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 Bild: Jan Schwensfeger

Blog vom Landesjugendcamp

Vorcamp: Spaß darf bei der Vorbereitung nicht fehlen

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Vorbereitungen. LaJuCamp 2012. Bild Cedric Hesse

Die letzten Vorbereitungen für das Landesjugendcamp werden getroffen: Im Sprengelzelt Hildesheim-Göttingen sind alle am arbeiten. Es muss Papier geschnitten und laminiert, müssen Tüten für die „Future Factory“ zurechtgeschnitten und Sitzgelegenheiten und eine Bar aufgebaut werden. Alle Kirchenkreise arbeiten gemeinsam, damit alles zum Campbeginn fertig ist.

Sina aus dem Kirchenkreis Holzminden-Bodenwerder sprayt die Kulisse für das „besetzte Haus“.

In dem Sprengelzelt Hildesheim-Göttingen werden letzte Sprayarbeiten für die Stadt zum Thema „Gesellschaft und Politik“ vorgenommen. Die Stadt hat verschieden besprühte Kulissen zu unterschiedlichen Bereichen vorbereitet, zum Beispiel einen „Darkroom“, ein Gericht „Fight for your rights“, einen Fair-Traide-Shop, die „Future Factory“ und ein „besetztes Haus“. Die umfangreichen und kreativen Arbeiten für die Kulisse wurden von den Sprayern Sina und Paul aus dem Kirchenkreis Holzminden-Bodenwerder erledigt.

Die Zelte stehen und werden prächtig gefüllt mit verschiedenen Bereichen. Es ist schon ziemlich beeindruckend, was man an zwei Tagen alles schaffen kann!

Natürlich darf aber der Spaß bei der Vorbereitung nicht fehlen, damit die Teamer auch noch genug Motivation für die rund 2100 Teilnehmer haben. Dieses Bild entstand während einer Vorbesprechung im Sprengelzelt Hildesheim-Göttigen. Hier kann man gut sehen, dass die 40 Teamer auch Spaß bei der Arbeit haben.

Cedric Hesse

Die letzten Vorbereitungen – ein Stimmungsbericht aus dem Zelt von Hildesheim-Göttingen

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Test, Test: Teamer des Kirchenkreises Holzminden-Bodenwerder bei der Generalprobe in der "Future Factory". LaJuCamp 2012. Bild Cedric Hesse

Hämmern, Schrauben, Tackern: Heute wurden auf dem Camp-Platz die letzten Vorbereitungen in Anrgriff genommen: In allen Sprengelzelten arbeiteten die Teamer/innen im Akkord, um die Teilnehmer/innen des Landesjugendcamps am Wochenende mit verschieden Attraktionen zu begeistern und mit ihnen über Gott und die Welt zu sprechen.

Inzwischen kann man schon einiges sehen: Im Zelt des Sprengels Hildesheim-Göttingen steht mittlerweile die Marktplatzbühne, die zum „Open Mic“ einladen soll: Jeder, der etwas sagen möchte, kann ans Mikrofon treten, singen oder ein Instrument spielen.

In den Bereichen, die man über den Marktplatz erreichen kann, wird ebenfalls ordentlich gearbeitet, dekoriert und das letzte Gerät angeschlossen. Viele Angebote erhalten den letzten Schliff. Im Bereich des Fair-Trade-Ladens wird es einen Stand zum Thema „Hähnchenmetzger“ geben, den der Kirchenkreis Hildesheim-Saarstedt vorbereitet.

Im Themenhaus „Fight for your rights“ kann man sich in einer Art Spiel des Lebens ausprobieren. Du entscheidest, was aus dir und deiner zukünftigen Familie wird!

Das „besetze Haus“ wird voller guter Laune und Erinnerungen an die Hippiezeit erfüllt sein. Es ist eine gemütliche Sitzecke eingerichtet, dazu gibt es Flower Power und knallig bunte Farben an den Wänden und in der Deko.

Die „Future Factory“ ist voller futuristischer Entdeckungen. Es wird teilweise einige schwierige und sportliche Aufgaben und Parkure zu den unterschiedlichen Themen „Umwelt“, „Internet“, „Glaube“ und „Freizeit“ geben. Außerdem kann man Umweltpate werden, selber Bäume pflanzen, Andachten anhören und etliche Spiele spielen. Auf dem Foto sind die fleißigen Teamer des Kirchenkreises Holzminden-Bodenwerder zu sehen, die eine letzte Generalprobe machen.

In dem Zirkuszelt steht die Bar. Hier kann man ganz günstig gekühlte Getränke und frische Pommes und Bio Currywurst erwerben.

