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Rückblick

Sechs Arbeitsbereiche

vergangen

Das Landesjugendpfarramt ist in sechs Arbeitsbereiche gegliedert: Arbeit mit Kindern, Jugendarbeit, Schülerinnen – und Schülerarbeit, Jugendverbandsarbeit, Jugendhöfe, Fördermittel. Der Fachbereich arbeitet aufgabenorientiert und fachlich gegliedert zusammen.

Die Aufgaben des Landesjugendpfarramts werden zum Zeitpunkt des Berichts durch 15 Referenten und Referentinnen auf insgesamt 12,5 Stellen wahrgenommen. Davon werden 3 Stellen fremdfinanziert, für zwei 0,5 Stellen gibt es einen kw-Vermerk bis 2020. Es arbeiten insgesamt 7 Verwaltungskräfte mit einem Stellenumfang von 5,5 Stellen im Landesjugendpfarramt, davon sind 1,5 Stellenanteile fremdfinanziert.

Fachstelle

Als Fachstelle ist das Landesjugendpfarramt in den Bereichen Fortbildung, Beratung, Expertisen und bei der Durchführung von exemplarischen Maßnahmen tätig. Das Landesjugendpfarramt nimmt regelmäßig aktuelle wissenschaftliche Studien zur Arbeit mit Kindern und Jugendlichen bzw. zu den Lebenslagen, dem Engagementpotential etc. zur Kenntnis, überprüft von daher die laufende Arbeit und speist die Ergebnisse in die Fortbildung und Beratungsarbeit ein. Die Arbeit als Fachstelle und die Aufgaben für den Jugendverband ergänzen sich sinnvoll und befruchten sich gegenseitig.

Zielgruppen

  • ehrenamtlich und beruflich Mitarbeitende in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in Kirchengemeinden, Kirchenkreisen und Sprengeln, in der Schülerinnen- und Schülerarbeit sowie in den Verbänden eigener Prägung;
  • exemplarisch: Kinder und Jugendliche aus und in Kirchengemeinden und Kirchenkreisen, aus und in den Verbänden eigener Prägung sowie Schüler und Schülerinnen ab 14 Jahren aus allen Schulformen
  • ehrenamtliche und berufliche Vertreter und Vertreterinnen der Evangelischen Jugend in verbandlichen und jugendpolitischen Gremien auf allen Ebenen;
  • ehrenamtlich und berufliche Mitarbeitende, die nicht selbst in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen praktisch tätig sind, aber für ihr Gelingen in den Gemeinden und den Gremien des Kirchenkreises Verantwortung tragen.

Aufgaben

Mit der Einführung der Grundstandards im Rahmen des Finanzausgleichsgesetzes gewinnt die letztgenannte Dimension der Arbeit an weiterer Bedeutung. Das Landesjugendpfarramt hat für den Jugendverband und die Verbände eigener Prägung insbesondere folgende Aufgaben im Berichtszeitraum konkret wahrgenommen:

  • Durchführung und Umsetzung von Vorhaben und Aktionen, wie z.B. die alle zwei Jahre stattfindenden Landesjugendcamps mit über 2.000 Teilnehmenden,
  • Sorge für die Umsetzung von Standards für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, hier insbesondere die Umsetzung staatlicher und kirchlicher Vorgaben zu den §§ 8a und 72 des SGB VIII
  • Unterstützung der Selbstorganisation und Partizipation durch Begleitung und Beratung der Gremien und der Delegierten in Gremien der Jugendverbandsarbeit; insbesondere projektorientierte Unterstützung von angepassten Beteiligungsformen;
  • Unterstützung bei der Durchführung von Projekten und Initiativen der Landesregierung / des Landesjugendrings (next 2020 und Generation 2.0);
  • Projekt „Evangelische Jugend – und Du“ 2012;
  • Erarbeitung und Implementierung einer bundesweiten kirchlichen Statistik zur Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in Ergänzung zu den Daten aus Tabelle II (erster Durchlauf 2013).

