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Jugendhilfe

Ausdifferenziertes Angebotsspektrum

grundtext

Die Arbeit der Jugendhilfeeinrichtungen im Rahmen der Hilfen zur Erziehung basiert auf den §§ 27 ff des SGB VIII (Kinder- und Jugendhilfegesetz). Im Laufe der letzten Jahre hat sich das Angebotsspektrum weiter ausdifferenziert.

Es umfasst neben den "normalen" Wohngruppen auf dem Gelände einer Einrichtung Außenwohngruppen mit einer Lebensfeld-, Lebenswelt- oder Sozialraumorientierung. Dazu gehören therapeutische Wohngruppen, Lebensgemeinschaften, familienanaloge bzw. familienorientierte Wohngruppen.

Für Kinder und Jugendliche mit einem besonderen Unterstützungsbedarf gibt es besondere Erziehungsstellen, Inobhutnahmeplätze, Intensivgruppen, geschlechtsspezifische Gruppen und stationäre Formen der Einzelbetreuung. Aber auch Mutter-Kind-Gruppen, Gruppen nach § 35a des SGB VIII, sozial- psychiatrische Wohngruppen, Verselbständigungsgruppen, Clearinggruppen und "5-Tage-Gruppen" gehören zum Themenfeld der Jugendhilfe.

Verstärkt werden auch ambulante Maßnahmen wie Beistand in der Erziehung (gem. §§ 30 SGB VIII) und Sozialpädagogische Familienhilfe (gem. § 31 SGB VIII) in Anspruch genommen. Zugleich lässt sich eine deutliche Zunahme bei den Erziehungsstellen und den Plätzen der Inobhutnahme feststellen.

Auf dem Gebiet unserer Landeskirche gibt es rd. 2.600 betriebserlaubnispflichtige Plätze in 43 Mitgliedseinrichtungen des Diakonischen Werkes der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers e.V., davon rd. 650 Plätze in teilstationären Maßnahmen. Im niedersachsenweiten „Fachverband Diakonische Jugendhilfe in Niedersachsen“ in der Diakonie in Niedersachsen haben sich z.Z. 55 Einrichtungen mit mehr als 3.000 Plätzen zusammengeschlossen.