In der „Kurklinik“ ist die Innengestaltung schon fertig gestellt und auch die Cola der Kleinfirma „Fritz“ und „Afri“ ist bereits in einem Erdkühlschrank kalt gestellt. Ganz ohne viel technischen Aufwand kann man hier viel über sich selbst lernen.

Inzwischen trudeln die ersten Teilnehmer/innen ein. Heute Abend geht’s los – die Spannung steigt!

Cedric Hesse

Die Aufregung steigt – Die Ruhe vor der Eröffnung

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Impressionen vom LaJuCamp 2012. Bild Cedric Hesse

Es ist nicht mehr lange bis die Teilnehmer zum Landesjugendcamp ankommen. Die letzten Verschönerungen sind beendet und jetzt wird sich in der Sonne ausgeruht. Im Sprengel Hildesheim-Göttingen steigt die Aufregung. Mittlerweile hört man aus allen Ecken Musik, Gesang oder Ähnliches.

Die Mitarbeiter aus den Sprengel kommen sich näher und gehen, falls möglich, auch mal in die anderen Sprengelzelte. Überall ist was anderes los und man läuft dem einen oder anderen über den Weg – manch einen hat man vielleicht schon einmal gesehen.

Ganz nach dem Zeltnamen des Sprengels Hildesheim-Göttingen wurden natürlich auch Plakate jeder Art erstellt und dekorativ im Zelt eingebracht. Es sind in der Vorbereitung etliche schöne und natürlich selbst gemalte Bilder entstanden, die einen besonderen Eindruck haben und hinterlassen.

Cedric Hesse

Warten auf die Camper

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Endlich kann das Landesjugendcamp 2012 richtig beginnen. Impressionen vom LaJuCamp 2012. Bild Frank Behrens

Auf dem Parkplatz sind alle bereit, der Gepäcktransport und das Begrüßungskomitee warten gespannt auf die Busse. Weit und breit ist aber kein Bus in Sicht. Nur ganz vereinzelt tauchen kleine Grüppchen von Teilnehmenden auf. Einer sagt beiläufig: „Auf der Autobahn staut sich wieder alles! Was für ein Glück, dass wir vorher durchgekommen sind!“

Die Nachricht verbreitet sich schnell bei den Wartenden und sorgt für leichte Enttäuschung, diese legt sich aber schnell, als dann endlich Busse auf den Parkplatz rollen. Unter dem Jubel der Wartenden steigen die Teilnehmer aus und werden begrüßt. „Die Taschen könnt ihr liegen lassen, die werden zu euren Zelten gebracht.“ Noch bevor der Satz beendet ist, greifen die Frauen und Männer der GWS schon zu und haben in Windeseile das Gepäck vom Bus auf einen Anhänger geladen. Ein Trecker fährt es auf den Platz.

Frederik Behrens

Camp mit buntem Programm Fußballjubel, ägyptische Pharaonen und Punkrock: 2100 Jugendliche starten Freitagabend in ein spannendes Wochenende

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Bischof Ralf Meister bei der Eröffnung des Landesjugendcamps. LaJuCamp 2012. Bild Jan Schwensfeger

„Zwei Tage voller Augenblicke liegen vor euch, in denen ihr spürt: Gott schaut euch an“, sagte Lndesbischof Ralf Meister im Eröffnungsgottesdienst. Anspielen und Interviews zum Campthema „Identität“ hatte das Jugendgottesdienstteam aus Northeim vorbereitet. Meister: „Identität lässt sich nicht auf einem Foto festhalten. Sie verändert sich mit der Zeit.“ Er selbst sei zum Beispiel als 16-jähriger schüchtern gewesen. Zudem sei jeder Mensch anders. „Du hörst so viele Geschichten, wie Menschen hier sind“, sagte Meister. Doch es gebe etwas, was alle verbinde: Gott.

Der Vorsitzende der Landesjugendkammer Daniel Becker eröffnet das 14. Landesjugendcamp und wünscht allen ein Wochenende voller Spaß, Neugier und tollen Erlebnissen.

Nach dem Gottesdienst hallte Torjubel über das Camp: Der Sprengel Stade übertrug in seinem Zelt das EM-Spiel. Ebenso gute Stimmung herrschte im Zelt vom Sprengel Osnabrück: Dort entführte Pharaonin Anna die Zuschauer/innen an den Nil. Im Hannover-Zelt rockte derweil Fat Belly. Das Camp startete vielversprechend.

