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Notruf Mirjam

Gemeinsames Hilfeangebot

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„Notruf Mirjam“ ist ein regionales Netzwerk aus verschiedenen Hilfeangeboten im Raum Hannover, um Schwangere und Mütter in Krisensituationen zu unterstützen.

Das Besondere dabei ist, dass sich verschiedene kirchlich-diakonische Einrichtungen in Hannover durch einen Kooperationsvertrag zu diesem gemeinsamen Hilfeangebot zusammengeschlossen haben. Das 2001 von der damaligen Landesbischöfin Dr. Margot Käßmann gegründete Netzwerk war bis 2010 in der Trägerschaft des Diakonischen Werkes der Ev-Luth. Landeskirche Hannovers e.V.. 2011 wurde die Verantwortung auf den Landesverein für Innere Mission übertragen.

Die Angebote der Netzwerkpartner sind:

  • der 24 Stunden Notruf. Die kostenlose Hotline ist die erste Kontaktaufnahme für Schwangere und Mütter in Not. Hier beraten Ehrenamtliche und vermitteln an weitere soziale Einrichtungen.
  • Die Schwangerschafts- und Konfliktberatung des Diakonischen Werkes des ev.luth. Stadtkirchenverbandes Hannover. Schwangere können hier unvoreingenommen zu verschiedenen Fragen und Konflikten rund um die Schwangerschaft beraten werden.
  • Für Schwangere, die kurzfristig ohne Wohnraum sind, bietet der Birkenhof Jugendhilfe gGmbH eine Wohnmöglichkeit an.
  • ReGenesa Frauen und Mutter-Kind e.V., bietet Müttern und Kindern Möglichkeiten, an Kuren teilzunehmen, um wieder zu Kräften zu kommen.
  • Bei Fragen zur Adoption vermittelt das Netzwerk Schwangere an den Evangelischen Verein für Adoptions- und Pflegekinderhilfe e.V.
  • Frauen, die keine andere Möglichkeit mehr sehen, als ihr Baby anonym abzugeben, können ihr Kind in das Babykörbchen am Diakoniekrankenhaus Friederikenstift gGmbH legen. Hier wird das Kind medizinisch und pflegerisch versorgt, bevor es in Adoptionspflege vermittelt wird.
  • Das Diakoniekrankenhaus Annastift gGmbH nimmt abgegebene Kinder mit Behinderung auf und kümmert sich um die weitere Vermittlung.

Notruf Mirjam finanziert sich aus Spendenmitteln sowie einem Zuschuss der Landeskirche.

Notruf Mirjam hat durch das Modellvorhaben, verschiedene Hilfsangebote verlässlich miteinander zu vernetzen, im Rahmen der Diskussion um sog. Babykörbchen bzw. -klappen eine Sonderstelle.

Die Abgabe von Neugeborenen in Kliniken ist nur die letzte Möglichkeit der Unterstützung von Schwangeren in Konfliktlagen. Das Netzwerk Mirjam hat bis heute Vorbildcharakter für andere interessierte Institutionen und Einrichtungen im gesamten Bundesgebiet.