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Bild: Das Fahrgastfernsehen. Florian Arp/Martin Bargiel 

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Tagesthema 24. August 2012

Landesbischof Meister verabschiedet Paralympics-Teilnehmer aus Niedersachsen nach London

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Das Motto „Geht nicht – gibt’s nicht“ begleitet Heitmeyer seit nunmehr sechs Jahren. Seit einem Motorradunfall vor 26 Jahren ist sein linker Arm gelähmt. Bild: Das Fahrgastfernsehen. Florian Arp/Martin Bargiel

Bischof Meister will gemeinsamen Medaillenspiegel für Olympische und Paralympische Spiele

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Mit der Nominierung für die Spiele in London geht für Torben Schiewe (TUS Bröckel/Team BEB) ein Lebenstraum in Erfüllung. Bild: Das Fahrgastfernsehen. Florian Arp/Martin Bargiel

Der hannoversche Landesbischof Ralf Meister hat sich für einen gemeinsamen Medaillenspiegel für die Olympischen und Paralympischen Spiele ausgesprochen. „Der endgültige Medaillenspiegel sollte erst dann abgeschlossen werden, wenn auch die Medaillen der Paralympics dazu gezählt werden konnten“, sagte Meister. Mit einem Reisesegen verabschiedete er im Friederikenstift die sechs niedersächsischen Athleten, die an den Paralympics in London vom 29. August bis 9. September teilnehmen werden.

Der evangelische Theologe betonte, dass die Paralympics immer stärker ins öffentliche Bewusstsein rückten. Die Bedeutung dieser Spiele für behinderte Sportler sollte sich deshalb in einem gemeinsamen Medaillenspiegel abbilden. Die Paralympics sind nach Angaben der Veranstalter nach den Olympischen Spielen die zweitgrößte Sportveranstaltung der Welt. In London werden voraussichtlich 4.200 Athleten aus 160 Ländern um 471 Medaillen kämpfen. Darunter seien 150 Sportlerinnen und Sportler aus Deutschland. 16 Nationen nähmen zum ersten Mal teil.

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Mit 23 Jahren ist Lena Weifen die jüngste Sportlerin der niedersächsischen Paralympics- Teilnehmer. Aber sie steht den „alten Hasen“ in nichts nach. Immerhin reitet sie schon seit rund 15 Jahren, trainiert täglich und arbeitet immer daran sich weiter zu verbessern. Bild: Das Fahrgastfernsehen. Florian Arp/Martin Bargiel

Die Paralympischen Sommerspiele würden zum 14. Mal ausgetragen, hieß es. Die Idee gehe auf den deutschen Neurologen Ludwig Guttmann zurück, der im Jahr 1948 für kriegsversehrte britische Soldaten Rollstuhlwettkämpfe in England organisiert habe. Die diesjährigen Paralympics seien zum ersten Mal von Anfang an gemeinsam mit den Olympischen Spielen geplant worden. Insgesamt sollen 503 Wettkämpfe in 20 Sportarten ausgetragen werden.

Für Niedersachsen gehen fünf Männer und eine Frau an den Start: Matthias Alpers vom SSV Tarmstedt (Kreis Rotenburg/Wümme) im Bogenschießen, Frank Heitmeyer von der SSG Wittlage (Kr. Osnabrück) im Sportschießen, Bernd Jeffré und Vico Merklein vom Verein GC Nendorf (Kr. Nienburg) im Handbiking, Torben Schiewe vom TuS Bröckel (Kr. Celle) im Sitzvolleyball und Lena Weifen vom Reitverein RFG Falkenberg (Kr. Cloppenburg) im Dressurreiten.

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Das Motto „Geht nicht – gibt’s nicht“ begleitet Heitmeyer seit sechs Jahren. Seit einem Motorradunfall vor 26 Jahren ist sein linker Arm gelähmt. Bild: Das Fahrgastfernsehen. Florian Arp/Martin Bargiel

Prothese aus Carbon und Metall

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Bärbel Rittmeier arbeitet in der Fußfertigung des weltmarktführenden Orthopädieunternehmens Ottobock in Duderstadt. Rund 1.500 von weltweit 5.000 Beschäftigten arbeiten dort im Hauptsitz des Unternehmens. Bild: epd-bild / Charlotte Morgenthal  

Sprintweltmeister Heinrich Popow ist nah dran am paralympischen Gold. Bis kurz vor dem Start hat er mit Technikern des Orthopädie-Unternehmens Ottobock an seiner Sprintprothese gefeilt. Weltmarktführer Ottobock ist Partner der Paralympics. Lesen sie mehr

Landesbischof Meister verabschiedet Sportler

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Sportler vor der Abreise mit Talisman. Bild: Thomas Paterjey / Evangelische Zeitung

Auch nach Abschluss der Sommerspiele weht der olympische Geist durch London: Ab dem 29. August treten bei den Paralympics noch einmal 4200 Sportler aus 165 Nationen in mehr als 500 sportlichen Wettkämpfen gegeneinander an. In der britischen Hauptstadt sind dann auch sechs Teilnehmer aus Niedersachsen dabei. Sie wurden am Montag offiziell im hannoverschen Diakoniekrankenhaus Friederikenstift verabschiedet

Die Evangelische Zeitung war dabei