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Kirchenkreissozialarbeit

Kernelement diakonischer Arbeit

grundtext

In der diakonischen Arbeit der Kirchenkreise in der Landeskirche Hannovers nimmt die Kirchenkreissozialarbeit eine zentrale Stellung ein. Sie stellt in vielen Kirchenkreisen das Kernelement ihrer diakonischen Arbeit dar. Landeskirchenweit sind 81 Fachkräfte tätig, verteilt auf 56 Vollzeitstellen und an 68 Standorten.1

Die Kirchenkreissozialarbeit ist ein vielfältiger Arbeitsbereich, der sich auf Grund der regionalen Gegebenheiten unterschiedlich ausgestaltet, aber ausschließlich landeskirchlich finanziert ist.

Mit einem niedrigschwelligen, zielgruppenoffenen Beratungsdienst im Gemeinwesen bietet die Kirchenkreissozialarbeit mit der Allgemeinen kirchlichen Sozialberatung das an, was die meisten Menschen2 beim Aufsuchen von Beratung brauchen: Sie stellt eine allgemein zugängliche und fachlich qualifizierte Hilfeleistung für in Not geratene Menschen dar. Die Kirchenkreissozialarbeit ist die erste Anlaufstelle im Netzwerk diakonischer Dienste. Kernmotiv der Arbeit ist es, den Einzelnen in Not anzunehmen und für ihn - unabhängig von Alter, Geschlecht, Religion, Ansehen oder Vermögen - Hilfe anzubieten. Ein besonderer Fokus liegt auf der Stärkung der Selbsthilfekräfte.

Die Fachkräfte der Kirchenkreissozialarbeit unterstützen als „Dienstleister“ die Kirchengemeinden bei deren diakonischer Arbeit, zum Beispiel bei der Planung und Durchführung von Projekten, wie der Organisation eines Treffpunktes für Alleinerziehende und bei der Initiierung von gemeinwesenorien- tierten Projekten und Aktionen.

Mitarbeitende der Kirchenkreissozialarbeit sind Seismographen für die soziale Situation vor Ort. Daher ist es ihre Aufgabe, soziale Missstände aufzuzeigen, als Lobbyisten für benachteiligte Menschen einzutreten und mit Anderen auch öffentlich initiativ zu werden, um diese zu verändern.

1. Zweiter Bericht des Diakonischen Werkes in der 10.Tagung der 24. Landessynode (Mai 2012)
2. Vgl. Evaluation Beratungsangebote in Nds. 2012