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Arbeitsfeld Kirche und Islam

250.00 Muslime leben in Niedersachsen

grundtext

Das Arbeitsfeld „Kirche und Islam“ fördert das Zusammenleben von Christen und Muslimen. Es initiiert Projekte zum besseren Verständnis von Christen und Muslimen. Es informiert und berät kirchliche und gesellschaftliche Institutionen, Kirchengemeinden und Einzelpersonen in Fragen des christlich-muslimischen Miteinanders.

In Niedersachsen leben heute etwa 250.000 Muslime. Die meisten von ihnen sind Migranten oder Kinder von Migranten, die im Zuge des Anwerbeabkommens, das Deutschland im Jahr 1961 mit der Türkei geschlossen hat, nach Niedersachsen gekommen sind. Etwa die Hälfte von ihnen hat einen deutschen Pass, mit steigender Tendenz.

Fortbildung und Verständigung

Christen wie Muslime sind auf die multireligiöse Situation kaum vorbereitet. Ein „Dialog“ zwischen Christentum und Islam ist etwas Neues, und die Ausgangsbedingungen des Gesprächs sind schwierig. Theologisch sind Christen und Muslime seit alters her der Überzeugung, die Religion der Gegenseite sei eine Irrlehre, ein Missverständnis der Offenbarung des Gottes Abrahams, Isaaks und Jakobs, auf die sich beide berufen.

Politisch ist die Lage aufgrund der demografischen Entwicklung in Deutschland, aufgrund der sinkenden Zahl der Christen und nicht zuletzt aufgrund der Ereignisse um den 11. September 2001 angespannt. Christen haben die Sorge, dass „Islam“ und gewalttätiger „Islamismus“ enge Verwandte sind. Muslime fühlen sich unwillkommen, an den Rand gedrängt, diskriminiert.

Stärkung einer dialogorientierten Identität

Was ist dran an diesen Meinungen und Urteilen? Was ist berechtigte Kritik, was ein Vorurteil? Wie kann das Zusammenleben im neuen, multireligiösen Deutschland gelingen? Darüber müssen sich Christen und Muslime in den kommenden Jahrzehnten verständigen.

Das Arbeitsfeld „Kirche und Islam“ initiiert, organisiert und unterstützt eine Praxis, die dazu beiträgt: durch Fortbildungen, Seminare und Vorträge, durch interreligiöse Begegnung, durch öffentlichen interreligiösen Dialog, durch Stärkung interreligiöser Einrichtungen, durch seriöse Information über Islam und Christentum und nicht zuletzt durch die Stärkung einer dialogorientierten evangelischen Identität.