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Arbeitsstelle Kirche und Judentum

Ein Buch und eine Hoffnung

grundtext

„Wir teilen ein Buch und eine Hoffnung“ – so beschreibt Martin Buber, der jüdische Religionsphilosoph, die Gemeinsamkeiten. Juden und Christen teilen das biblische Erbe, wissen um die Verantwortung für die Welt und leben in der Hoffnung auf Gottes Verheißungen

„Die Beziehung zwischen der Kirche und Israel hat einen besonderen Ursprung und sie hat eine gemeinsame Erwartung, anders als alle anderen Beziehungen zu anderen Religionen.“ (Bischof Ralf Meister)

Seit dem Anfang ihrer Existenz ist die Kirche herausgefordert, ihre Beziehung zum Judentum zu bestimmen. Im Lauf der Jahrhunderte war die Beziehung der Kirche zum Judentum oftmals durch Konkurrenz und Herabsetzung geprägt. In den letzten Jahrzehnten gab es in den Kirchen das Bemühen um eine neue Beziehung und eine erneuerte Theologie.

Sie findet ihren Ausdruck in der Stellungnahme der Synode von 1995: „Wir haben erfahren, daß Israel nicht eine Größe der Vergangenheit ist, sondern das Judentum bis heute lebendiger Glaube an den uns gemeinsamen Gott ist. … So sind wir an die bleibende Verbundenheit von Juden und Christen gewiesen worden und haben gelernt, daß die Voraussetzungen des christlichen Antijudaismus unhaltbar sind. Gott hat seinen Bund mit Israel nicht gekündigt und sein Volk nicht verworfen, seine Erwählung bleibt bestehen."

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„Wir teilen ein Buch und eine Hoffnung…“ (Martin Buber), Foto: epd

Tätigkeiten

Das Arbeitsfeld Kirche und Judentum initiiert Projekte, berät und bildet Mit- arbeitende in den Themen von Kirche und Judentum fort. Es fördert Begegnungen von Kirchengemeinden mit Juden und Judentum und vermittelt Einsichten des christlich-jüdischen Gesprächs.

Es pflegt Kontakte zu jüdischen Gemeinden und Institutionen sowie zu Institutionen des christlich-jüdischen Dialogs. Es nimmt Impulse des nationalen und internationalen christlich-jüdischen Dialogs und der wissenschaftlichen Forschung auf, gibt sie weiter und gestaltet aktiv den christlich-jüdischen Dialog im Bereich der Hannoverschen Landeskirche.