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Schutzengel-Michael-Preis 2013, verliehen an die Notfallseelsorge in Niedersachsen von der Deutschen Polizeigewerkschaft, LV Niedersachsen (Gestaltung: Gerd Binder). Foto: Andrea Hesse

Zentrum für Seelsorge

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Zentrum für Seelsorge

Besondere Seelsorgedienste


Mit der wachsenden Differenzierung der Gesellschaft hat sich auch die Seelsorge differenziert. Sie ist ein Seismograph für gesellschaftliche Entwicklungen mit ihren Herausforderungen für die Seele. Daher hat die Landeskirche übergreifende Aufträge für die Seelsorge ausgesprochen, die sich um diese Entwicklungen kümmern und die Seelsorge mit Kompetenzen ausstatten. Zum Teil sind die landeskirchlichen Aufträge mit eigenen Ausbildungslinien verbunden, die speziell auf das Aufgabengebiet zugeschnitten sind, etwa in der Altenseelsorge oder der Hospizseelsorge. Noch recht lose sind diese Aufgaben mit den Erfordernissen der grundständigen Ausbildung verbunden. Es gibt mit ihnen aber zahlreiche Schnittmengen, die in der Zukunft weiter ausgebaut werden sollen. Darüber hinaus haben die Spezialaufträge in der Seelsorge eine Funktion für das konkrete, übergreifende seelsorgliche Handeln und die Koordination auf landeskirchlicher Ebene bis hin zur Vertretung in den kirchlichen und politischen Gremien und der Öffentlichkeitsarbeit.

Diese unterschiedlichen Zielrichtungen von grundständiger Ausbildung und Seelsorge in besonderen Aufträgen werden eng miteinander verzahnt – dies ist die Aufgabe des Zentrums für Seelsorge. Damit wird die Entwicklung, Kompetenzsicherung, Ausbildung und Fachberatung in der Landeskirche gestärkt und gesichert.

Seelsorge braucht Qualifikation


In der Landeskirche haben sich über Jahre bestimmte Ausbildungsformate der Seelsorge etabliert und bewährt. Sie haben ihren je eigenen Ansatz und oftmals auch ihren speziellen Einsatzort. Gemeinsam ist allen die Orientierung an der Zuwendung zum Menschen mit seiner persönlichen Entwicklung. Dies umfasst die geistlich-spirituelle Dimension ebenso wie das innere psychische Wachstum.

Die Zielgruppen können sich durchaus voneinander unterscheiden; die Ausbildung nimmt darauf zum Teil Bezug. In der Zusammenschau aber wird klar erkennbar, dass alle Ausbildungsformate auf gegenseitige Befruchtung angelegt sind – dies soll in Zukunft durch die Tätigkeit des Zentrums für Seelsorge als Veranstalter der Aus-, Fort- und Weiterbildungen gestärkt werden.

Alle Ausbildungslinien entsprechen den Standards der Deutschen Gesellschaft für Pastoralpsychologie. Sie bleiben auf die konkreten Bedarfe für die Seelsorge bezogen, daher sind innovative Ansätze Teil der Seelsorgebewegung. In jüngster Zeit gilt dies innerhalb der Landeskirche beispielsweise für die Systemische Seelsorge, die im Jahr 2014 im Rahmen eines Projektes gestartet ist.

Stärkung der Gemeindeseelsorge


Gemeinsame Aufgabe aller Arbeitsfelder im ZfS ist die Stärkung der Gemeindeseelsorge und die nötige Qualifizierung für Spezialaufgaben der Seelsorge in Einrichtungen und für besondere Schwerpunkte.

Es ist das Ziel des ZfS, eine kontinuierliche Wahrnehmung für die Bedarfe der Seelsorge in den Kirchenkreisen und Sprengeln der Landeskirche zu entwickeln und die Angebote darauf auszurichten. Die Arbeitsfelder der Supervision in der Landeskirche sollen transparent und leichter zugänglich gemacht werden.

Dadurch wird die Seelsorge als Grunddimension kirchlichen Handelns gestärkt und profiliert. Ferner wird mit dem ZfS das interdisziplinäre Gespräch mit anderen Einrichtungen, Verbänden und Forschungsstätten gesucht, die in Theorie und Praxis mit seelsorgerelevanten Fragestellungen der Human-, Sozial- und Lebenswissenschaften befasst sind.

Besuchsanschrift

Zentrum für Seelsorge der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers

Blumhardtstr. 2A

30625 Hannover

 Tel. 0511 79 00 31-0

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