Wissenswertes zum neuen Datenschutz

Was ändert sich - was bleibt?

Liebe Leserinnen und Leser,

viele von Ihnen haben sich sicher in den letzten Jahren mit dem Thema Datenschutz nur am Rande beschäftigt. Allgemein bekannt ist: Wichtige Dokumente lässt niemand offen herum liegen, wichtige Protokolle gehören nicht auf WhatsApp und Newletter dürfen nicht ungefragt versendet werden. Vieles, was darüber hinaus jedoch bereits längst gesetzlich geregelt ist, hat die kirchliche Öffentlichkeitsarbeit viel weniger beschäftigt, als Fragen des Urheberrechts, des Impressums oder der Bildnachweise. Nun schwebt seit einigen Wochen die schöne Abkürzung DSGVO wie ein Damoklesschwert über allen engagierten, beruflich wie ehrenamtlich in der Kirche Mitarbeitenden, die analog oder digital mit Daten zu tun haben. 

Die DSGVO hat für die Evangelische Kirche keine Gültigkeit

Die wichtigste Nachricht dazu: Die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) hat für die Evangelische Kirche keine Gültigkeit. Das Datenschutzgesetz der EKD stimmt in Bezug auf die relevanten Punkte mit staatlichen Regelungen zwar überein. Jedoch verhängen im schlimmsten Fall nicht staatliche Behörden in der Kirche Bußgelder, sondern der Datenschutzbeauftragte der EKD. Alle Informationen über die ungaublich hohen Strafzahlungen bis zu 20 Mio. Euro betreffen den kirchlichen Rahmen nicht. Viel wichtiger jedoch: Die kirchliche Datenschutzbehörde hat kein Interesse daran, systematisch kirchliche Stellen abzumahnen. 

Ein weiteres falsches Gerücht: Fotos im öffentlichen Kontext seien kaum noch möglich. Ein schriftliches Einverständnis eines jeden Fotografierten müsse eingeholt werden. Hier urteilt das Bundesministerium des Inneren: „Das Anfertigen von Fotografien wird sich auch zukünftig auf eine – wie bislang schon – jederzeit widerrufbare Einwilligung oder alternative Erlaubnistatbestände wie die Ausübung berechtigter Interessen (Art. 6 Abs. 1 lit. f) DS-GVO) stützen können. Diese Erlaubnistatbestände (nach geltender Rechtslage Art. 7 der geltenden EU-Datenschutz-Richtlinie 95/46/EG i.V.m. den nationalen Umsetzungsgesetzen) decken seit vielen Jahren datenschutzrechtlich die Tätigkeit von Fotografen ab und werden in Art. 6 DS-GVO fortgeführt. Die Annahme, dass die DS-GVO dem Anfertigen von Fotografien entgegenstehe, ist daher unzutreffend.“

Wir freuen uns, wenn Sie sich aufgrund des kleinen Heftchens im Download, dessen Text uns in großen Teilen von der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau überlassen wurde, ein Bild von der aktuellen Situation im Datenschutz machen.

Herzliche Grüße aus der Evangelischen Medienarbeit sendet Ihnen

Kay Oppermann
Leiter Digitale Agentur

Datenschutz in Social Media

Personale Kommunikation des Evangeliums Soziale Netzwerke sind heute ein unverzichtbares Kommunikationsmittel. Die Landeskirche Hannovers nutzt die wichtigsten Sozialen Netzwerke, um in einem guten Kontakt mit ihren Mitgliedern, aber auch Außenstehenden zu haben. Persönliche Kommunikation wird dem Anspruch des Evangeliums in besonderer Weise gerecht, da das Zeugnis des Glaubens immer auch ein persönliches Zeugnis sein muss.

Quelle. Datenschutzheft der EKHN / Landeskirche Hannovers

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Webseiten und Internet

Jeder Webseitenbetreiber benötigt ein aktuelles Impressum und eine Datenschutzerklärung auf der eigenen Webseite. Die Pflichtangaben für ein rechtskonformes Impressum ergeben sich aus § 5 Telemediengesetz (TMG) sowie § 55 Abs. 2 Rundfunkstaatsvertrag (RSTV). Das Impressum und die Datenschutzerklärung müssen sowohl von der Startseite als auch von allen Unterseiten aus direkt erreichbar sein. Die Datenschutzerklärung muss neben einigen allgemeinen Informationspflichten auch eine individuelle Ausgestaltung aufweisen und sollte auf die eigene Webseite zugeschnitten sein. In dieser Handreichung finden Sie sowohl für das Impressum als auch die Datenschutzerklärung ein Muster, das Ihnen zeigt, welche Informationen auf jeden Fall im Impressum und in der Datenschutzerklärung enthalten sein müssen. So müssen integrierte Dienste wie z.B. Cookie-Verwendung oder der Einsatz von Tracking Tools beschrieben sein.

Quelle: Datenschutzheft der EKHN / Landeskirche Hannovers

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Informationsheft zum Kirchlichen Datenschutz

Das hier downloadbare Datenschutzheft in der Version 1.01 vom 26.08.2018 informiert über den notwendigen Datenschutz wesentlicher Felder kirchlicher Öffentlichkeitsarbeit. Es wird fortlaufend korrigiert und erweitert. Sie dürfen dieses Heft gerne weitergeben. Ein Druck ist zunächst wegen der fortlaufenden Textveränderungen nicht vorgesehen.