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Kirchenpädagogik

Außerschulischer Lernort

grundtext

Seit mehr als 25 Jahren gibt es das Arbeitsfeld "Kirchenpädagogik" in unserer Landeskirche, die als „Vorreiterin“ diese Arbeit in besonderer Weise geprägt hat. Kirchenpädagogik begreift Kirchen als außerschulische Lernorte und hat in ihnen ursprünglich handlungsorientiertes Lernen etabliert. Die Zugänglichkeit von Kirche wird auf diese Weise als Bildungsgrund genutzt.

Institutionalisiert ist die Kirchenpädagogik unserer Landeskirche in der Arbeitsstelle für Kirchenpädagogik im Religionspädagogisches Institut in Loccum. Kontinuierlich werden Ansprechpersonen und Beauftragte für Kirchenpädagogik in unserer Landeskirche sowohl auf der Ebene des Kirchenkreises, wie auf der Ebene der Sprengel gesucht und für diesen ehrenamtlichen Auftrag entsprechend qualifiziert.

Daneben gibt es an vielen Kirchen Kirchenpädagoginnen und Kirchenpädagogen, die – zumeist nach einer Qualifizierung - sehr spezifisch für ihre eigene Kirche ein Konzept für kirchenpädagogische Angebote erarbeiten.

Gleichzeitig findet seit einigen Jahren eine verstärkte Zusammenarbeit der Arbeitsstelle für Kirchenpädagogik im RPI mit dem Arbeitsfeld Kirche im Tourismus im Haus kirchlicher Dienste statt. Hier gibt es eine Zuordnung und Unterscheidung zwischen Kirchenführungen und kirchenpädagogischen Angeboten, wobei die Grenzen zwischen beiden fließend sind.

Die Arbeit der Kirchenpädagogik als eine zentrale kirchliche Arbeit ist in ihrer Bedeutung dadurch unterstrichen, dass sie Teil des Grundstandards kirchliche Bildungsarbeit in den Kirchenkreisen im Rahmen des Finanz- ausgleichsgesetzes unserer Landeskirche ist. Kirchenpädagogik leistet ein niedrigschwelliges Angebot auch für kirchlich distanzierte Personen bzw. Nichtkirchenmitglieder.

Sie wendet sich nicht nur an Kinder, sondern auch zunehmend an Erwachsene, und sie bietet für viele Personen eine erste (Wieder)begegnung mit Kirche. Kirchenpädagogischen Angebote finden sich in unserer Landeskirche sind nicht nur in den Orts- und bis hin zu den Citykirchen, sondern auch in den Klöstern oder Museen. Die Zusammenarbeit mit den Kindertagesstätten und den öffentlichen Schulen gerade im Bereich der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ist wesentlich.