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Rückblick

Neue Betreuungsplätze wurden geschaffen

vergangen

Die Landeskirche hatte bereits seit 2007 für den Ausbau von Krippenplätzen in evangelischen Kindertagesstätten zusätzlich 2,0 Mio. Euro zur Verfügung gestellt. Mit diesen Mitteln konnten bis 2010 über 80 neue Krippengruppen mit rund 1.000 Krippenplätzen geschaffen werden.

Durch die zusätzlichen staatlichen Förderprogramme und den Einsatz zusätzlicher Mittel der Kirchenkreise und Kirchengemeinden konnten bis zum Inkrafttreten des Rechtsanspruchs am 01.08.2013 fast 3.000 Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren geschaffen werden.

Zudem wurden in den letzten fünf Jahren über 50 neue Ganztagsgruppen mit über 1.250 neuen Betreuungsplätzen für Kinder von drei bis sechs Jahren in Betrieb genommen. Im gleichen Zeitraum hat sich die Anzahl der evangelischen Kindertagesstätten um rd. 30 Einrichtungen erhöht.

Die Grundsätze für die evangelischen Kindertagesstätten (Kirchl. Amtsbl. Nr. 4/2010, S. 69 ff) wurden neu gefasst

Aufgrund zahlreicher fachlicher, struktureller und gesetzlicher Veränderungen war es nach über 30 Jahren an der Zeit, die Grundsätze für die evangelischen Kindertagesstätten zu überarbeiten.

Ausgehend von der Ebenbildlichkeit auch von Kindern und Jesu Mahnung, Kinder in den Mittelpunkt zu stellen (Mk 10,13-16), wurde mit Bezug auf die UN-Kinderrechte zentrale Herausforderungen aufgegriffen. Neben den Veränderungen auf Bundes- und Landesebene konnten gute, zeitgemäße Impulse für die Fortschreibung der örtlichen Einrichtungskonzeptionen gesetzt werden. Das Diakonische Werk hat die Grundsätze als Broschüre publiziert und die Folgerungen für das kirchliche Handeln der Träger und für die praktische Arbeit erläutert. Fortbildungsangebote, Beratung der Träger und päd. Mitarbeitende unterstützen und begleiten den Transfer in die Praxis.

Neue Trägermodelle für Kindertagesstätten wurden etabliert

In den letzten Jahren haben sich viele örtliche kirchliche Gremien mit den künftigen Herausforderungen auseinandergesetzt, die die Träger von Kindertagesstätten fordern werden.

Dabei hat sich die Einsicht durchgesetzt, dass strukturelle Veränderungen erforderlich sind. Inzwischen haben mehr als 2/3 der Kirchenkreise für ihre Planungsbereiche neue Trägermodelle etabliert.

In der Landeskirche haben sich zwei Grundmodelle durchgesetzt: die Kirchenkreisträgerschaft von Kindertagesstätten (in 15 Kirchenkreisen) und die Gründung eines Kindertagesstättenverbandes (18 Verbände).

Derzeit sind 50,6 % der Kindertagesstätten in einer neuen Trägerstruktur eingebunden. Diese Prozesse haben zwar viele örtliche Anstrengungen und Abstimmungen erfordert, erste Ergebnisse und Effekte sind jedoch schon sichtbar: eine einheitliche Leitungsstruktur, vergleichbare Standards für alle Einrichtungen, eine stringente Weiterentwicklung der pädagogischen Arbeit in den Einrichtungen sowie der Aufbau eines Personalmanagements.

Eine Geschäftsführungsebene zur verbesserten Steuerung wurde geschaffen

Beide neuen Trägermodelle beinhalten den Aufbau einer Geschäftsführungsebene, bestehend aus einer Pädagogischen Leitung und einer Betriebswirtschaftlichen Leitung.

In den Kirchenkreisen wurden daher Stellen für über 30 Pädagogische Leitungen neu geschaffen, um im Zusammenwirken mit der Landeskirchlichen Fachberatung und Fortbildung die notwendige regionale fachliche Begleitung der Einrichtungen sicherzustellen und den Träger bei der Steuerung zu unterstützen und zu entlasten.

Gleichzeitig wurden in den Kirchen(kreis)ämtern Mitarbeitende mit der Aufgabe einer Betriebswirtschaftlichen Leitung beauftragt, um die laufenden administrativen Geschäfte für die Kindertagesstätten zu koordinieren und gemeinsam mit der Pädagogischen Leitung die Geschäftsführung wahrzunehmen.

Die Aufgaben der beiden Geschäftsführungen wurden durch Dienstanweisungen klar formuliert und voneinander abgegrenzt. Um die notwendige Zurüstung der Geschäftsführungen sicherzustellen, hat das Diakonische Werk spezielle Fortbildungen und Weiterqualifizierungen angeboten.

Eine landeskirchlichen Kita-Konferenz wurde gegründet

Seit 2013 hat das Diakonische Werk eine landeskirchliche Kita- Konferenz (LKK) eingerichtet, um den notwendigen fachlich-inhaltlichen Austausch zwischen Kirchenkreisen, der Landeskirche und dem Diakonischen Werk für die Arbeit der Kindertagesstätten zu gewährleisten und fachliche Impulse setzen und aus den Einrichtungen aufnehmen zu können.

Hierdurch sollen die Träger der Kindertagesstätten und die Landeskirchliche Fachberatung und Fortbildung in der Wahrnehmung ihrer Aufgaben im Gesamtsystem Kindertagesstätten unterstützt werden.

Weiterführende Dokumente: Aktenstück Nr. 30 B der 24. Landessynode