Zentrale Stelle für Jugendverbandsarbeit

Das Landesjugendpfarramt ist die zentrale Stelle für die Jugendverbandsarbeit, die durch die Ordnung für die Evangelische Jugend eine klare Struktur besitzt. Die Verbände eigener Prägung und Arbeitsgemeinschaften sind als Mitglieder der Landesjugendkammer Teil der Evangelischen Jugend:

  • Christliche Pfadfinderschaft Deutschlands (CPD),
  • Christlicher Verein Junger Menschen (CVJM),
  • Niedersächsischer Jugendverband „Entschieden für Christus“ (EC),
  • Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP)

Verbandszentrale und Geschäftsstelle

Im Landesjugendpfarramt befinden sich die Verbandszentrale der Evangelischen Jugend und die Geschäftsführung für die Landesjugendkammer. Dort sind neben den Geschäftsstellen der evangelischen Jugend und der aejn auch die Geschäftsstellen von EC, VCP, und des Landesjugenddienst e.V. (Träger der Jugendhöfe Sachsenhain und Spiekeroog und des Zeltlagers Offendorf) integriert.

Fortbildungen

Damit Arbeit mit Kindern und Jugendlichen gelingen kann, braucht sie Fachleute, die ermöglichen, unterstützen und Orientierung geben.

Folgende Themen bzw. Schwerpunkte in der Arbeit mit beruflich und ehren- amtlich in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen Tätigen (Kirchenkreisjugendwartinnen und –warte, Diakoninnen und Diakone etc.) insbesondere durch das Landesjugendpfarramt waren in den vergangenen Jahren wichtig:

Wesentlich sind hier zuerst die Fortbildungen in verschiedenen Formaten, wobei erfolgreich seit 2011 ein neues modulares Fortbildungsformat (2tägig) zu aktuellen Themenfeldern“Fachlichter“ entwickelt und mehrfach durchgeführt wurde. Weiter: Ausbau und Profilierung der Langzeitfortbildung Jugendarbeit konkret (JaK); Verstärkung der Angebote von lokal organisierten Fortbildungseinheiten; Vorträge zu aktuellen Jugendstudien und ihren Er- gebnissen; 2010 Impulstag für die Arbeit mit Kindern; Zentral angebotene Quereinsteigerkurse für Erwachsene im Arbeitsfeld; Jak proficient - Standortbestimmung für erfahrene Berufliche in der Jugendarbeit, jährlich 1 – 3 FeA- Kurse, Mitwirkung Langzeitfortbildung zu Schulseelsorge am RPI.

Ein besonderes Projekt war 2011-2013 in Kooperation zwischen dem Michaeliskloster und dem Landesjugendpfarramt „Nähme ich Flügel“ – Langzeitfortbildung für Teams zu jungen Gottesdiensten.

Themenfelder

Folgende Themenfelder standen in Fortbildungen im Focus: Spiritualität bzw. Sprachfähigkeit im Glauben, Theologisieren mit Jugendlichen, Jugendkirchen, Inklusion, Erzählen mit Kindern, Theaterarbeit mit Kindern und Jugendlichen, Kooperation von Jugendarbeit und Schule, Jugendfreizeiten, Kindeswohlgefährdung / Kindesschutz §§ 8a und 72 des SGB VIII; Medienpädagogik u.a. auch Social Media; Angebote zur Balance von Arbeiten und Leben mit geistlicher Dimension, Jugendsensible Kirche: Aufbau von Arbeit mit Kindern und Jugendlichen; Berufliche Identität im Arbeitsfeld.

Ein weiteres zentrales Element ist das flächendeckende Beratungsangebot insbesondere zur Entwicklung der Konzepte zu den Grundstandards unter Berücksichtigung der Veränderungen der Rahmenbedingungen in den Kirchenkreisen hinsichtlich der Stellenausstattung im Arbeitsfeld und durch die erforderlichen Kooperationen innerhalb der Kirchenkreise. Dieses Angebot wurde ausgeweitet für die Arbeit mit Kindern, dazu kam die Beratung von Projekten und Personen mit dem Auftrag zur schulkooperativen Jugendarbeit und auf der lokalen Ebene der Verbände eigener Prägung. Für die Arbeit mit Kindern wurden die jahrelang erprobten verschiedenen Methoden für die Arbeit mit Kindern in einem bisher einmaligen Ordner inkl. einer CD-Rom veröffentlicht.

