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Ausblick

Fortführung der Initiative „Zukunft(s)gestalten“

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Die Initiative „Zukunft(s)gestalten“ ist wesentlicher Bestandteil des landeskirchlichen Engagements für Kinder, Jugendliche und Familien und auch ein wichtiger Beitrag zur Inklusion, die im umfassenden Sinne die Teilhabe aller am kirchlichen und gesellschaftlichen Zusammenleben erreichen will.

Gleichzeitig engagiert sich die Landeskirche gesellschaftlich dafür, die Bedingungen zu schaffen, die Armut von Kindern, Jugendlichen und Familien verhindern bzw. vorhandene Armut mindern und schließlich überwinden.

Dabei spielt der öffentliche Umgang mit dieser Thematik eine große Rolle, hier muss insbesondere dafür Sorge getragen werden, dass von Armut Betroffene sich nicht länger stigmatisiert fühlen und Mut gewinnen, ihre Scham zu überwinden, um so die Armut als ersten Schritt zur Veränderung benennen können.

Auf dem Hintergrund der weiterhin hohen Armutsquote bei Kindern und Jugendlichen sowie deren Familien erachten wir die Fortführung der Initiative für dringend erforderlich.

Strukturelle Einbindung von „Zukunft(s)gestalten“ in die DIAKONIEhilfe bei gleichzeitiger Fortführung eines Schwerpunktes im Bildungsbereich

2012 hat Landeskirchenamt und Landessynode beschlossen, dass „Zukunft(s)- gestalten“ strukturell eine Initiative der DIAKONIEHilfe werden wird.

Die DIAKONIEhilfe fasst mehrere Spendenzwecke der Diakonie unter einem Dach fachlich, verwaltungstechnisch und in der Markenführung zusammen. Das kommt der Aufmerksamkeit für das gemeinsame Anliegen zugute und setzt Synergieeffekte frei. Gleichzeitig werden mittelfristig auch Kosten eingespart.

Neuer Internetauftritt

Der gerade neu gestaltete Internetauftritt von Internetseite von „Zukunft(s)- gestalten“ wird weiter ausgearbeitet und stets aktualisiert vorgehalten werden.

Auf der neuen Webseite sorgen kommunikative Elemente dafür, dass Zielgruppen auch über die verbesserte Darstellung von best practise Beispielen besser erreicht werden.

Projektberatung ausweiten?

Zukünftig wird im Diakonischen Werk in Kooperation mit dem Landeskirchen- amt zu prüfen sein, wie die Erfahrungen aus der Projektberatung von „Zukunft(s)gestalten“ auch für andere Projektvorhaben der Landeskirche genutzt werden können.

Exemplarische Aktivitäten zu einem bleibenden Thema

Armut, Kinderarmut und die Fragen von Bildungs- und Teilhabegerechtigkeit sind leider keine neuen Themen und werden auch künftig aktuell bleiben. Die von DW und Landeskirche beauftragte Studie „zur Armut auf dem Lande“1 , die bundesweit für Aufmerksamkeit sorgte, hat wesentliche Impulse dafür gesetzt, dass Landeskirche und ihre Diakonie dieses Thema weiter aufgreifen und bearbeiten werden.

Von Zukunftsgestalten geförderte Projekte in Gemeinden und Kirchenkreisen arbeiten hier exemplarisch an einer besseren Teilhabe- und Bildungsgerechtigkeit im Land.

Die Parteilichkeit von Kirchengemeinden, Kirchenkreisen, Diakonischen Werken und Schulen für diese Kinder und Jugendlichen vor Ort ist notwendig und darf nicht nachlassen. Dabei ist es wichtig, sensibel Benachteiligungssituationen wahrnehmen und darauf kreativ mit zielgerichteten Projekten zu reagieren. So wird das Thema auch in der Öffentlichkeit bewusst und es verändert sich etwas.

1. Marlis Winkler: Nähe, die beschämt. Armut auf dem Land. Eine qualitative Studie des Sozialwissenschaftlichen Instituts der EKD (= SI Konkret 1). Berlin 2010