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 Bild: Che / photocase.com

Start: Jahr der Kirchenmusik

Tagesthema 07. Dezember 2011

Start frei: Gottesklang - das Jahr der Kirchenmusik

Mit einer Pressekonferenz startet das Jahr der Kirchenmusik 2012 für die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers. Gemeindegesang und Kirchenmusik sind seit der Reformation ein Kennzeichen der reformatorischen Kirchen. Deshalb hat die EKD für das Jahr 2012 das Themenjahr der Reformationsdekade unter den Schwerpunkt „Reformation und Musik“ gestellt.

Diese Tradition wird 2012 mit dem Themenjahr „Reformation und Musik“ im Rahmen der Lutherdekade auf dem Weg zum Reformationsjubiläum 2017 gefeiert. In den evangelischen Kirchen Hannovers und in Westfalen steht es unter dem Motto „Gottesklang“. Altes und Neues, Liebgewordenes und Überraschendes wird 2012 in Kirchen, Arenen oder auch in Einkaufszentren sowie vor Bahnhöfen musiziert. Egal, ob vielstimmig gesungen, mit Instrumenten musiziert oder gejazzt. Was auch immer kirchenmusikalisch aufgeführt wird, geschieht einzig zum Lobe Gottes: „soli deo gloria“.

Ausblick auf das Jahr der Kirchenmusik

Zur Tagung der Landessynode im November 2011 fragte das Kamerateam von ekn (Evangelischer Kirchenfunk in Niedersachsen) nach den Erwartungen an das Jahr der Kirchenmusik

Ein erster Höhepunkt: Das Musical "Die 10 Gebote"

Pop trifft auf Klassik – Liebesgeschichte auf Action-Story, Mass-Choir trifft auf angesagte Musical-Solisten - Live-Band auf 40-köpfiges Symphonieorchester: Zwei Aufführungen zum Start des „Jahres der Kirchenmusik“ in Hannover mit jeweils bis zu 2.500 Chorsängern aus der Region, begleitet von „das junge orchester nrw“, Band und Musical-Darstellern. Das Pop-Oratorium „Die 10 Gebote“ wurde geschrieben von Grammy-Gewinner Michael Kunze und komponiert von Dieter Falk, bekannt aus der „Popstars“-Jury.

Grundlage des Oratoriums ist eines der großen Werke der Weltliteratur: Mose erhält von Gott den Auftrag, das Volk Israel aus der Knechtschaft ins verheißene Land zu führen. Erst nach qualvollen Plagen lässt der Pharao das Sklavenvolk ziehen, bereut seine Entscheidung jedoch. Am Schilfmeer kommt es zum großen Showdown. Nach der Rettung erkennt Mose, dass nur Lebensregeln den Weg zur Freiheit ebnen können. Doch das Volk hat keine Geduld. Während Mose die Gebote von Gott erhält, wendet es sich von ihm ab und erschafft das Goldene Kalb. Aber Gott gibt seinem Volk eine zweite Chance, denn das größte Gebot ist die Liebe.

Die Hauptrolle spielt der Musicaldarsteller Michael Eisenburger. Bahar Kizil, sonst mit dem Trio „Monrose“ erfolgreich in den Charts vertreten, singt Zipporah, die Frau des Mose. Der Schauspieler Otto Sander verleiht seine Stimme der „Stimme Gottes“. Als Erzähler treten die Kinder Paul Falk und Yosefin Bouhler auf.

Beide Aufführungen in der TUI-Arena in Hannover sind am 29. Januar.

Weitere Informationen und Tickets für das Musical

Das Buch zum klingenden Band

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Cover

Ein klingendes Band schickt die EKD im Jahr der Kirchenmusik durch Deutsch- land: An 366 Tagen und in der Osternacht finden an verschiedenen Orten unter-schiedlichste Konzerte unter der Überschrift "366+1" statt - je ein Lied soll pro Woche die Konzerte miteinander verbinden. Das Buch zu den Liedern erscheint Mitte Dezember in der Reihe "gemeinsam gottesdienst gestalten" ggg im Lutherischen Verlagshaus.

Zur Vorankündigung und Bestellung

Positionen

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Landesbischof Ralf Meister

Landesbischof Ralf Meister: „Martin Luther nannte die Musik eine Bewegerin und Regentin der Herzen. Daran kann man erkennen: Musik geht weit über das hinaus, was man auch in höchster Beredsamkeit zu Sprache bringen kann. Die reformatorische Richtung des christlichen Glaubens wurde nachhaltig durch die Musik geprägt und stiftet darin Gemeinschaft. Denn Musik ist eine Kunst, die Menschen nicht in Prediger und Angepredigte aufteilt: Alle sind beteiligt.“

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Oberlandeskirchenrat Dr. Klaus Grünwaldt: „Das Jahr der Kirchenmusik wird ein Fest der Kirche. Wir werden Spitzenqualität und Breitenwirkung, Bach, Pärt, Pop und Gospel, Konzerte und Gottesdienste, Chöre, Orchester und Solistinnen erleben – besondere Höhepunkte und ein klingendes Band durch die ganze Landeskirche. Ich freue mich, dass das Jahr der Kirchenmusik ein Jahr der Wertschätzung für alle jene wird, die Woche für Woche, Jahr für Jahr als Musikerinnen und Musiker in Stadt und Land hervorragende und engagierte Arbeit tun. Ich freue mich auf dieses Jahr.“