Als Fortbildungsangebot für die Arbeit mit Kindern ist im Jahr 2009 mit dem Impulstag für die Arbeit mit Kindern erfolgreich ein neues Format erprobt und 2013 ein weiteres Mal durchgeführt wurden. Die teilnehmenden 200 bzw. 150 ehrenamtlichen und beruflichen Mitarbeitenden haben die verschiedensten Methoden und Inhalte in Workshops kennen lernen können, welche dann in allen Angebotsformaten von Kinderbibeltagen über Kindergruppen bis hin zu Kinderfreizeiten zur Anwendung kommen können. Es ist geplant, dieses Format alle 2 Jahre für alle an der Arbeit mit Kindern interessierten anzubieten.

Fachaufsicht

Das Landesjugendpfarramt übt nach der Ordnung die Fachaufsicht über die Kreisjugenddienste mit beratender Funktion in Abstimmung mit dem Lan- deskirchenamt. Die Landesjugendwartin besucht die Kreisjugenddienste aller Kirchenkreise in einer festen Routine. In Ergänzung dazu findet regelmäßig eine Beteiligung an den Kirchenkreisvisitationen statt. Im Berichtszeitraum ist dieses noch nicht in allen Sprengeln zum Tragen gekommen..

Im Landesjugendpfarramt ist je eine Person pro Sprengel für die fachliche Begleitung der Arbeit der beruflich Mitarbeitenden und der jugendverbandlichen Arbeit der entsprechenden Gremien zuständig. Diese Arbeit wird koordiniert und inhaltlich abgestimmt mit den übrigen Aufgaben von Lan- desjugendwartin, Landesgeschäftsführer und Landesjugendpastorin. Hier werden die Umsetzung von Kampagnen, Vereinbarungen, Rundverfügungen etc. unterstützt bzw. fachlich begleitet.

Materialien und eigener Programmbereich

Das Landesjugendpfarramt gibt eigene Materialien heraus und stellt für die Evangelische Jugend Materialien her: Programmheft (jährlich); Zeitschrift Mitarbeiten – unregelmäßig ca 1 x im Jahr, ein neues Format wurde 2012 mit der Zeitung„Evangelische Jugend“ erprobt; erstellt wurden die „Materialienhefte“ Selbstbestimmt gestalten, „Gott schmecken“, junge Gottesdienste, Bibelarbeiten.

Weiterhin gut angenommen sind die unregelmäßig produzierten Themenbücher (Beten – ca. 12 000 Exemplare seit 2000, Glauben 2006 – ca 5 200 Exemplare, Andachten 2007 – 12 000 Exemplare); bis 2013 wurde jährlich ein Heft „Gegen den Trend“ der aejn maßgeblich im Landesjugendpfarramt erstellt; in jedem Jahr wird für die Publikation „Bibelandenken“ der aej ein Beitrag erstellt (es werden ca 1200 Exemplare jährlich in der Landeskirche bestellt). An den landeskirchlichen Publikationen zur Lutherdekade wird mitgearbeitet.

Das Landesjugendpfarramt verantwortete einen eigenen Programmbereich im Rahmen des Ehrenamtstags der Landeskirche 2011, beteiligt sich an den Bildungsforen und den Lehrkräfteforen mit verschiedenen Angeboten An den Kirchentagen sind die Referentinnen und Referenten je nach Tätigkeitsfeld beteiligt: Mitarbeit in der Projektleitung des Zentrums Jugend in Bremen, in der Projektleitung des Zentrums Kinder, an den Gottesdiensten bzw. der Präsentation des Jugendkreuzwegs, an Veranstaltungen zum Thema Jugendarbeit und Schule. In Bremen wurde das subjektorientiert entwickelte Projekt „Leben und wie“ – ein interaktiver Erlebnisparcours von Jugendlichen für Jugendliche - eröffnet und exemplarisch durch das Landesjugendpfarramt präsentiert.