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Forum Hochschule

Reformatorische Wurzeln

grundtext

Mit einem "Forum Hochschule" knüpft die hannoversche Landeskirche bewusst an ihre reformatorischen Wurzeln an, weil für sie der Dialog mit den anderen Wissenschaften sowie ein Verständnis von Theologie als Wissenschaft im Rahmen des allgemeinen universitären Kontextes zu ihrem evangelischen Selbstverständnis gehört.

Evangelischer Glaube versteht sich als auch ein gebildeter Glaube, der im Bereich der Wissenschaften anschluss- und dialogfähig sein will.

Deshalb wird das grundsätzliche Interesse an einem interdisziplinären Dialog im Rahmen eines solchen "Forums" durch die Professoren und Professorinnen für Evangelische Theologie deutlich unterstützt. Dabei sollen gesellschaftlich und wissenschaftlich relevante Themen, wie erneuerbare Energien, Fragen von Lebensanfang und Lebensende, Medienethik oder nachhaltiges und verantwortetes Wirtschaften, aufgegriffen und mit der Theologie ins Gespräch gebracht werden.

Für das erste zentrale Hochschulforum am 23. Mai 2014 in Hannover wurde durch den Vorbereitungskreis das Thema „Mehr als Geschmackssache“ (Nahrung und Ernährung) ausgewählt. Das zweite Hochschulforum wurde am 9. Juni 2016 zum Thema "Fremde. Heimat. Zukunft" ausgerichtet.

Zielgruppen

Die Impulse für die einzelnen Themen sind durch die "Theologie" zu setzen. Es geht darum, die theologische Perspektive bei ganz unterschiedlichen Themen in den universitären Dialog einzubringen.

Zielgruppe sind alle Personen, die an den Hochschulen studieren, lehren und arbeiten. Ziel des interdisziplinären Dialogs im Rahmen eines "Forums Hochschule" sollte eine deutliche Wahrnehmbarkeit und Wiedererkennbarkeit des theologischen Denkens und des kirchlichen Handelns im Raum der Hochschule und im Dialog mit den Wissenschaften sein.

Die geplanten Veranstaltungen sollten, wenn möglich, immer auch einen kulturellen Rahmen bzw. ein Forum für Kommunikation einschließen.

Zweigleisiges Vorgehen

Zur Etablierung des "Forums Hochschule" und seinem Anliegen im Bereich der Landeskirche wird zweigleisig vorgegangen:

Die vorhandenen Initiativen an den einzelnen Hochschulstandorten im Rahmen des Dialoges "Kirche und Hochschule" werden auf der einen Seite weiter fortgeführt und ausgebaut. Dabei soll eine herausgehobene größere Veranstaltung mindestens einmal pro Jahr an jedem Standort stattfinden, die im Sinne eines "Dies academicus" am jeweiligen Standort durchgeführt wird.

Darüber hinaus soll es auf der anderen Seite ca. alle drei Jahre eine zentrale Veranstaltung in Hannover geben, weil dort die entsprechende Logistik und Infrastruktur bereits vorhanden ist. Diese zentrale Veranstaltung soll zudem sehr hochkarätig besetzt sein, ein hochwertiges Rahmenprogramm bieten und eine große Öffentlichkeitswirksamkeit entfalten.

Bessere Vernetzung

Ziel dieser regionalen und zentralen Foren ist eine bessere Vernetzung aller Aktivitäten im Bereich Kirche und Hochschule, indem verschiedene, aber verlässliche Dialogplattformen an den einzelnen Hochschulstandorten und immer wieder auch zentrale Veranstaltungen in Hannover stattfinden.

Es wird geprüft, ob ein zentrales Hochschulforum und auch vorlaufend Foren an den einzelnen Hochschulstandorten im Jahr 2017 als Beitrag zum Luther- jahr gedacht und durchgeführt werden können. Diese verschiedenen Foren sollten ein klares erkennbares Profil aufweisen, das sie als Teil des landes- kirchlichen Dialogs mit den Wissenschaften kennzeichnet.

Die Hanns-Lilje-Stiftung, die Evangelische Akademie in Loccum und das Haus kirchlicher Dienste haben sich bereit erklärt, an den unterschiedlichen Foren mitzuwirken.