2012_07_27_schmal

Olympische Spiele

Tagesthema 26. Juli 2012

Landesbischof Ralf Meister zur Eröffnung der Olympischen Spiele

 

„Ab Freitagabend brennt sie wieder: die olympische Flamme. Die Olympischen Spiele in London werden eröffnet. Sportlerinnen und Sportler aus der ganzen Welt werden sich in den kommenden zwei Wochen in mehr als 300 Wettbewerben messen.

Für alle gilt das olympische Motto: Dabei sein ist alles. Der Sieg bei den olympischen Spielen ist nicht das wichtigste. Für viele ist die Teilnahme an den olympischen Spielen die Erfüllung eines Sportlertraums: Einmal dabei sein.

Dieses Motto hat Pierre de Coubertin geprägt, der Begründer der ersten olympischen Spiele der Neuzeit. Und für ihn war das Dabeisein eine Aufforderung zum friedlichen Kampf. 'Das wichtigste', sagt er, '
'an den olympischen Spielen ist nicht zu gewinnen, sondern, ganz wie im richtigen Leben, sich einzusetzen, zu kämpfen'.

Vollster Einsatz, zähes Training, intensive Vorbereitung. Doch nicht der Sieg mit allen Mitteln, sondern der friedliche Wettstreit ist die Idee von Olympia. Eine Idee, die übrigens seit 2800 Jahren olympische Spiele prägt.

Ich wünsche allen Sportlerinnen und Sportlern, dass sie in ihren Begegnungen prägende Erfahrungen einer weltweiten friedlichen Gemeinschaft machen. Die Idee von Olympia kann ein Signal für das friedliche Miteinander der Menschen auf der ganzen Welt sein. Mögen die Wettkämpfe von Fairness und spannender Konkurrenz geprägt sein.

Rund 10.500 Sportlerinnen und Sportler aus mehr als 200 Ländern werden in London erwartet. Ihnen allen wünsche ich einen friedlichen und guten Verlauf der Wettkämpfe. Und mit allen, die sich von ihrer Leidenschaft und ihrem Einsatz begeistern lassen, hoffe ich, dass der olympische Gedanke ermutigt, Gewalt zu überwinden und das gelingende Miteinander der Völker, Kulturen und Religionen stärkt.“

Landesbischof Ralf Meister, Hannover

Olympischer Friede?

klahr-detlef

Die Olympischen Spiele in der Antike und in der Neuzeit sollen auch Spiele des Friedens sein. Hat das jetzige Treffen der Sportler aus aller Welt in London überhaupt noch Parallelen zum Wettkampf zu Ehren Zeus? Landessuperintendent Detlef Klahr sagt seine Meinung über die Bedrohung des Olympischen Friedens durch Gewalt und Kämpfe.

„Meine Meinung“ von Detelf Klahr in der Evangelischen Zeitung

Mit Gottes Hilfe Niederlagen überwinden

Thomas Weber
Pfarrer Thomas Weber, geistlicher Ansprechpartner für die Sportler, ihre Familien, Trainer und Funktionäre. Bild: Friedrich Stark / epd-Bild

„Olympia-Pfarrer“ Thomas Weber begleitet die deutsche Mannschaft zu den Wettkämpfen in London: Für die Olympischen Spiele in London hat auch Pfarrer Thomas Weber seine Koffer gepackt. Offiziell gehört der Geistliche als „Olympiapfarrer“ zur Mannschaft. die in London im olympischen Dorf lebt. „Als Pfarrer ist man dort aber ein Exot“, erzählt der 52-Jährige aus dem nordrhein-westfälischen Gevelsberg bei Wuppertal.

Mehr über Thomas Weber und seine Mission