Henrik Günther

Eine Reise in die Stille – Nacht der Lichter auf dem Landesjugendcamp

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Impressionen vom LaJuCamp 2012. Bild Henrik Günther

„Wer einmal in Taizé war, will nie wieder dort weg“, schwärmten die beiden Jugendlichen, die in die Nacht der Lichter einführten.

Die Atmosphäre aus Taizé brachte das Team aus den Sprengel Lüneburg auf das Camp. Zuerst war noch Unruhe in den Reihen. Doch mit dem Singen kam die Ruhe. Gitarre, Flöte, Geige und Trompete untermalten den Gesang. In den Liedpausen wurden Gebete und Texte in deutsch, englisch und französisch gesprochen, so wie es in Taizé gemacht wird.

Draußen wurde gelacht und gefeiert, aber im Zelt, im Licht der Kerzen, ließen sich immer mehr Personen auf die Stille ein.

Nach dem Gottesdienst trieb es viele in die Nacht hinaus, doch nicht ohne ihre Kerze mitzunehmen. Einige blieben, um noch ein wenig zu lauschen, die Ruhe zu genießen oder um weiter zu singen.

Die Nacht der Lichter ist der Wochenabschlussgottesdienst im ökumenischen Kloster in Taizé. Dieser Gottesdienst ist ganz anders als die Gottesdienste, die man so kennt. Es wird kaum gepredigt, sondern vor allem immer wieder gesungen, um so in der Stille sich selbst und Gott begegnen zu können. Das alles konnten die Teilnehmenden durch das Team des Sprengel Lüneburgs auf dem Camp erleben.

Katrin Deutsch

Großgruppenspiele auf der Plaza

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Impressionen vom LaJuCamp 2012. Bild Katrin Deutsch

400 Jugendliche, drei Teamer, ein Ziel: DIE ultimative Herausforderung! Großgruppenspiele, die die Bezeichnung „groß“ wirklich erfüllen. Vier Übungen haben die Teamer der Evangelischen Schülerinnen- und Schülerarbeit den begeisterten Jugendlichen mitgebracht. Dabei galt es, zum Beispiel weiße Papierdeckel aus seinem Feld in andere Felder zu katapultieren. Das Ziel war klar: Die Durchführung sorgte von außen für Erheiterung. Danach versuchten jeweils 200 Teilnehmende, eine Gordische Schnecke zu entwirren. Das Spiel gewann an Eigendynamik, so wurde das “Entschnecken“ zu einem rasend schnellen Wettstreit. Dieser setzte sich in einem Kopf-an-Kopf-Rennen fort, indem diese Teams Papierdeckel mit nur zwei Fingern von A nach B transportieren mussten. Zu guter letzt kamen alle in einen riesigen Sitzkreis zusammen. Diese Aktion sollte den Abschluss bilden. Das wollten viele gar nicht wahrhaben. Aber eins ist sicher: Wiederholung folgt!

Laura Müller, Lars Lukas und Melanie Duda von der Evangelischen Schülerinnen- und Schülerarbeit

„The Black Yard“ macht „Hurricane“ Konkurrenz

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"The Black Yards" sorgten im "KultYouR"-Café für Stimmung. LaJuCamp 2012. Bild Julian Rehn

Das Rock-Festival „Hurricane“ in Scheeßel bekommt Konkurrenz: Freitagabend spielte die Band „The Black Yard“ im „KultYouR“-Cafe. Die Lautdsprecherboxen wackelten, während die Coverband die tobende Stimmung mit bekannten Hits anheizte. Der Liveticker des grandiosen Viertelfinalsiegs der deutschen Mannschaft tat sein Übriges dazu. „Da rockte die Bühne”, sagte Holger aus Hittfeld.

Rüdiger Sawatzki

Am Morgen danach: „Die Campstimmung ist unbeschreiblich“

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Samstagmorgen: Super Stimmung im Camp. LaJuCamp 2012. Bild Jan Schwensfeger

Da ist man drei Tage „unter sich“ – und plötzlich ist das Camp voll und hektisch, aus allen Richtungen hört man Musik und schon am frühen Morgen ist in den Sprengelzelten Action. Ja, der Morgen nach der Anreise der Teilnehmer ist für die Vorcamp-Teamer nicht einfach.

„Auch wenn sich das Wetter des Öfteren ändert, ist die Campstimmung unbeschreiblich“,  sagt eine Teilnehmerin aus dem Sprengel Hildesheim-Göttingen, die sich das Camp ganz anders und vor allem kleiner vorgestellt hat.

Am Abend zuvor herrschte auch im Zelt des Sprengels Hildesheim-Göttingen super Stimmung: Die „OpenMic“-Aktion kam sehr gut an. Alle Menschen konnten sich das Mikrofon schnappen und singen, reden oder sogar mit ihrer kleinen Band auftreten. Heute Abend soll die Aktion noch einmal gestartet werden.

