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Bild: Jens Schulze

Besuch bei orthodoxen Christen

Tagesthema 16. November 2012

Ökumene weiter denken

Landesbischof Meister besucht orthodoxes Zentrum in Hannover

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Landesbischof Ralf Meister besucht orthodoxe Kirchen in Hannover. Bild: Jens Schulze

Der hannoversche Landesbischof Ralf Meister hat am Rande eines Antrittsbesuchs bei orthodoxen Kirchenvertretern in Niedersachsen das gute Verhältnis zwischen den Kirchen unterstrichen. Dies sei inzwischen ein selbstverständlicher Teil der Ökumene, die nicht nur auf die Beziehung zwischen katholischen und evangelischen Christen reduziert werden dürfe, sagte der leitende evangelische Theologe am Freitag. Er kam im Orthodoxen Zentrum in Hannover mit Repräsentanten der Griechisch-Orthodoxen, der Rumänischen Orthodoxen, der Russischen Orthodoxen und der Serbischen Orthodoxen Kirche zu einem Gespräch zusammen.

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Landesbischof Ralf Meister besucht die Griechisch-Orthodoxe Kirche Hl. Drei Hierarchien Bild: Jens Schulze

Meister hob besonders die Gebräuche hervor: „Wer einmal eine orthodoxe Osternacht mit der stundenlangen, wunderbaren, dramaturgisch hervorragenden heiligen Feier erlebt hat, wird das nie vergessen."

Zu den verschiedenen Nationalkirchen der orthodoxen Kirchen gehören unter anderen die Griechen, Russen, Serben, Rumänen und Bulgaren. Sie bilden in Deutschland nach Angaben der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Niedersachsen die drittgrößte christliche Gemeinschaft nach Protestanten und Katholiken. Sie unterschieden sich im Wesentlichen durch ihre jeweilige Landessprache und ihre Musiktradition, aber nicht in ihrem Glauben und Ritus. Typisch für die orthodoxen Kirchen sei der Gesang, die Verwendung von Weihrauch und von Kultbildern wie Ikonen.

epd

Die orthodoxen Kirchen in Niedersachsen

„Orthodox“ bedeutet im Griechischen ebenso „wahre Lehre“ wie „wahrer Lobpreis“. Der Gottesdienst ist so Zentrum des kirchlichen Lebens, besonders die „Göttliche Liturgie“ an Sonn- und Feiertagen.

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