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Bild: Jens Schulze/ epd-Bild

Über fünf Millionen Menschen

Tagesthema 14. November 2012
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Die Evangelische Lagerkapelle auf dem Asylgelände in Friedland. Bild Andreas Overdick, Göttingen

Pläne für Museum in Friedland

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Das neue Museum des Grenzdurchgangslagers Friedland bei Göttingen soll im Herbst übernächsten Jahres eröffnen. Bevor Sanierungsarbeiten beginnen, können sich Besucher an diesem Freitag einen Eindruck von dem geplanten Millionenprojekt machen. Bei einem „Tag der offenen Tür“ informieren das Land Niedersachsen und die Gemeinde Friedland über das Museumskonzept in einem historischen Bahnhofsgebäude von 1890 und die Geschichte das Lagers, wie das Innenministerium am Dienstag mitteilte.

Eine Dauerausstellung in dem früheren Bahnhof, ein Museumspfad und bestehende Gebäude wie die Kirche, die Kapelle und eine Gepäckhalle sollen künftig an die historische Bedeutung des Lagers seit 1945 erinnern. Unter dem Motto „Abschied, Ankunft, Neubeginn“ wollen am Freitag unter anderen Sozialverbände, Hilfsorganisationen und Vertriebenen-Verbände ihre Arbeit präsentieren. In einer Feierstunde sprechen Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann (CDU) und der Bürgermeister der Gemeinde Friedland, Andreas Friedrichs.

Das Grenzdurchgangslager Friedland war Anlaufstelle zunächst für Heimatvertriebene und Kriegsheimkehrer. Später kamen Aussiedler, Spätaussiedler und Flüchtlinge aus aller Welt wie die
Bootsflüchtlinge aus Vietnam und Flüchtlinge aus dem Irak. Seit 2011 werden auch Asylsuchende aufgenommen. Internetnutzer könnten sich auf der Seite www.museum-friedland.de über das Museums-Konzept informieren und Video-Interviews mit ehemaligen Kriegsheimkehrern und Spätaussiedlern ansehen.

epd

Zum Programm des Tages der offenen Tür