Cedric Hesse

Bibelarbeit des Sprengels Ostfriesland – „Wer bin ich?“

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Impressionen vom LaJuCamp 2012. Bild Cedric Hesse

Mit einer Bibelabeit rund um die Fragen: „Wer bin ich?“ und „Was macht mich aus?“ startete der Sprengel Ostfriesland am Samstagmorgen in den zweiten Camptag. Zahlreiche Teilnehmer waren dazu in das Zirkuszelt gekommen. Dort wartete auf die jungen Gäste eine halbstündige Mischung aus Aktion, Musik und Lesung.

Die Bibelarbeit, passend zum Bibelspruch des Camps, war von den Jugendlichen der Kirchenkreise Rhauderfehn und Norden vorbereitet worden. Zentraler Bestandteil der Aktion war die Gestaltung mehrerer weißer Figuren, die an den Wänden des Zeltes aufgestellt waren. „Ihr seid herzlich eingeladen, den Figuren eine Identität zu geben“, erklärte der Nordener Kirchenkreisjugenddiakon Klaas Grensemann. Ihre Flächen sollten mit Sprüchen, Gedanken, kleinen Bildern und Zitaten gefüllt werden. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Wer die Männchen im Anschluss an die Bibelarbeit näher betrachtete, konnte viele unterschiedliche Identitäten und Profile erahnen.

In mehreren Lesungen berichteten Mitarbeiter ihre Gedanken rund um das Thema „Identität“. Vier Jugendliche in jeweils einem roten, organen, blauen und grünen Ganzkörperanzug verdeutlichten den Input pantomimisch. Die bunten Farben seien eine Anlehnung an den Regenbogen, der als Zeichen eines Neuen Bundes zwischen Gott und den Menschen nach der Sintflut entstand, erklärte Diakon Grensemann. Sie seien aber auch Symbol für Hoffnung und Neuanfang. Die Bibelarbeit war gleichzeitig auch Auftakt für die Kreativ-Workshops rund um das Zirkuszelt.

Lennart Stock

Sich selbst neu kennenlernen

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Impressionen vom LaJuCamp 2012. Bild Cedric Hesse

Nach der Eröffnung gab es zunehmend Andrang in den Sprengelzelten. Im Sprengel Hildesheim-Göttingen waren alle Bereiche gut besucht. Besonders beliebt war die „Oase“, sowie die „Future Factory“ oder das „besetzte Haus“. Bei einigen Angeboten kann man viel Spaß haben und lachen, bei anderen allerdings werden ernste Themen angesprochen, wie beispielsweise Tierschutz. Dort kann man sich Zeit zum Nachdenken nehmen.

In der Kurklinik steht das Thema „Von mir, zu dir, zum wir“ im Vordergrund. Man hat Zeit, über sich selbst nachzudenken und lernt sich in gewisser Weise neu kennen.

Und falls die Teilnehmer mal nichts zu tun haben, schnappen sie sich einen Ball und spielen wild herum. „Hier kann eigentlich gar keine Langeweile aufkommen, jede Stunde kann man etwas Neues entdecken“, berichtet aufgeregt ein Teilnehmer. Er erzählt weiter: „Die ganzen Aktionen im Sprengelzelt sind so umfangreich, ich bin froh, wenn ich heute alles schaffe.“

Das Zelt vom „Global Point“ ist eine Anknüpfung an das Camp vor zwei Jahren. Beim vergangenen Mal gab es ein „Global Village“. Dieses Mal sollte es zumindest einen zentraler internationalen Punkt auf dem Camp geben. Es waren zwei Gäste aus Südafrika anwesend, die während der Bibelarbeit von sich und ihren Erlebnissen berichteten. Hauptthemen in diesem Bereich waren: das Erleben von weltweiter Spiritualität, Fragen nach Gerechtigkeit und Verantwortung in der „einen Welt“ sowie das Kennenlernen von Lebenssituationen in fremden Kulturen.

Außerdem ist im Sprengel Hildesheim-Göttingen weiterhin eine tolle Stimmung – und das Dank der hochmotivierten Teamer. Sie sind ständig dabei zu singen, tanzen oder Minispiele mit den Teilnehmern zu spielen.

Cedric Hasse

Facebook als Indentitätsstifter?

