2012_02_07

 Bild: Werner Krüper

Ein Platz zum Leben und zum Sterben

Tagesthema 16. Oktober 2012

Hospiz - Beim Sterben begleiten

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Pastor Stephan Lorenz

Die Hospiz-Stiftung Niedersachsen hat von der Politik mehr Rückhalt für die Arbeit von Hospizinitiativen verlangt. Vor allem finanzielle Unterstützung sei wichtig, um den Menschen ein würdiges Sterben im Kreis ihrer Angehörigen zu ermöglichen, sagte der Vorstandsvorsitzende und evangelische Pastor Stephan Lorenz in Hildesheim anlässlich des Deutschen Hospiztages, der am Sonntag zum zwölften Mal stattfindet. „Gut 50 Prozent der Menschen sterben relativ einsam nach wie vor in Krankenhäusern.“

Das Zwischenmenschliche komme dabei zu kurz, sagte Lorenz. Angehörige seien mit der Situation überfordert. Ein Abschiednehmen sei nicht möglich. „90 Prozent möchten zu Hause sterben.“ Hospizvereine böten ihnen und ihren Familien Unterstützung. Allein in Niedersachsen engagieren sich Lorenz zufolge fast 13.000 Ehrenamtliche in mehr als 130 Hospizinitiativen. Sie bieten Sterbebegleitung in den eigenen vier Wänden an. Der Landtag hatte Ende September mit großer Mehrheit beschlossen, die Hospizarbeit in Niedersachsen zu stärken.

epd

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Eine Pflegerin hält die Hand eines Patienten. Bild: Werner Krüper

Hospiz Stiftung Niedersachsen

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Die seit 2003 bestehende Hospiz Stiftung Niedersachsen mit Sitz in Hildesheim geht auf eine Initiative der Kirchen zurück. Sie will vor allem Ehrenamtliche in Hospizgruppen und Hospizvereinen fördern. Ihr Schirmherr ist der frühere Bundesinnenminister Rudolf Seiters (CDU). Anlässlich des Deutschen Hospiztages machen bundesweit Initiativen mit Veranstaltungen auf die Situation schwerstkranker und sterbender Menschen und ihrer Angehörigen aufmerksam. Sie wollen das Thema Sterben, Tod und Trauer im gesellschaftlichen Bewusstsein verankern.

epd

Die Hospiz Stiftung Niedersachsen im Internet