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Familienbildungsstätten

Gesellschaftsdiakonische Arbeit mit inklusivem Ansatz

grundtext

In der Landeskirche bestehen zehn Familienbildungsstätten: Celle, Emden, Göttingen, Hannover, Hildesheim, Kehdingen-Stade, Lüneburg, Osnabrück, Uelzen und Wolfsburg.

Sie haben sich die entwicklungsgerechte Förderung und Bildung von Kindern und Jugendlichen, die Stärkung der Erziehungskompetenz von Eltern, auch der religiösen Erziehung und die Unterstützung von Familien in unterschiedlichen Lebenslagen, insbesondere in unterschiedlichen Familienkonstellationen zur Aufgabe gemacht.

Sie möchten die Familien bei der Gestaltung ihres Alltags unterstützen und ihnen Möglichkeiten von Vernetzung untereinander, zur Findung von neuen Gemeinschaften und zum zivilgesellschaftlichen Engagement geben.

Die Familienbildungsstätten richten sich deshalb an Frauen, Männer, Kinder und Jugendliche und arbeiten bewusst mit Familien mit Migrationshintergrund und auch mit Familien in prekären Lebensverhältnissen. Zunehmend arbeiten sie mit Seniorinnen und Senioren.

Die Familienbildungsstätten haben im umfassenden Sinn einen inklusiven Ansatz und wenden sich damit auch in besonderer Weise an Personen, die der Kirche fernstehen.

Krisensituationen wie Trennung, Krankheit, Tod und Trauer werden gezielt thematisiert und bearbeitet. Weitere Schwerpunkte in der Arbeit bilden zum einen der Bereich „Schwangerschaft und Geburt“ und zum anderen „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“.

Die Arbeit wird insbesondere in (Selbsthilfe-)Gruppen, Kursen, Seminaren, punktuellen Veranstaltungen, durch aufsuchende Arbeit, Exkursionen, Treffpunkten oder in „Cafés“ geleistet und zielt darauf die Familien(mitglieder) zu befähigen, eigenständig und kompetent ihren Alltag zu gestalten.

Die Arbeit wird geleistet von beruflich Mitarbeitenden, Honorarkräften und ehrenamtlichen Mitarbeitenden.

Evangelische Familienbildungsstätten sind gut vernetzt mit Hebammen, Kinderkrippen und –tagesstätten, Schulen, kommunalen und kirchlichen Beratungsstellen, insbesondere den Einrichtungen der Jugendhilfe und selbstverständlich den Kirchengemeinden und Kirchenkreisen. Sie belegen damit die vernetzte Umsetzung nach dem „Sozialgesetzbuch, VIII. Buch, Kinder- und Jugendhilfe § 16“ sowie den Richtlinien des Rates der Konfö- deration.

Mit ihrer Arbeit leisten Familienbildungsstätten einen wesentlichen Beitrag zur gesellschafts-diakonischen Arbeit in den Kirchenkreisen und zu einer familien- und kinderfreundlichen Kirche.

Zahlen und Daten

       U-Std.       TN     VA
2012     124.011       94.794     12.354  
2013     127.203       96.848     12.229  
2014     124.222       96.636     12.959  
2015     124.140       99.204     12.953  
2016     123.283      103.058     12.575  


U-Std.: Erteilte Unterrichtsstunden aller Veranstaltungen und Projekte TN: Teilnehmende aller Veranstaltungen und Projekte
VA: Durchgeführte Veranstaltungen aller Angebote