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 Bild: Che / photocase.com

Advent: Langsame Annäherung

Tagesthema 29. November 2011

Landesbischof Ralf Meister zu Advent

Das Stichwort: Advent

Mit dem ersten Adventssonntag am 27. November begann das neue Kirchenjahr. Christen feiern in der Adventszeit bis Weihnachten das Kommen Gottes in die Welt. Nach dem christlichen Glauben wurde Gott in Jesus von Nazareth als Mensch geboren; Jesus Christus wird damit zur Brücke zwischen Gott und den Menschen. Das ist der Kern der christlichen Heilsbotschaft. Advent, abgeleitet vom lateinischen "adventus" für Ankunft, und Weihnachten entstanden als christliche Feste erst im 4. bis 5. Jahrhundert.

In den vergangenen Jahren ist bei vielen Christen der Wunsch nach mehr Spiritualität und meditativer Ruhe in der Adventszeit gewachsen. Die Kirchen wehren sich gegen verfrühten Weihnachtsrummel, der schon lange vor der Adventszeit beginnt. Auch die Öffnung von Geschäften an den Adventssonntagen stößt bei den Kirchen auf scharfen Protest.

Advent ist im Dezember

Brauchtum und Traditionen

Um die Zeit vor Weihnachten hat sich in den vergangenen Jahrhunderten ein reiches Brauchtum entwickelt: Dazu gehören Adventskalender und -kränze sowie besondere Speisen, Süßigkeiten und Kirchenlieder. Europas größter Adventskranz ist am Montag erneut in fast 60 Metern Höhe über Lüneburg installiert worden. Ein Kran hob den Aluminium-Ring mit 13 Metern Durchmesser und nachgebildeten Kerzen auf den historischen Wasserturm der Stadt. Ab dem 1. Advent könnten Menschen den Kranz per Handy-Kurzmitteilung zum Leuchten bringen.

Die beiden in Deutschland heute am weitesten verbreiteten Bräuche, Adventskranz und -kalender, sind noch relativ jung. Der Hamburger Theologe Johann Hinrich Wichern ließ 1839 in dem von ihm gegründeten "Rauhen Haus", einem Heim für verwahrloste Jugendliche, einen großen Holz-Kranz aufhängen. Dieser trug für jeden Tag bis Weihnachten eine Kerze.

Adventskalender wurden erstmals um die Jahrhundertwende in München in größerer Auflage produziert.

epd

Brauchtum und Traditionen im Advent

Rollender Adventskalender

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Die hannoverschen Verehrsbetriebe, ÜSTRA, lassen in den tagen von 1. bis 24. Dezember zu Gunsten des landeskirchlichen projekts Zukunft(s)gestalten einen rollenden Adventskalender durch die Stadt fahren.

Informationen zum rollenden Adventskalender

e-wie-evangelisch: Advent

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Advent, Advent, ein Lichtlein brennt. Erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier, dann steht das Christkind vor der Tür. Aber - was ist das eigentlich, Advent? Ralf Meister, Bischof der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers, beantwortet die Frage. 

Unser Adventskalender als App

Mit der Diakonie durch die Weihnachtszeit: Erstmals bietet die Diakonie ein App für iPhonesund iPads an. Pünktlich zur Adventszeit wird sich der Adventskalender des Diakonischen Werkes der Landeskirche Hannovers mit mobilen Geräten öffnen lassen.

Drei der Motive der Hannoverschen Künstlerin Hildegard Strutz zieren den aktuellen Adventskalender. In strahlenden Farben begleiten die Bilder „Der gekreuzigte Engel“, „NOEL“ und „Wir sind alle Engel mit einem Flügel, fliegen können wir nur zu zweit“ durch die Zeit vom 1. Dezember bis zum Heiligen Abend. Hinter den 24 Türchen verbergen sich heitere und nachdenkliche Sinnsprüche von Autoren wie Dietrich Bonhoeffer, Phil Bosmans und Woody Allen: Lassen Sie sich überraschen!

Eine Web-App für andere Smartphones steht ebenfalls zur Verfügung. Hier sollen später nützliche und wichtige Informationen über die Diakonie abrufbar sein. So wird zum Beispiel eine Google-Maps gestützte Suche für Beratungs- und Hilfeangebote der Diakonie angeboten.

Zum App-Adventskalender