kopf

Diakonie- und Sozialstationen

Diakonie- und Sozialstationen

grundtext

Die Sorge um kranke und pflegebedürftige Menschen gehört zu den unaufgebbaren Merkmalen einer christlichen Gemeinde. Die Diakonie-/Sozialstationen nehmen diese Aufgabe stellvertretend wahr. Sie tun dies mit der Einsicht, dass Kranken-, Alten- und Familienpflege mit dem ganzen Menschen zu tun haben, mit seinem Körper, seinen sozialen Bezügen und seiner Seele.

Für eine solche Pflege, in der menschliche Zuwendung in das pflegerische Handeln integriert ist, bleibt jedoch zu wenig Zeit. Darauf haben Kirche und Diakonie in der Vergangenheit immer wieder hingewiesen.

Der überwiegende Teil der ursprünglich in verfasst kirchlicher Trägerschaft befindlichen Pflegedienste ist inzwischen in andere Trägerformen, vorzugsweise in gemeinnützige GmbHs, umgewandelt worden. Damit sind Haftungsrisiken für Kirchengemeinden reduziert und zugleich schlankere Verwaltungsstrukturen eingeführt worden. In einigen Regionen konnten durch die Zusammenlegung von Stationen übergeordnete Aufgaben wie das Qualitätsmanagement zentralisiert werden. Diese Maßnahmen tragen dazu bei, die wirtschaftliche Situation der Pflegedienste zu stabilisieren.

Um die regionale Zusammenarbeit auch arbeitsfeldübergreifend zu fördern, wurde das Projekt "Zukunftsfähige diakonische Einrichtungen (ZdE)" im Jahr 2004 in Zusammenarbeit des Diakonischen Werkes mit der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers gestartet.(s. unter Arbeit mit Senioren)

Durch den Konzentrationsprozess und die verschärfte wirtschaftliche Situation der Pflegedienste einerseits und Strukturveränderungen in den Kirchengemeinden andererseits waren in den vergangenen Jahren Entfremdungsprozesse zwischen Diakonie-/Sozialstationen und den Gemeinden zu beobachten.