, die Fastenzeit bis Ostern bewusst zu erleben und zu gestalten.

Traditionell greifen viele Kirchengemeinden vor Ort das aktuelle Thema von „7 Wochen Ohne“ auf und gründen Fastengruppen. Ein Kalender und Fastenbriefe bieten Anregungen für eine intensive Beschäftigung mit dem jährlich wechselnden Motto.

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Sieben Wochen auf Tee ohne Zucker, Wasser und Saft umsteigen. Bild: epd-Bild

Fastenzeit - Passionszeit

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Passionszeit nennen die Christen die Zeit zwischen Aschermittwoch und Ostern. Sie bedenken in dieser Zeit den Leidensweg Christi bis hin zu seinem Tod am Karfreitag. Synonym dazu wird häufig diese Zeit als Fastenzeit bezeichnet: Fasten als Form, sich diese Zeit bewusst zu machen und sich auf das Auferstehungsfest vorzubereiten. Landesbischof Ralf Meister erläutert die Unterschiede der beiden begrifflichen Zugänge.

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Apfel gegen Süßigkeiten: Rund zwei Millionen Menschen nehmen jedes Jahr an der Fastenaktion der evangelischen Kirche „7 Wochen Ohne“ teil. Bild: epd-Bild

Riskier was, Mensch!
Das Motto der Fastenaktion

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Themenbild aus dem Kalender zur Fastenaktion 2013 der evangelischen Kirche. Das Motto zur diesjährigen Fastenaktion heiflt „Riskier was, Mensch! - 7 Wochen ohne Vorsicht“. Bild: epd-Bild

„Risiko“, erklang es früher, wenn ein Spieler bei „Der große Preis“ auf der Spielwand auf ein Feld gekommen war, wo er die Höhe des Einsatzes selbst bestimmen durfte. „Risikooo“ mit lang gezogenem O. Risikovariante nennt Günther Jauch bei „Wer wird Millionär?“ die Variante mit einem Joker mehr, dafür aber ohne Sicherungsstufe bei 16.000 Euro. Risikobereit stürzen sich in diesen Tagen die weltbesten Skifahrer in Schladming die steilen Hänge der Planai hinunter....

Sieben Wochen ohne Vorsicht - Christof Vetter kommentiert in der „Evangelischen Zeitung“

Zum „Stichwort: Risiko“ in der Evangelischen Zeitung