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Bild: Jens Schulze

Buß- und Bettag

Tagesthema 20. November 2012

Bischof Meister: Buß- und Bettag bleibt wichtig

Der Buß- und Bettag hat nach Ansicht des hannoverschen Landesbischofs Ralf Meister seine Bedeutung erhalten, auch wenn er schon länger kein geschützter Feiertag mehr ist. „Er ist, glaube ich, ein unglaublich wichtiger Tag, um über die eigenen Schuldverfehlungen nachzudenken“, sagte der evangelische Bischof in einem Filmbeitrag des Evangelischen Kirchenfunks Niedersachsen (ekn) zu dem Gedenktag an diesem Mittwoch. Die Gottesdienste an diesem Tag seien nach wie vor gut besucht.

Besinnung, kritische Lebensbilanz und Neuorientierung stehen in der evangelischen Kirche am Buß- und Bettag im Mittelpunkt. Der Gedenktag sei wichtiger als zuvor, weil diese Form der Selbstreflektion eine immer geringere Rolle in der Gesellschaft spiele, sagte Meister.

Der Feiertag dient auch dem Nachdenken über gesellschaftliche Irrtümer wie Ausländerfeindlichkeit, Umweltzerstörung und die Ausgrenzung von Armen und Obdachlosen. 1532 im mittelalterlichen Straßburg offiziell eingeführt, wurde der rein protestantische Buß- und Bettag 1995 zur Finanzierung der Pflegeversicherung in allen Bundesländern außer in Sachsen ersatzlos gestrichen.

Stichwort: Buß- und Bettag

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Besinnung, kritische Lebensbilanz und Neuorientierung steht in der evangelischen Kirche am Buß- und Bettag im Mittelpunkt. Begangen wird der Gedenktag am ersten Mittwoch nach dem Volkstrauertag, in diesem Jahr am 21. November. Versagen und Schuld sowie Versäumnisse und Fehlentscheidungen werden vor Gott zur Sprache gebracht. Durch diesen Akt der Befreiung soll zugleich Trost und Hoffnung vermittelt werden.

Der Feiertag dient zudem dem Nachdenken über gesellschaftliche Irrtümer wie Ausländerfeindlichkeit, Umweltzerstörung und die Ausgrenzung von Armen und Obdachlosen. 1532 im mittelalterlichen Straßburg offiziell eingeführt, wurde der rein protestantische Buß- und Bettag 1995 zur Finanzierung der Pflegeversicherung in allen Bundesländern außer in Sachsen ersatzlos gestrichen. Die evangelische Kirche bezeichnet die Abschaffung bis heute als Fehlentscheidung.

Doch auch wenn der Bußtag kein staatlicher Feiertag mehr ist, hat er seinen festen Platz im Kirchenjahr nicht verloren. Viele Gemeinden laden meist am frühen Abend zu Andachten ein, um auch Berufstätigen die Teilnahme zu ermöglichen. Die starke Resonanz auf dieses Angebot belegt, dass er im Leben der Menschen nach wie vor offenbar tief verwurzelt ist.

epd

E-wie-Evangelisch: Buß und Bettag

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