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Die 10 Gebote

Tagesthema 27. Januar 2012

Seit Urzeiten des Judentums und der christlichen Kirchen bilden die 10 Gebote so etwas wie den „Schlüssel“ zu einer gelungenen Lebensgestaltung. Generationen von jungen Christinnen und Christen haben sie im kirchlichen Unterricht auswendig gelernt, und zwar in der Form, die der Reformator Martin Luther im Kleinen Katechismus, seiner Erklärung des christlichen Glaubens für Familien, formuliert hat.

In der Bibel sind sie im 2. Buch Mose (Kapitel 20) und im 5. Buch Mose  (Kapitel 5) zu finden.

Die 10 Gebote in der Bibel

Die Zehn Gebote mit Erklärungen (nach M. Luther)

DAS ERSTE GEBOT
Ich bin der Herr, dein Gott.
Du sollst nicht andere Götter haben neben mir.

Was ist das?
Wir sollen Gott über alle Dinge fürchten, lieben und vertrauen.

DAS ZWEITE GEBOT
Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht unnütz gebrauchen; denn der Herr wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen mißbraucht.
Was ist das?
Wir sollen Gott fürchten und lieben, daß wir bei seinem Namen nicht fluchen, schwören, zaubern, lügen oder trügen, sondern ihn in allen Nöten anrufen, beten, loben und danken.

DAS DRITTE GEBOT
Du sollst den Feiertag heiligen.
Was ist das?
Wir sollen Gott fürchten und lieben, daß wir die Predigt und sein Wort nicht verachten, sondem es heilig halten, gerne hören und lernen.

DAS VIERTE GEBOT
Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, auf daß dir's wohlgehe und du lange lebest auf Erden.
Was ist das?
Wir sollen Gott fürchten und lieben, daß wir unsere Eltern und Herren nicht verachten noch erzürnen, sondern sie in Ehren halten, ihnen dienen, gehorchen, sie lieb und wert haben.

DAS FÜNFTE GEBOT
Du sollst nicht töten.
Was ist das?
Wir sollen Gott fürchten und lieben, daß wir unserm Nächsten an seinem Leibe keinen Schaden noch Leid tun, sondern ihm helfen und beistehen in allen Nöten.

DAS SECHSTE GEBOT
Du sollst nicht ehebrechen.
Was ist das?
Wir sollen Gott fürchten und lieben, daß wir keusch und zuchtvoll leben in Worten und Werken und in der Ehe einander lieben und ehren.

DAS SIEBENTE GEBOT
Du sollst nicht stehlen.
Was ist das?
Wir sollen Gott fürchten und lieben, daß wir unsers Nächsten Geld oder Gut nicht nehmen noch mit falscher Ware oder Handel an uns bringen, sondern ihm sein Gut und Nahrung helfen bessern und behüten.

DAS ACHTE GEBOT
Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten.
Was ist das?
Wir sollen Gott fürchten und lieben, daß wir unsern Nächsten nicht belügen, verraten, verleumden oder seinen Ruf verderben, sondern sollen ihn entschuldigen, Gutes von ihm reden und alles zum besten kehren.

DAS NEUNTE GEBOT
Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus.
Was ist das?
Wir sollen Gott fürchten und lieben, daß wir unserm Nächsten nicht mit List nach seinem Erbe oder Hause trachten und mit einem Schein des Rechts an uns bringen, sondern ihm dasselbe zu behalten förderlich und dienlich sein.

DAS ZEHNTE GEBOT
Du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib, Knecht, Magd, Vieh noch alles, was sein ist.
Was ist das?
Wir sollen Gott fürchten und lieben, daß wir unserm Nächsten nicht seine Frau, Gehilfen oder Vieh ausspannen, abwerben oder abspenstig machen, sondern dieselben anhalten, daß sie bleiben und tun, was sie schuldig sind.

WAS SAGT NUN GOTT ZU DIESEN GEBOTEN ALLEN?
Er sagt so: Ich der Herr, dein Gott, bin ein eifernder Gott. der an denen, die mich hassen, die Sünde der Väter heimsucht bis zu den Kindern im dritten und vierten Glied; aber denen, die mich lieben und meine Gebote halten, tue ich wohl bis in tausend Glied.
Was ist das?
Gott droht zu strafen alle, die diese Gebote übertreten; darum sollen wir uns fürchten vor seinem Zorn und nicht gegen seine Gebote handeln. Er verheißt aber Gnade und alles Gute allen, die diese Gebote halten; darum sollen wir ihn auch lieben und vertrauen und gerne tun nach seinen Geboten
 

Die Passende App zum Musical

2012_01_28

„Ich bin der Herr, dein Gott...“ - so beginnt eine der ältesten Regelwerke der Welt: Zehn Freiheiten werden ausgesprochen, wie das Zusammenleben mit Gott und unter den Menschen geregelt werden kann. „Wer sich an die Zehn Gebote hält,“ kommt durchs Leben, ist die Überzeugung vieler. Der Reformator Martin Luther hat in seinem „Kleinen Katechismus“ erläutert, wie die Zehn Gebote zu verstehen sind. Und der Evangelische Kirchenfunk Niedersachsen hat zusammen mit der Internetarbeit des Evangelischen MedienServicezentrums der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers daraus ein App gemacht: An jedem Ort und in jeder Situation ist zu hören: „Du sollst nicht...“.

Der Link für alle Smartphones...

Die Zehn Gebote

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Woher kommen sie? Was bedeuten sie? Ein Video zum Thema.

E-wie-evangelisch

Eine kurze Darstellung der Bedeutung der 10 Gebote für die heutige Zeit

Zehn Gebote

Das Pop-Oratorium
„Die 10 Gebote“

In mehreren großen Städten Deutschlands wird zum Jahr der Kirchenmusik ein aufregendes Musical-Projekt vorbereitet. Zu den entsprechenden Seiten kommen Sie hier.

Pop-Oratorium aus 3.000 Kehlen