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Bild: Lukow / photocase.com

Integriert lernen und leben

Tagesthema 07. Februar 2012

Herausforderungen an evangelische Schulen, Religionsunterricht und Inklusion - die Synode hat beraten

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Rolf Bade (Hannover)

„Im kirchlichen Bildungshandeln ist es besser, etwas zu unternehmen als zu unterlassen“ sagte der Vorsitzende des Bildungsausschusses des Landessynode Rolf Bade vor der Landessynode am Ende seines Zwischenberichtes. Angesprochen wurde auch die Fragen integrierter Schulen: Menschen mit unterschiedlichen Begabungen sollen miteinander lernen können. So beschloss die Synode, evangelische Bildungsarbeit in vielen Bereichen weiter auszubauen. Bade skizzierte für evangelische Schulen, Religionsunterricht und Inklusion eine Reihe von Herausforderungen.

Zum Bericht über die Debatte in der Synode

Eröffnung des Philipp Melanchthon Gymnasiums Meine am 15. Februar

Das Philipp Melanchthon Gymnasium in Meine wird am Mittwoch, dem 15. Februar 2012 mit einem Gottesdienst und anschließender Einweihung sowie Präsentation der Schule eröffnet. In dem Gottesdienst um 12 Uhr in der St. Stephani-Kirche Meine predigt Landesbischof Ralf Meister.

Das evangelische Gymnasium in Meine ist die vierte Schule, die seit 2007 in Trägerschaft der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers neu gegründet wurde. Am 10.7.2008 wurde der Schulübernahmevertrag zwischen dem Landkreis Gifhorn, vertreten durch Landrätin Marion Lau, und der Landeskirche, vertreten durch den Präsidenten des Landeskirchenamtes, Burkhard Guntau, unterzeichnet. Im August 2011 hat der Schulbetrieb mit 170 Schülerinnen und Schülern der fünften und sechsten Jahrgangsstufe begonnen. Derzeit sind 20 Lehrkräfte an der Schule tätig. Schulleiter ist Oberstudiendirektor Stephan Oelker.

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Evangelische Schulen - ein besonderes Angebot

Kinder rennen aus ihrer Schule
Bild: Jens Schulze

Mit evangelischen Schulen bzw. Schulen in diakonischer Trägerschaft macht Kirche Schule. Wir verstehen evangelische Schulen als Modellschulen, die die pädagogischen Freiheiten, die ihnen als Schulen in freier Trägerschaft eingeräumt sind, nutzen, um nach neuen Wegen pädagogischer Verantwortung und schulischer Bildung zu suchen und diese neuen Wege dann in den gesamtgesellschaftlichen Dialog um Bildung einzubringen.

Kirche macht Schule, um zu zeigen, dass die religiöse Bildung ein wesentlicher Bestandteil aller Bildung ist. Die Frage nach dem Sinn des Lebens, einer umfassenden Daseins- und Handlungsorientierung ist für das Gelingen menschlicher Identitätsentwicklung notwendig.

Aus dem christlichen Glauben heraus bieten evangelische Schulen eine solche Sinngebung und umfassende Daseins- und Handlungsorientierung gerade in den Herausforderungen der gegenwärtigen Situation an und wollen insbesondere ein ethisches Handeln fördern und dazu ermutigen.

Kirche macht Schule, weil nur ein Glaube, der über sich selbst nachdenkt, sprachfähig ist und weitergegeben werden kann, z.B. gerade in den evangelischen Schulen oder Kindertagesstätten.

Kirche will gute Schule machen und begibt sich mit ihren Modellschulen auf die Suche nach neuen, kreativen Ideen und praktischen Lösungen. Damit leistet sie einen ihrer Beiträge zur Weiterentwicklung und Bereicherung der Schullandschaft in Niedersachsen.

Oberlandeskirchenrätin Dr. Kerstin Gäfgen-Track zum Tag der Evangelischen Schulen in Niedersachsen