kopf

Bahnhofsmission

Hohes öffentliches Ansehen

grundtext

Die Bahnhofsmission ist für Menschen da, die unterwegs sind. Sie ist am Bahnhof gut ausgeschildert und daher leicht zu finden.

Mitarbeitende der Bahnhofsmissionen begleiten mobilitätsbeeinträchtigte Reisende zum – teilweise auch im – Zug. Sie begleiten allein reisende Kinder als Kooperationsprojekt mit der Deutschen Bahn AG. Die Problemlagen, mit denen Menschen in eine Bahnhofsmission kommen, sind vielfältig. Die Mitarbeitenden hören zu, helfen, einen Ausweg zu finden, vermitteln dahin, wo weitergeholfen werden kann. Bahnhofsmissionen sind mit anderen kirchlichen und sozialen Einrichtungen und Helfenden vernetzt. Sie sind da, wenn andere nicht da sind, an vielen Orten auch abends oder am Wochenende, und bieten durch ihre zentrale Lage am Bahnhof ein sehr niedrigschwelliges Angebot.

Die vielseitigen und sich ständig verändernden Aufgaben erfordern von den Mitarbeitenden ein hohes Maß an Flexibilität. Es ist erforderlich, dass die Mitarbeitenden einfühlsam und zugleich bestimmt auftreten können. Das erfordert regelmäßige, qualifizierte Schulungen, z.B. einführende Grundkurse, Kurse zu Gesprächsführung und Deeskalationstraining. Die entsprechenden Fortbildungen werden auf Bundes- und Landesebene sowie teilweise auf örtlicher Ebene angeboten.

Die Bahnhofsmissionen genießen ein hohes öffentliches Ansehen. Das wurde z. B. bei einer Plakataktion der BILD-Zeitung deutlich, die 2003 unter dem Motto „unsere 10 Besten“ die Bahnhofsmission und die Caritas als einzige kirchliche Einrichtungen auflistete. Im Herbst 2011 hängte die Deutsche Bahn AG in den Bahnhöfen mit Bahnhofsmission „Danke“-Plakate aus und stellt von einigen großen Bahnhöfen die Einnahmen von Schließfächern mit der Aktion „Ein-Fach-Hilfe“ der Bahnhofsmission (Bundesebene) zur Verfügung.