2012_06_14_fussball

Bild: Jens Schulze

Nach der Debatte: Spiel

Tagesthema 13. Juni 2012

Das 2:1 bei der Euro 2012 gefeiert

Kurz vor 20:45 Uhr am 13. Juni wurden die synodalen Beratungen beendet: Auch Synodale sind begeistert, wenn die Mannschaft von Joachim Löw spielt. Spannend an diesem Abend war das Spiel allemal, ging es doch gegen den direkten Nachbarn: Niederlande. Aus dem Plenumssaal im Henriettenstift wurde ein „non-public-viewing“ für Synodale. Und Lukas Schienke und Tobias Glawion vom Evangelischen Kirchenfunk Niedersachsen (ekn) waren mit der Kamera dabei.

Vor dem Vergnügen: Synodale Arbeit

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Abstimmung über den Antrag zur Zukunft der Konföderation.   Bild: Jens Schulze

Nicht um gemeinsam Fußball zu gucken und die deutsche Nationalmannschaft zu unterstützen, sind die etwa 70 Synodalen aus der hannoverschen Landeskirche nach Hannover gekommen. Im Vordergrund stehen natürlich die Beratungen in der Landessynode über aktuelle und wichtige Thenen: Herausragender Beratungsgegenstand am Spieltag der Gruppe B bei der EURO 2012 war die Frage nach der Konföderation und ihrer Zukunft.

Bericht über die Debatte zur Zukunft der Konföderation

Aus dem Bericht des Landesbischofs:
Bischof Meister: „Kirchen sind mutigste Hoffnungsträger im Land“

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Landesbischof Ralf Meister

 

Schrumpfende Bevölkerungszahlen werden die Kirchen nach Ansicht des hannoverschen Landesbischofs Ralf Meister in den nächsten Jahrzehnten vor große Herausforderungen stellen. Bis 2060 sollen in Niedersachsen einer Studie des Landes zufolge mit 6,18 Millionen Einwohnern rund 1,7 Millionen Menschen weniger leben als heute. „Wir stehen vor einem radikalen Wandel“, sagte Meister am Donnerstag vor der in Hannover tagenden Synode der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers. Er sei dennoch überzeugt, dass die Kirchen „die mutigsten Hoffnungsträger“ im Land blieben.

Die Kirchen seien stärker als andere Gruppen und Verbände in der Region verwurzelt: „Es gibt keine andere Einrichtung in diesem Land, die in freier Trägerschaft so nah bei den Menschen ist und ein so profundes historisches Wissen hat wie die Kirche.“ Die Kirche werde in Zukunft mobiler werden, betonte der Bischof. „Es wird eine Kirche 'bei Gelegenheit' sein, die nicht fortdauernd jedem Gläubigen an der Seite sein wird und die doch an den entscheidenden Lebens- und Wegabschnitten präsent ist.“

Voraussichtlich seien künftig nicht mehr Tausende von kirchlichen Gebäuden nötig, unterstrich Meister: „Aber wir brauchen vermutlich nur einige hundert, von denen wir die Gewissheit haben, dass sie noch Jahrzehnte oder Jahrhunderte von christlichen Glauben erzählen.“ Dazu gehörten für ihn auch die christlichen Schulen.

epd