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Impressionen vom LaJuCamp 2012. Bild Jonas Kowoll

Am Sonnabend ließen es sich sechs Mitarbeiter des Kirchenkreises Nienburg (Sprengel Hannover) nicht nehmen, Jugendliche und Betreuer auf kuriose Weise zu unterhalten. Eingekleidet mit T-Shirts des erdachten Social-Networks “fakebook” machten sich die motivierten Jungs auf den Weg, um zu zeigen wie sehr wir doch alle vom Facebook-Wahn befallen sind.

Bewaffnet mit Megafon schrien sich die Jungs die Seele aus dem Leib, indem sie Situationen kommentierten, neue Freunde hinzufügten und Gruppen beitraten – alles ohne Internetverbindung. So kam es zu vielen spannenden Begegnungen, wie beispielsweise das „Teilen“ von Angeboten, die auf dem Landesjugendcamp zu finden waren. Die Aktion verbreitete sich wie ein Lauffeuer durch das Camp und alle wollten Teil der Fakebook-Community werden. Den ganzen Morgen und Teile des Nachmittags nahmen sich die sechs Betreuer Zeit, um ihre Idee in die Tat umzusetzen.

Ihnen ging es aber nicht nur um den Spaß, den sie damit zahlreich verbreiteten, sondern auch, um auf Etwas aufmerksam zu machen. Sie wollten zeigen, dass wir unser Leben schon nach dem Internet und Social-Networking Plattformen ausrichten. So wurde deutlich, dass Facebook oder andere soziale Netzwerke schon Teil unserer Identität geworden ist.

Bei vielen stieß die spaßbringende Idee auf Anklang, was die Initiatoren der Aktion freute.

Phil Rieger

Sprengel Stade bekommt Besuch von seinem Landessuperintendenten Dr. Brandy

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Impressionen vom LaJuCamp 2012. Bild Frederik Behrens

Beim Besuch von Landessuperintendenten Dr. Hans Christian Brandy auf dem Landesjugendcamp geht dieser natürlich als erstes zu seinem Sprengel. Hier unterhält er sich nach einem Fruchtcocktail von der „PowerBar“ angeregt mit Tobias (15) und Julia (14). Sie sind als Mitarbeiter auf dem Camp dabei und haben schon im Vorfeld des Camps an Gestaltung und Programm des Sprengels mitgearbeitet. Während des Camps sind die beiden an der „PowerBar“ fleißig am Fruchtcocktails mixen.
Tobias erzählt: „Ich finde es super, dass hier überall was los ist. Bei uns gibt es jeden Monat einen Jugendgottesdienst mit 20 bis 30 Teilnehmern. Aber so etwas wie hier habe ich noch nie erlebt. Man kann viele tolle Leute kennenlernen und ganz leicht Kontakte knüpfen. Nach meiner Schicht gehe ich wieder los und schaue bei den anderen Zelten vorbei.“

Hier steigt Brandy ein und sagt: „Jugendgottesdienste finde ich toll. Das ist eine Alternative zum klassischen Gottesdienst, besonders auch für Konfirmanden. Früher gab es in Stade ein Sprengeltreffen. Vielleicht können wir so etwas wieder einführen. Das wäre dann zwar kleiner als das Landesjugendcamp, aber dafür kann man die Leute noch besser wahrnehmen.“
Julia: „Aber die Aufteilung hier ist super. Man findet alles ganz einfach. Immer ist was los und für jeden was dabei. Hier kann keiner sagen das es nix für ihn gab.“

Zum Abschluss des Gesprächs bekommt der Landessuperintendent noch eine „PowerBar-Schürze”. „Aber nicht meiner Frau verraten, dass ich jetzt eine Schürze habe. Sonst muss ich zu Hause gleich in die Küche“, sagt Brandy zum Schluss mit einem Augenzwinkern. Und macht sich auf den Weg, auch den Rest des Campgeländes zu erkunden.

Frederik Behrens

Power-Karaoke mit Florian Meister

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Karaoke im LaJuCamp 2012. Bild Matthias Schiefer

Wer geglaubt hatte, dass nach dem Fußballspiel das Zelt des Sprengels Stade leer sein würde, hatte sich getäuscht. Wenige Minuten nach Abpfiff sprang Florian Meister auf die Bühne und brachte das Publikum zum Toben. Bekannt von Schlager-Events und zahlreichen Mallorca-Einsätzen zeigte der Entertainer, dass er auch die LaJuCamp-Teilnehmenden begeistern und den Hallenboden zum Schwingen bringen kann. Spätestens nach dem dritten Karaoke-Stück waren die jugendlichen Besucher nicht mehr zu halten. Nach einem letzten Cocktail an der „Power-Bar“ verließen die letzten Gäste erst gegen 23.30 das Veranstaltungszelt.

