2013_02_02

Bild: STUBE

Begleitung Studierender aus anderen Kontinenten

Tagesthema 01. Februar 2013

20 Jahre Studienbegleitprogramm für Studierende aus Afrika, Asien und Lateinamerika (STUBE) in Niedersachsen

Mehrere tausend Studierende aus allen Kontinenten haben seit dem Start des Studienbegleitprogramm Niedersachsen Anfang 1993 an den zahlreichen Seminaren und Veranstaltungen teilgenommen. 168 Stipendien für „Berufsvorbereitende Praktika – und Studienaufenthalte im Heimatland“ in über 40 verschiedene Länder wurden vergeben.

Seit STUBE ins Leben gerufen wurde, damals noch mit Sitz in Hildesheim, haben sich sowohl die Studienbedingungen als auch die Wahrnehmung der Bedeutung des Studiums von „BildungsausländerInnen“ in Deutschland verändert. Heute werden qualifizierte junge Fachkräfte aus dem Ausland auch in Deutschland gesucht und umworben. Viele gelten als „Idealzuwanderer“. Ihre Fähigkeiten und Erfahrungen gilt es zu nutzen, auszutauschen und weiter zu entwickeln im Sinne eines beruflichen, politischen und sozialen Engagements - im Heimatland oder auch anderswo. Als „Wegbereiter des Wandels“ können viele Ihre Kompetenzen gezielt einsetzen. Dies veranschaulicht unter anderem auch die in 2011 von KED/STUBE erstellte Wanderausstellung mit Portraits von sieben ausgewählten ehemaligen STUBE-Engagierten.

Seit 2011 bietet STUBE Niedersachsen zusätzlich zu den üblichen Angeboten auch ein MultiplikatorInnenprojekt an, welches interessierte ausländische Studierende als ReferentInnen an Schulen, Gemeinden, Bildungseinrichtungen vermittelt.

Bundesweit elf regionale Studienbegleitprogramme

STUBE ist ein außeruniversitäres bildungspolitisches Programm, das die fachliche Qualifizierung an den Hochschulen durch praxisorientierte und entwicklungsländerbezogene Inhalte ergänzt. Für Studierende aus Afrika, Asien und Lateinamerika (und zu kleinerem Anteil auch aus Europa) bietet STUBE einen Ort des Lernens und der Begegnung. STUBE ist interdisziplinär und international ausgerichtet. Es bietet den Studierenden konzeptionell ein Integrations- und Reintegrationsprogramm, welches sie entwicklungsbezogen informiert, motiviert und in die praktische Entwicklungsarbeit einführt.

Das Programm will mit seinen Angeboten eine wirtschaftliche und ökologisch nachhaltige Entwicklung, mehr soziale Gerechtigkeit sowie die Wahrung des Friedens und die interkulturelle und interreligiöse Verständigung fördern.

In Tagesveranstaltungen, Seminaren, Workshops, Ferienakademien und Exkursionen wird ein breites Spektrum entwicklungspolitischer Themen behandelt, das von Weltwirtschaftsfragen und Ökologie bis hin zu Themen der angepassten Technologie, Entwicklungszielen, Frauenförderung oder der Basisgesundheitsmedizin reicht. Die TeilnehmerInnen sind bunt gemischt was die Herkunft, die Studienfächer und -abschlüsse, die Religionszugehörigkeit und auch das Alter anbelangt. Diese Heterogenität macht die Veranstaltungen zu idealen Orten Globalen Lernens, ermöglicht viele Perspektivwechsel, kontroverse und konstruktive Debatten.

Ziele

  • die fachspezifischen Studieninhalte mit herkunftslandbezogenen und „globalen“ Themen zu ergänzen
  • die oftmals erlebte soziale Isolation an den Hochschulen zu überwinden helfen
  • die Bindungen zum Herkunftsland aufrecht zu erhalten und
  • Gelegenheit und Raum zu bieten, sich mit der persönlichen Zukunftsplanung auseinanderzusetzen.

Fakten

Studienbegleitprogramm Niedersachsen für Studierende aus Afrika, Asien und Lateinamerika - Ein Projekt des Kirchlichen Entwicklungsdienstes (KED) der Ev.-luth. Landeskirchen Hannovers und in Braunschweig. Die Arbeit von STUBE geschieht in Kooperation mit den Evangelischen Hochschulgemeinden (ESG) in Niedersachsen

  • Gründung: Februar 1993
  • Sitz: Hannover
  • Anstellungsträger: Haus Kirchlicher Dienste, Hannover
  • Träger: Ev.-luth. Landeskirchen Hannovers und in Braunschweig - Kirchlicher Entwicklungsdienst (KED)
  • Bundesweite Koordination Evangelisches Werk für Diakonie und Entwicklung e.V., Referat der STUBEn Stipendien; ESG Bundes-Geschäftsstelle, Referat für Intern. Beziehungen und Ökumene

Förderer (2013):

  • Evangelisches Werk für Diakonie und Entwicklung e.V
  • Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers
  • Land Niedersachsen
  • Evangelisch-lutherische Landeskirche in Braunschweig
  • Deutscher Akademischer Austauschdienst (DAAD)
  • Evangelische Hochschulgemeinden in Niedersachsen
  • Diözese Hildesheim