Ökumenische Flughafenseelsorge Hannover

10 Jahre Kapelle am Flughafen - Einladung zum Jubiläum

Die Kapelle wird 10 Jahre alte. Am 19.Mai 2005, rechtzeitig vor dem Deutschen evangelischen Kirchentag in Hannover, wurde die Kapelle am Flughafen, Terminal A, Ankunftsebene, eingeweiht. Die leitenden Geistlichen der serbisch-orthodoxen, katholischen und evangelischen Kirche waren ebenso gekommen wie die Führung des Flughafens.

Eine Flughafenseelsorge war anfänglich eigentlich gar nicht geplant. Die Kapelle sollte für sich stehen. Das ging zum Glück nicht. Die Kapelle brachte eine erhebliche Nachfrage nach Seelsorge mit sich, so dass sich umgehend ein Team aus ehrenamtlichen und professionellen Mitarbeitern bildete, die in fast identischer Zusammensetzung bis heute die kirchliche Arbeit am Flughafen leiten.

Am 19.Mai 2015 sind alle Besucher des Flughafens, Mitarbeitende und Ehemalige eingeladen das Jubiläum mit uns zu feiern. Von 10-16 Uhr steht das Team bereit Sie zu empfangen und mit Ihnen auf weitere erfolgreiche Jahre anzustoßen. Um 12 Uhr werden wir gemeinsam eine "Zwischenlandung", unsere Kurzandacht, feiern. Wir freuen uns auf jeden, der vorschaut.

Das Leitungsteam Flughafenseelsorge

Mit Gottes Segen und Gummiflugzeugen

Ferienaktion der ökumenischen Flughafenseelsorge Bild: Edmund Deppe

„Mögt ihr Gummiflugzeuge und wollt ihr Papierflieger basteln?“, fragt Horst Vorderwülbecke. Zusammen mit anderen Mitarbeitern der ökumenischen Flughafenseelsorge Hannover verteilt er heute die bunten Naschereien auf dem Hannover Airport. Während sich Maike (6) und Sven (4) über die Gummiflugzeuge hermachen, faltet Vater Ralf die vorgedruckten Papierflieger. Mutter Sabine verrät: "Wir fliegen gleich nach Mallorca. Die letzten zwei Ferienwochen wollen wir noch einmal Sonne, Strand und Meer genießen.“Viele Urlauber zieht es für die letzten Wochen der Sommerferien vor allem ans Mittelmeer.

„Wir wollen den Menschen zeigen, dass die Kirche da ist, wo sie sind - auch im Flughafen. Hier müssen sie oft lange warten – am Abfertigungsschalter oder aufs Boarden“, sagt Pastor Ulrich Krämer. Etliche gute Gespräche hat er an diesem Tag schon geführt. Beim Verteilen von kleinen Reisesegen in Form von Lesezeichen wird die erste Hürde genommen und dann kommt man ins Gespräch. „Meist geht es nicht in die Tiefe, sondern wir unterhalten uns eher darüber, wohin es geht und über Gott und die Welt. Aber manchmal wird es auch schon ein bisschen persönlicher“, verrät Vorderwülbecke. Da kommen Flugängste oder die Angst vor Terroranschlägen zur Sprache. „Dann verschenke ich unseren kleinen zusammengefalteten Reisesegen. Den kann man im Flugzeug beten oder auch in der Flughafenkapelle - bevor man durch die Polizeikontrolle zum Boarden geht.“

Mit dabei ist heute Johanna Steffenhagen. Die Praktikantin der Flughafenseelsorge ist überrascht, wie offen die Menschen gegenüber den kirchlichen Mitarbeitern sind. „Eine ablehnende Haltung habe ich noch nicht gespürt. Die meisten Reisenden, aber auch die Angestellten hier im Flughafen sind dankbar für die kleine Abwechselung“, sagt sie. 

Eingang der Kapelle
Blick durch die geöffnete Kapellentür. Bild Ulrich Krämer