2011_12_30

 Bild: Jens Schulze

Brot statt Böller

Tagesthema 30. Dezember 2011

Hoffnung schenken zum Jahreswchsel

Zum Jahreswechsel ruft das evangelische Hilfswerk „Brot für die Welt“ wieder unter dem Motto „Brot statt Böller“ zu Spenden auf. Jedes Jahr schicken die Deutschen an Silvester Feuerwerk im Wert von rund 110 Millionen Euro in den nächtlichen Himmel. „Wir wollen niemandem den Spaß verderben. Die Menschen sollen das neue Jahr freudig begrüßen. Wenn sie nur einen Teil ihrer Ausgaben für Feuerwerk spenden, können auch die Menschen in den ärmeren Teilen der Welt mit Hoffnung in die Zukunft blicken“, betont die Direktorin von „Brot für die Welt“, Pfarrerin Cornelia Füllkrug-Weitzel.

Die Aktion „Brot statt Böller“ feiert in diesem Jahr 30-jähriges Jubiläum: 1981 sammelte die evangelische Kirchengemeinde Bargteheide (Schleswig-Holstein) zum ersten Mal unter diesem Motto Spenden für „Brot für die Welt“.

Wer mag, kann seine Spende ganz einfach per SMS überweisen: Eine SMS mit dem Stichwort ‚Brot‘ an die 81190 schicken und 5 Euro werden mit der nächsten Rechnung vom jeweiligen Mobilanbieter abgebucht und an „Brot für die Welt“ überwiesen.

Für alle, die auf ihr persönliches Feuerwerk nicht verzichten möchten, bietet ein IT-Dienstleister aus Bad Rappenau für „Brot für die Welt“ wieder ein virtuelles Taschenfeuerwerk an. Das Unternehmen hat es kostenlos für das Hilfswerk entwickelt. Gedacht ist die Software für iPhone-, iPod- und iPad-Besitzer. Sie können das Programm auf ihr Gerät laden und dann Bild und Ton starten - umweltschonend und witterungsunabhängig.

Das Taschenfeuerwerk samt Fotogalerie mit „Brot für die Welt“-Motiven gibt es im „AppStore“ von Apple als Download. Der Preis beträgt 1,59 Euro. Den Erlös spendet das Unternehmen vollständig an „Brot für die Welt“.

„Brot für die Welt“ wurde 1959 gegründet. Jedes Jahr unterstützt das evangelische Hilfswerk etwa 1.000 Projekte in Afrika, Asien, Lateinamerika und Osteuropa. Im Zentrum stehen die Bekämpfung des Hungers und die Wahrung der Menschenrechte.

Spendenkonto: Konto-Nr.: 500 500 500, Postbank Köln, BLZ 370 100 50
Stichwort „Brot statt Böller“

Zur Aktion „Brot statt Böller“

Brot für die Welt

Logo Brot für die Welt
Logo Brot für die Welt

Für ein Leben in Würde – „Das Tägliche Brot der Armen ist christliche Verpflichtung und entwicklungspolitische Zielsetzung zugleich. Denn Jesus sagt: 'Was ihr getan habt einem unter diesen Geringsten, das habt ihr mir getan.' (Matthäus 25, 40)“.

Der Name von „Brot für die Welt“ ist Programm. Die kirchliche Aktion setzt sich für die Menschen ein, die in Not und Elend leben. Der Begriff „Brot“ steht dabei nicht nur für die Versorgung mit Nahrung. Martin Luther legt die Bitte nach dem „täglich Brot“ im Vaterunser so aus: Brot ist alles, „was Not tut für Leib und Leben – wie Essen, Trinken, Kleider, Schuh, Haus, Hof, Acker, Vieh, Geld und Gut.“ Das „täglich Brot“ steht für alles Lebensnotwendige, über das alle Menschen in der Welt verfügen sollten.

Aktion „Brot für die Welt“

Neujahr und Silvester

Papst Silvester
Im Mittelalter wechselte die Kirche den Neujahrsbeginn mehrmals, bis Papst Innozenz XII. im Jahr 1691 den letzten Tag des Jahres endgültig festlegte und nach Papst Silvester I. benannte. Darstellung aus dem Stephansdom in Wien. Bild: Walter G. Allgöwer / epd -Bild

Der letzte Tag des Jahres verdankt seinen Namen Papst Silvester I. Der Bischof von Rom starb am 31. Dezember 335. Als er später heiliggesprochen wurde, erhielt sein Todestag seinen Namen. Der 1. Januar war schon zuvor im Zuge der Kalenderreform Julius Caesars im Jahr 45/46 vor Christus als Jahresbeginn festgelegt worden. Das Kirchenjahr beginnt zwar bereits am 1. Advent, aber auch die christlichen Kirchen begehen den Jahreswechsel mit Gottesdiensten sowohl am Altjahresabend wie auch am Neujahrstag. Der Jahreswechsel war schon früh von Riten und Volksbräuchen begleitet. So sollten etwa böse Geister des alten Jahres durch Lärm vertrieben werden. Im Blick auf das neue Jahr wurde die Zukunft gedeutet. Beide Traditionen leben fort in Feuerwerken, Horoskopen und Bleigießen. Der „gute Rutsch“ als Silvestergruß geht auf das hebräische Wort „rosh“ zurück, was „Kopf“ oder „Anfang“ bedeutet. Es ist also der Wunsch für einen guten Beginn. In den christlichen Kirchen finden am Silvesterabend Andachten zum Jahreswechsel statt. In den Städten beginnen kurz vor Mitternacht die Glocken der großen Kirchen zu läuten. Auch am Neujahrstag werden vielerorts Gottesdienste gefeiert.

Wissenswertes und Nachdenkliches zum Jahreswechsel