Matthias Schiefer

1,2,3 durchs Ü-Welten-Ei

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Die Ü-Ei-Welt vom Küstensprengel Stade. LaJuCamp 2012. Bild Matthias Schiefer  

Wer über die Plaza läuft, kann es nicht übersehen: das Ü-Welten-Zelt des Sprengels Stade.

Kaum kommt man durch das Riesen-Ei, schon steht jede Menge Spaß, Spiel, Spannung und natürlich Sport im Vordergrund. Es gibt farbenfrohe Cocktails und Crepés an der „Power-Bar“, Riesen-Tombola, einen Weltladen, eine Wahrsagerin, unzählige Spiele ab zwei Personen und immer wieder zwischendurch kleine, bunte Überraschungsaktionen. Immer getreu dem Motto des Küsten-Sprengels. Und wenn alle Spiele gespielt, alle Überraschungen mitgenommen und alle Spannung erlebt wurde, dann gibt es an der „Power-Bar“ natürlich auch original Ü-Eier.

Matthias Schiefer

Picknick auf der Plaza: Die Speisung der 2100

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Impressionen vom LaJuCamp 2012. Bild Frederik Behrens

Am Sonnabend um 18 Uhr verwandelte sich die Plaza des Campgeländes in eine riesige Picknickwiese. 2100 Camperinnen und Camper strömten aus allen Richtungen auf die Plaza. Dort wurden sie zunächst musikalisch von „Chris Lass + Excited“ verwöhnt und vor dem Essen noch mal richtig angeheizt. Larissa und Christoph (beide Mitglieder der Landesjugendkammer) und Landesjugendpastorin Cornelia Dassler eröffneten dann das Essen mit einem gemeinsamen Gebet und einem 2100-stimmigen „Vater Unser“. Auf der gesamten Picknickwiese hörte man die vielfältigen Wünsche eines guten Appetits und kurz darauf vor allem das genüssliche Kauen der vielen Hungrigen. Nachdem die Mägen gefüllt waren, spielte – sozusagen als Nachtisch – ein weiteres Mal „Chris Lass + Excited“ auf und verwöhnte die Ohren der gesättigten und zufriedenen Camperinnen und Camper.

Frederik Behrens

Unterwegs mit den „Ich-Bin-Männchen“

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Impressionen vom LaJuCamp 2012. Bild Lennart Stock

Sie sind die Farbtupfer beim Camp und schon von Weiten zu sehen: Die vier „Ich-Bin-Männchen“. Gekleidet in roten, grünen, blauen und orangen Ganzkörper-Anzügen, streifen sie am Sonnabend über das Campgelände und sorgen mit ihrem Auftreten für Aufsehen. Immer wieder kamen Sie mit einigen Teilnehmern ins Gespräch. Andere Teilnehmende ließen sich zusammen mit den Männchen spontan auf einem Foto ablichten. Was bei manchen gut ankam, sorgte bei Anderen dagegen eher für Respekt und Schrecken.

Der Clou: Die Identität der Personen, die sich unter den Ganzkörper-Anzügen versteckten, blieb verborgen. Weder Gesicht, noch Hände oder Füße waren zu sehen. Nur schemenhaft bildeten sich Körperumrisse unter den Anzügen ab. Eine Ungewissheit, die manchen Camp-Besucher lieber das Weite suchen ließ, bevor die Gestalten zu Nahe kamen. Doch so viel ist bekannt: Unter dem dünnen Stoff verbargen sich vier Jugendliche aus dem Kirchenkreis Norden (Ostfriesland), die mit dieser Aktion auf das Kreativangebot des Sprengels Ostfriesland aufmerksam machen wollten.

Lennart Stock

Geländespiel auf der Plaza

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Impressionen vom LaJuCamp 2012. Bild Jonas Kowoll

Am Sonnabendnachmittag fanden sich rund 90 Jugendliche zu einem spontan von Merlin L. (Sprengel Hannover) ausgerufenen Geländespiel auf der Plaza zusammen. Dass es dabei nicht gerade sanft zur Sache gehen würde, wurde allen Beteiligten beim Erklären der Regeln klar.

Es wurde „American Eagle – British Bulldog“ gespielt. Dabei stehen sich zwei Gruppen von Personen gegenüber, wobei eine Gruppe versucht, die Grenze des anderen Teams zu überqueren. Das gegenüberstehende Team muss versuchen, seine Widersacher hochzuheben, so dass kein Körperteil mehr den Boden berührt. Jeder „gefangene“ Spieler muss sich der Fängergruppe anschließen.

