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Freiwilligendienste

Freiwilliges Soziales Jahr

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Freiwilligendienste in der Diakonie haben eine inzwischen 60 jährige Tradition. Bereits 1954 wurde das Diakonische Jahr durch den Leiter der Diakonissenanstalt Neuendettelsau ausgerufen. Seit 1958 gibt es das Diakonische Jahr in der Landeskirche Hannovers. Ab diesem Jahr folgten auch die katholische Kirche und weitere Träger der Freien Wohlfahrtspflege mit Aufrufen zum freiwilligen Engagement.

Das Diakonische Jahr steht nun auch jungen Männern offen. In dieser Entwicklung wurde der Begriff ‚Freiwilliges Soziales Jahr‘ (FSJ) geprägt. 1964 trat unter Initiative und Mitarbeit der katholischen und evangelischen Kirche das erste Jugendfreiwilligendienstegesetz (JFDG) in Kraft. Im weiteren Verlauf wurde das FSJ zu einem Bildungs- und Orientierungsjahr für junge Menschen zwischen 16 und 27 Jahren weiterentwickelt, das ganztägig als eine an Lernzielen orientierte und überwiegend praktische Hilfstätigkeit in gemeinwohlorientierten Einrichtungen geleistet wird.

Mit der Aussetzung der Wehrpflicht und dem damit verbundenen Wegfall des Zivildienstes zum 01. Juli 2011 hat die Bundesregierung den Bundesfreiwilligendienst (BFD) eingeführt, der im Bundesfreiwilligendienstgesetz (BFDG vom 28. Mai 2011). geregelt ist. Inhaltlich ist die Form des Freiwil- ligendienstes nahezu identisch mit dem FSJ, jedoch ohne Altersbegrenzung nach oben.

Das Diakonische Werk der Ev. luth. Landeskirche Hannovers ist Träger beider Freiwilligendienste. Das Referat Freiwilligendienste vermittelt jährlich etwa 500 Freiwillige in diakonische und kirchliche Einrichtungen, führt die gesetzlich geregelten Bildungsseminare für Freiwillige durch und stellt die individuelle Begleitung sicher. Es bietet Beratung für Einsatzstellen und Fortbildungen für Anleitende und ist Interessenvertretung auf Landes- und Bundesebene.