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Entwicklungsbezogene Bildungsarbeit

Kirchlicher Entwicklungsdienst

grundtext

Der Kirchliche Entwicklungsdienst (KED) der Landeskirchen in Braunschweig und Hannovers ist eine unselbständige Einrichtung der Landeskirche Hannovers.

Dort werden Veranstaltungen und Projekte entwicklungsbezogener (d.h. entwicklungspolitischer) Bildung gefördert in Kirchengemeinden, kirchlichen Einrichtungen und Gruppen. Dazu gibt es inhaltliche Beratung, Vermittlung von ReferentInnen und finanzielle Unterstützung.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der individuellen Beratung Ausländischer Studierender (BAST) sowie im Angebot von entwicklungspolitischen Seminaren mit dem Studienbegleitprogramm für Ausländische Studierende in Niedersachsen (STUBE). Das Programm „Weltwärts und zurück am Studienort“ bietet zurückgekehrten TeilnehmerInnen aus dem Freiwilligendienst im Ausland und jungen AkademikerInnen mit Auslandserfahrung eine speziell zugeschnittene Begleitung für den Erfahrungsaustausch, für das Studium sowie für ein entwicklungspolitisches Engagement in den Arbeitszusammenhängen des KED.

Ziel der unterschiedlichen Formen entwicklungspolitischer Bildung ist es, Zusammenhänge zwischen dem Lebensstil in Europa und den Lebensbedingungen der Menschen in Entwicklungsländern aufzuzeigen. Die Überwindung von Armut, eines der Hauptziele kirchlicher Entwicklungsarbeit, wird mit den jungen AkademikerInnen aus Afrika, Südamerika und Asien gemeinsam bedacht und diskutiert. Interkulturelles und ökumenisches Lernen sind bei diesen Veranstaltungen schon wegen der Teilnehmerstruktur selbstverständlich.

Trotz schwieriger globaler Ausgangsbedingungen werden Möglichkeiten gesehen, positive Veränderungen zu bewirken. Neben der Problemanzeige werden Aktionen und konkrete Vorschläge für das Alltagshandeln (z.B. Fairer Handel oder ökofaire Beschaffung) angeboten.

Einzelpersonen, Gruppen und Kirchengemeinden können sich in der entwicklungspolitischen Kampagnenarbeit (z.B. erlassjahr.de) engagieren, die in den Veranstaltungen vorstellt werden.

Finanzierung

Die Finanzierung der Arbeit geschieht nicht nur mit Mitteln der Landeskirche Hannovers. Die Landeskirche Braunschweig, mit der es eine enge Kooperation gibt, beteiligt sich an der Finanzierung. Darüber hinaus gibt es Zuwendungen von Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst für das STUBE-Programm und für das Programm „Weltwärts und zurück am Studienort“. Die Mittel für die Notfondsvergabe im Rahmen der Beratung für Ausländische Studierende kommen ebenfalls von Brot für die Welt. Weiterhin gab es eine bisher einmalige Förderung vom Land Niedersachsen und eine kontinuierliche vom Bistum Hildesheim.

Die Arbeit mit unterschiedlichen Zuschussgebern bedeutet für die Leitung und Geschäftsführung eine komplexe Führung der Haushalte, bietet aber für die inhaltliche Kooperation auch sehr gute Möglichkeiten.