Beim Fangen durfte mit allen Mitteln vorgegangen werden: So musste man damit rechnen, dass man mit Blessuren aufs Zelt gehen würde. Aber für den Spaß, den alle Beteiligten dabei hatten, nahm man das gern in Kauf.

Alles in allem war das Spiel sehr erfolgreich, und sowohl Zuschauer als auch Spieler fühlten sich bestens unterhalten, weshalb es nach Spielende hieß: Noch eine Runde!

Phil Rieger

Coverband „Insane“ bringt Zelt zum Beben

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Impressionen vom LaJuCamp 2012. Bild Frederik Behrens

Wer auf dem Camp Musik hören möchte, der ist im Sprengelzelt Hannover genau richtig. Eines der Highlights war zweifellos die talentierete Coverband „Insane“ um Frontmann Roger Reichert aus Hannover. Reichert und seine Jungs traten am Samstagabend auf und sorgten für eine unvergessliche Stimmung. Mit Songs wie „Let Me Entertain You“ von Robbie Williams, „Seven Nation Army“ von White Stripes oder Lynyrd Skynyrds Megahit „Sweet Home Alabama“ brachten sie die Stimmung zum Kochen.

Die Fünf-Mann-Band war von der Stimmung überwältigt und folgte natürlich dem Wunsch einer Zugabe. Mit dem Song „Narcotic“ von Liquido fing die Menge an zu springen, sodass das Zelt anfing zu beben.

Die jungen Musiker durften den Abend als großen Erfolg verbuchen, besonders weil das Publikum bei jedem Lied vollen Einsatz zeigte. Das Interesse an der Band war geweckt und die Homepage „www.insane-live.de“ wurde sofort angeklickt.

Phil Rieger

Brannte nicht unser Herz?

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Impressionen vom LaJuCamp 2012. Bild Katja Müller

„Mitten in der Nacht machen wir eine Pause und besinnen uns auf Gott“ – mit diesen Worten eröffnete Landesjugendpastorin Cornelia Dassler am Samstag einen besonderen Abendmahlsgottesdienst – der fand in diesem Jahr erstmals in der Nacht statt. Im Mittelpunkt des Gottesdienstes stand die Geschichte der Emmaus-Jünger. Sie wurde von Mitgliedern der Evangelischen Jugend Celle inszeniert.

„Lasst uns brennenden Herzens dafür einstehen, dass die Welt ein Ort des Friedens wird“, sagte Dassler. Wie in der Bibelgeschichte feierten anschließend auch die Camp-Teilnehmer gemeinsam Abendmahl.

Zum Abschluss des Gottesdienstes erwartete sie eine Überraschung: Patricia Harlos und Hans Siemers-Ziegler entzündeten in einem aus Kerzen gelegten Kreuz auf der Weltkugel – dem Emblem der Evangelischen Jugend – ein brennendes Herz. Ob die Jünger Jesu damals, als sie die Metapher gebrauchten, wohl auch an Pyrotechnik gedacht haben?

Henrik Günther

Das Ameisenprinzip oder: Evangelische Jugend ist echt stark

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Impressionen vom LaJuCamp 2012. Bild Katja Müller 

„Wir können viel von den Ameisen lernen“,  meint Landesjugendpastorin Cornelia Dassler zum Abschlussgottesdienstes des 14. Landesjugendcamps. „Die können nämlich mehr, als man ihnen auf den ersten Blick zutraut.“ Und sie erklärte das Ameisenprinzip: Ein großes Problem in seine Einzelteile zerlegen, dann lässt es sich besser bewältigen – und überhaupt: Gemeinsam geht es besser. Wie bei den Ameisen. Zweitens beraucht es die anderen, die mithelfen. Um eine große Aufgabe mit Hilfe anderer zu bewältigen, sei die Überzeugung wichtig: „Du bist einmalig. Und Du bist wichtig.“ Gemeinsam erst sind die kleinen Ameisen stark. „So wie ihr jetzt, die ihr da im Regen steht: Die Evangelische Jugend ist echt stark“,  ruft sie in die Menge, die – trotz Dauerregens – vor der Bühne tapfer aushält.

Regenschirme, zu Regencapes umfunktionierte Mülltüten, Zeltplanen: Das war das Bild auf 2100 junge Menschen, die nach drei Tagen ihren Abschlussgottesdienst des Camps bei strömendem Regen feierten. Für Sonne in den Herzen und Partystimmung vor der Bühne sorgte die Band „Beautiful one“ aus Osnabrück. Außerdem gestalteten fünf Ameisen den Gottesdienst mit.

Und die Jugendlichen zeigten, dass sie in den drei Tagen zu einer tollen Gemeinschaft gewachsen waren: Sie halfen, dass Ameise Toni auf der Bühne den Gottesdienst mitfeiern konnte. Und es auch ein Kreuz gab. Aus den hintersten Reihen des Publikums reichten sie erst die Teile des Gottesdienstkreuzes von Hand zu Hand. Später trugen diese Hände Stück für Stück die kleine Ameise behutsam durch die Menschenreihen auf die Bühne, begleitet von Fansgesängen: „Wir wollen Toni sehen, wir wollen Toni sehen!“ Das Ameisenprinzip ist stark. Die Evangelische Jugend ist es auch.

Katja Müller

GWS – ins Bild gerückt

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Impressionen vom LaJuCamp 2012. Katja Müller 

Jeden Tag waren sie von früh morgens bis tief in die Nacht auf den Beinen und das zum Teil schon seit Montag. Die 35 Frauen und Männer im Alter zwischen 16 und 70 Jahren von GWS. GWS das steht für Gas, Wasser, Service und beschreibt bestenfalls einen kleinen Teil ihrer Arbeit hier auf dem Camp. Unermüdlich stehen sie mit helfender Hand zur Seite. Egal ob ein Kabel vergraben, die Dixis kontrolliert, die Beleuchtung aufgehängt, das Gepäck transportiert, Papphocker aufgebaut, die Fahnen aufgestellt werden, das Essen und die Getränke auf den Platz müssen oder wir vom Blog noch einen Monitor brauchen. Sie transportieren, organisieren und reparieren fast alles und das zuverlässig, schnell und mit schier unermüdlicher Geduld und Freude.
Für all diese Arbeit wollen wir hier für den unermüdlichen Einsatz der GWS unseren Dank zum Ausdruck bringen. Ganz herzlichen Dank für all eure Arbeit!
Und zum Schluss wollen wir noch zwei dieser unermüdlichen Helfer selbst in einem Interview zu Wort kommen lassen
Dem Interview stellten sich Ruben Vollkommer (RV) und Ruben Rohrkaste (RR). Beide kommen aus dem Kirchenkreis Ronnenberg.

Seit wann seid ihr auf dem Camp?
RR: Ich bin seit Freitag da.
RV: Und ich bin seit Mittwoch hier.

Was waren eure Aufgaben?
Beide: Wir waren für die Wasser-, Getränke und Lebensmittelversorgung mit zuständig. Außerdem haben wir die Dixi-Klos kontrolliert und dafür gesorgt, dass sie „begehbar“ waren. Dann gab es noch Mülltransporte zu erledigen und dass die Elektrik funktionierte. Und generell bei allem Auf- und Abbau waren wir dabei.
Wir sind halt die unsichtbaren Männer und Frauen im Hintergrund, die gern bejubelt werden.

Was war eure Motivation beim GWS-Team mitzumachen?
RV: Vor zwei Jahren auf dem Camp war mir klar, beim nächsten Mal will nicht nur dabei sein, sondern mithelfen und Verantwortung übernehmen. Außerdem wollte ich sehen, wie alles im Hintergrund läuft und entsteht.
RR: Vor vier Jahren bin ich zum ersten Mal als Teilnehmer auf das Camp gekommen und schon beim letzten Mal, vor zwei Jahren, war ich im GWS-Team dabei. Ich habe zwar bei der Vorbereitung im Sprengel Hannover schon mitgeholfen, aber für mich war klar, auf dem Camp wollte ich wieder beim GWS-Team dabei sein. Es ist zwar viel Arbeit, aber es macht auch echt viel Spaß.

Was war euer schönstes Erlebnis auf dem Camp?
RV: Da gibt es viele. Eigentlich war alles super. Und ich habe neue Leute aus Ostfriesland durch das GWS-Team kennengelernt.
RR: Die Gesamtstimmung war super. Aber wenn Teilnehmer dann zu einem kommen, und zuerst gar nicht wissen, was wir hier so machen, und dann, nachdem wir ihnen das erzählt haben, sagen: Schön, dass wir euch haben! Das ist dann toll, wenn man so eine Rückmeldung bekommt.

Wenn es in zwei Jahren wieder ein Camp geben sollte, wäret ihr wieder beim GWS-Team dabei?
RV: Da gibt es keine Zweifel – auf jeden Fall!
RR: Auf jeden Fall! Wenn der Termin raus ist, wird sofort Urlaub eingereicht.

Habt ihr eine Botschaft für die Teilnehmer?
Beide: Habt Spaß! Bleibt wie ihr seid! Nehmt viel mit! Aber das nächste Mal bitte den Müll sorgfältiger trennen!

Frederik Behrens, das Interview führte: Katrin Deutsch